Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.

Moderator: Dietrich

eiswette007
Berater/in
Berater/in
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 21. Mai 2013, 17:24

Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von eiswette007 » Samstag 25. Mai 2013, 02:34

Hallo Liebe Gemeinde,

Wie ihr bei meiner Vorstellung sicher gelesen habt ,möchte ich meine Traumfrau nach Germany holen .
Sie möchte am Liebsten über die Arbeit hierher , noch nicht über die Heirat.. Da ich aber auf Amrum wohne und es viele befristete Stellen gibt wollte ich mal fragen ob so eine befristete Stelle den behörden reicht? oder ob man damit garnicht erst ankommen braucht bei einer Visa anfrage?!

danke schonmal.



Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11136
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von bella_b33 » Samstag 25. Mai 2013, 09:47

Hi,
Inwiefern befristet...paar Wochen, Monate, Jahre?? Versuch macht klug ;)
Meine Empfehlung bei solchen, hier im Forum nicht alltäglichen und schwierigen Fragen, ist, daß Ihr Euch am Besten mit den zuständigen Behörden direkt auseinandersetzt. Was ich bisher so von den Rus->De gerichteten Sachen mitbekommen hab, war da wohl sehr oft eine Ehe im Spiel :). Anelya hatte ja im anderen Thread die Möglichkeiten schon sehr schön aufgezählt. Halte uns bitte auf dem Laufenden, das kann später für andere Fragesteller auch interessant sein.

Gruß
Silvio
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

Benutzeravatar
GastroService
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1120
Registriert: Sonntag 22. März 2009, 16:10
Wohnort: Novosibirsk
Kontaktdaten:

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von GastroService » Samstag 25. Mai 2013, 10:05

[quote="eiswette007"]....
Sie möchte am Liebsten über die Arbeit hierher , noch nicht über die Heirat.. Da ich aber auf Amrum wohne und es viele befristete Stellen gibt wollte ich mal fragen ob so eine befristete Stelle den behörden reicht? .....
Ich denke, die Frage ist, ob man einen Arbeitgeber findet, der den Verwaltungsaufwand macht
Gastfreundlichkeit ist keine Schande Гостеприимство - это не стыд

Romflens
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 302
Registriert: Dienstag 17. November 2009, 00:01
Wohnort: Flensburg
Kontaktdaten:

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von Romflens » Samstag 25. Mai 2013, 13:17

Wäre nicht ein FSJ oder FÖJ-Jahr oder ein Aupair-Jahr möglich? Wenn die Vorraussetzungen gegeben wären, wäre der Aufwand vielleicht nicht so gross.

Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11136
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 26. Mai 2013, 11:04

Romflens hat geschrieben:Wäre nicht ein FSJ oder FÖJ-Jahr oder ein Aupair-Jahr möglich? Wenn die Vorraussetzungen gegeben wären, wäre der Aufwand vielleicht nicht so gross.
Ja, wurde auch im anderen Thread schon geschrieben. Warum das Spiel jetzt auf 2 Threads gesplittet wird versteh ich nicht so richtig.
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!



Anelya
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 786
Registriert: Mittwoch 7. September 2011, 10:27
Wohnort: Frankfurt

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von Anelya » Sonntag 26. Mai 2013, 20:06

Hast du denn mal nach "Blaue Karte" gegoogelt, wie ich dir empfohlen habe? Im Prinzip ist das Vorhandensein eines befristeten Vertrages kein Problem, wichtiger ist das Jahresgehalt von 46.400 Euro bzw. 36.192 Euro (für Ingenieure, IT-ler, Ärzte).

Stehen diese Summen im Vertrag und kann ein Hochschulabschluss nachgewiesen werden, kann sie problemlos und zügig in Deutschland anfangen zu arbeiten. Für den Arbeitgeber fällt da auch gar kein Verwaltungsaufwand an - Verträge muss er ja auch für jeden inländischen Arbeitnehmer abschließen, und mehr wird bei der Antragsabgabe von Arbeitgeberseite nicht gefordert. Und was deine Freundin alles bei der AB vorlegen muss, findest du übersichtlich im Internet - das wichtigste ist die Bewertung ihres ausländischen Hochschulabschlusses, aus der die Gleichwertigkeit zu einem Deutschen hervorgeht. Alternativ Arbeitserfahrung. Teilweise ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich, das hängt vom Beruf der Freundin ab. Ist das Gehalt niedriger, wird eine so genannte Vorrangeprüfung fällig, d.h. die Bundesanstalt für Arbeit prüft, ob es im Euroraum keine Arbeitskraft gibt, die die für deine Freundin vorgesehene Stelle besetzen könnte. Und bei der Größe des Euroraums kannst du dir vorstellen ,dass das schwierig wird.

