Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.

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m1009
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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von m1009 » Mittwoch 20. November 2019, 11:07

Zum Thema Agentur.

Letztes Jahr habe ich mich mit einer Agentur in Verbindung gesetzt. Versprechen auf der Website.... Alle Dokumente innerhalb eines Tages, 2 Monate maximale Bearbeitungszeit bis Erhalt RVP auch bei "schwierigen Faellen", unabhaengig von von der Quotenregelung. Kosten sollte das Ganze 35.000 Rubel.

Alles in allem ein voellig nutzloser Service, die Werbeversprechen koennen nicht einmal ansatzweise eingehalten werden. Das Ehepartner nicht unter die Quotenregelung fallen war "neu". Aha.

In Moskau hatte mein Arbeitgeber eine grosse Agentur fuer das Arbeitsvisum der Mitarbeiter. Kosten pro Mitarbeiter 120.000 Rubel. War ok, ausser zur Abholung musste ich nie in irgendeine Behoerde.



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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von m5bere2 » Mittwoch 20. November 2019, 11:18

Ja, für Arbeitsvisa hatte mein Arbeitgeber auch eine spezielle Abteilung. Für die Einreise habe ich es noch selber beantragt und abgeholt, vorort hat es dann komplett der Arbeitgeber für mich verlängert, ich habe nur meinen Pass abgegeben, zu Behörden musste ich nicht.

Aber für РВП musste ich dann den Antrag selber stellen.

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von sencoj » Mittwoch 20. November 2019, 16:29

Die Agenturen scheinen dann wohl keine große Hilfe mehr zu sein - ich mache es dann selbst.

Es gibt wohl seit Anfang des Monats ein paar Änderungen im Gesetz. Jetzt scheint es möglich zu sein den ВНЖ in vielen Fällen ohne vorige РВП zu bekommen und jetzt mit unbegrenzter Gültigkeit!

http://www.consultant.ru/document/cons_ ... 9c07731f7/
Статья 8. Постоянное проживание иностранных граждан в Российской Федерации
[...]
1. Вид на жительство может быть выдан иностранному гражданину, прожившему в Российской Федерации не менее одного года на основании разрешения на временное проживание.
2. Без получения разрешения на временное проживание вид на жительство выдается:
1) иностранному гражданину, родившемуся на территории РСФСР и состоявшему в прошлом в гражданстве СССР;
[...]
7) иностранному гражданину, признанному носителем русского языка в соответствии со статьей 33.1 Федерального закона от 31 мая 2002 года N 62-ФЗ "О гражданстве Российской Федерации";
[...]
3. Вид на жительство выдается без ограничения срока действия, за исключением вида на жительство высококвалифицированному специалисту и членам его семьи, указанным в подпункте 9 пункта 2 настоящей статьи, который выдается на срок действия разрешения на работу, выданного указанному высококвалифицированному специалисту.

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von m5bere2 » Mittwoch 20. November 2019, 19:47

Versuch es nach Punkt 1), nicht nach Punkt 7). Für die Anerkennung als носитель языка muss man erst durch eine Kommission, die einen als носитель языка anerkennt.

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von sencoj » Donnerstag 21. November 2019, 13:28

Ja, Punkt 1 sieht unproblematisch aus.

Ich werde mal bei der Botschaft nachfragen, ob man den ВНЖ jetzt eventuell direkt aus Deutschland beantragen kann. Andernfalls erschließt sich mir der Vorteil der Beantragung ohne РВП nicht, da die Bearbeitungszeit "höchstens" 4 Monate beträgt und ich mit Visum nur 90/180 bleiben darf. Oder verstehe ich etwas falsch?



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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von m5bere2 » Donnerstag 21. November 2019, 19:27

sencoj hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 13:28
Andernfalls erschließt sich mir der Vorteil der Beantragung ohne РВП nicht
Naja, früher musste man erst mal ein Jahr mit РВП leben, bevor man ВНЖ beantragen konnte. Und mit РВП bedeutet das, dass man alle Sprach- und Medizintests doppelt machen muss, alles doppelt bezahlt und so weiter. Das kostet ja jedes Mal gut 20 000 Rubel.

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von Evgenij » Donnerstag 21. November 2019, 23:30

sencoj hat geschrieben:
Dienstag 19. November 2019, 06:47
Hallo zusammen!

Gibt es erfahrungsgemäß einen einfachen (z.B. über das Konsulat) Weg die russische Staatsbürgerschaft zu erlangen / wiederherzustellen unter den folgenden Voraussetzungen und Bedingungen?

- Spätaussiedler, deutscher Staatsbürger, in RF geboren, Ende der 80er als Kind nach Deutschland eingewandert, Soviet Staatsbürgerschaft wurde nie abgelegt
Servus!

..bevor Du den ganzen Kram (бубен с танцами) mitmachst, versuch doch mal dich über die RUS-Botschaft im Rahmen eines Feststellungsverfahrens zu erkundigen, ob du eine noch hast (wie du selber schon schriebst, dass die nicht abgelegt wurde) bzw. deine alte Soviet-STA in die russische übertragbar wäre.
Ich nehme mal an, bist in RSFSR geboren und auch von da aus ausgewandert..., selbst für alle anderen Bewohner von Ex-Sovietrepubliken gab es einen Zeitraum (kurz nach dem Zerfall, im Jahr 1992, so für halbes Jahr oder so), in dem man die RUS-STA beantragen konnte/anerkannt bekommen hat, sofern man sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Gebiet des heutigen Russland aufgehalten hatte.

Bekommst Du von denen eine negative Antwort, so kannst ja immer noch über dieses vereinfachte Verfahren (welches Ukrainer derzeit gerne nutzen, und da brauchen die nicht mal ihre akt. ukr. STA abzulegen) versuchen.

Und ja, lass lieber die Finger weg von diesem Rückkehrer_Programm, sonst kommst Du/wirst irgendeiner wirtschaftlich abgehängten Region aut. nach Quote zugeordnet.

Eine Beibehaltungsgenehmigung ist vor den deutschen Behörden aber ebenso überflüssig (sofern du die alte "wiederherstellen" konntest; bei spätem "offizielen" Erlangen darfst durchaus etwas vorsichtiger sein), da Du eh den Status eines Aussiedlers genießt, also zulässig (Achtung: Du bist KEIN SpätAussiedler, weil der Zuzug nach DEU vor (!) 1993 erfolgte).

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von Norbert » Freitag 22. November 2019, 02:21

Stimmt, da hat Evgenij natürlich Recht - wenn Du nur eine sowieso noch bestehende Staatsangehörigkeit feststellen lässt, dann brauchst Du keine Beibehaltigungsgenehmigung. Der Passus in den deutschen Gesetzen geht eindeutig nur von der Annahme einer anderen Staatsangehörigkeit aus. In diesem Falle würdest Du ja aber keine annehmen, sondern nur die bestehende wieder anerkennen lassen.

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von sencoj » Freitag 22. November 2019, 13:58

Evgenij hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 23:30
..bevor Du den ganzen Kram (бубен с танцами) mitmachst, versuch doch mal dich über die RUS-Botschaft im Rahmen eines Feststellungsverfahrens zu erkundigen, ob du eine noch hast (wie du selber schon schriebst, dass die nicht abgelegt wurde) bzw. deine alte Soviet-STA in die russische übertragbar wäre.
Ich nehme mal an, bist in RSFSR geboren und auch von da aus ausgewandert..., selbst für alle anderen Bewohner von Ex-Sovietrepubliken gab es einen Zeitraum (kurz nach dem Zerfall, im Jahr 1992, so für halbes Jahr oder so), in dem man die RUS-STA beantragen konnte/anerkannt bekommen hat, sofern man sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Gebiet des heutigen Russland aufgehalten hatte.

Bekommst Du von denen eine negative Antwort, so kannst ja immer noch über dieses vereinfachte Verfahren (welches Ukrainer derzeit gerne nutzen, und da brauchen die nicht mal ihre akt. ukr. STA abzulegen) versuchen.
Danke!

Die Wiederherstellung werde ich versuchen. Falls das nicht geht, gebe ich mich mit dem ВНЖ zufrieden.

Wie lange dauert denn so ein Feststellungsverfahren erfahrungsgemäß?

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Re: Russische Staatsbürgerschaft für Spätaussiedler

Beitrag von Evgenij » Freitag 22. November 2019, 17:28

@sencoj

Ein Bekannter meint, es habe so 4-5 Monate gedauert bis er eine Antwort erhalten hat.
Ist aber auch schon etwas länger her (vor ca. 7 Jahren u. via Bonn).

Kannst aber auch über Frankfurt versuchen.

P.S.: Muss natürlich dazu einen offzl. Antrag stellen u. alle nötigen Dokumente beifügen.



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