Ich kenne mich mit der Industrie auf Amrun nicht aus - aber falls es um so Saisonarbeiten im Tourismus geht, dann bekommt sie mit Sicherheit kein Visum. Außer sie würde als Spezialistin mehr als 46.400 Brutto im Jahr verdienen, siehe oben.

Übrigens, falls du mal selbst bei deiner Ausländerbehörde nachfragen willst: Deine Freundin möchte kein Visum für Deutschland, sondern eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsaufnahme. Wenn die AB nämlich "Visum" hört, wird sie eher an Besuch/Tourismus denken als an AufenthaltEG, Blaue Karte, Familienzusammenführung etc.pp.

Und: Eine Arbeit, die zum Erhalt einer "Blauen Karte" berechtigt, findet man nicht unbedingt so einfach, da es eben keine Hilfsarbeiterstellen sind. Hilfreich wäre da evt., viele Bewerbungen schon einmal vorzubereiten und dann alle Vorstellungsgespräche konzentriert in einen Zeitraum zu legen, damit man nicht ständig von Russland nach Deutschland fliegen muss (diese Bewerbungskosten werden wohl von den wenigsten potentiellen Arbeitgebern übernommen werden). Dafür am besten alle Diplome ordentlich übersetzen lassen, inklusive angefertiger Hausarbeiten, Abstract der Diplomarbeit etc.pp. Alles was eben helfen kann, eine Einschätzung der Kenntnisse und Fähigkeiten vorzunehmen. Ob man es sich leisten kann, nur auf Amrun zu suchen, muss man schauen. Da deine Freundin erst 22 Jahre alt ist, kann sie nicht viel Arbeitserfahrung in Russland haben. Da könnte es schwierig werden mit so einem Einstiegsgehalt in Deutschland, auch mit guten Deutschkenntnissen. Evt. würde es sich lohnen, einen einjährigen Master in Deutschland noch zu machen oder etwas ähnliches - dann hat sie zumindest ein deutsches Dokument. Schreibe doch einfach mal mehr zu ihrem Ausbildungsprofil, dann kann man auch noch besser Tipps geben.

eiswette007
Berater/in
Berater/in
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 21. Mai 2013, 17:24

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von eiswette007 » Dienstag 28. Mai 2013, 02:39

Ich Denke es wäre einfacher wenn wir Heiraten,doch auch da gibt es Probleme,denn wir wollen in Deutschland Heiraten ...

Zu Ihrem Profil:

Sie hat ein Diplom für Englisch Unterricht was in deutschland anerkannt ist ...aber für mehr Details muss ich sie mal fragen..

Anelya
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 786
Registriert: Mittwoch 7. September 2011, 10:27
Wohnort: Frankfurt

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von Anelya » Dienstag 28. Mai 2013, 09:57

Mit einem Diplom für Englischunterricht fallen die Chancen, eine BlueCard zu erhalten, eher gering aus - wie gesagt, ich fürchte, es wird sehr schwer sein, als Englischdozentin aus Russland einen Job mit einem Jahresgehalt von über 46.000 Euro zu bekommen. Reguläre Stellen an Schulen fallen m.E. auch aus, denn das deutsche Schulsystem setzt in den meisten Bundesländern 2 zu unterrichtende Fächer voraus, dazu ist Englisch kein Mangelfach. Zudem wird erstes und zweites Staatsexamen bzw. die Qualifizierung über OBAS verlangt. Zu klären wäre noch, welche Stelle genau das Diplom anerkannt hat. Wer hat auf dem Anerkennungszettel unterschrieben (welche Stelle?)? Oder hat sie einfach bei ANABIN in der Datenbank geschaut und da steht bei ihrer Hochschule ein "+"? Beides ist natürlich gut, es ist sehr deprimierend, wenn man in Deutschland für seinen russischen Abschluss nicht mal einen feuchten Händedruck erhält.

Ich finde, am besten für euch wäre, deine Freundin macht irgendwo ein FSJ/FÖJ oder geht als Au-Pair ein Jahr nach Deutschland. Muss ja nicht Amrun sein - irgendwo halt, wo man sich oft besuchen kann. Wenn es danach noch klappt, könnt ihr ja getrost heiraten.

Eine Hochzeit in Deutschland ist übrigens nicht so problembehaftet, wie du vielleicht befürchtest. Auf der Seite der deutschen Botschaft in Moskau findest du alle Merkblätter mit den zu besorgenden Dokumenten, und besonders wenn du und deine Freundin noch nie verheiratet gewesen seid, sind das gar nicht so viele. Für eine Hochzeit in Russland werden meist noch weniger Dokumente benötigt, aber das fällt ja für euch anscheinend aus.

Noch meine persönliche Meinung: "einfacher" ist heiraten erstmal, damit deine Freundin in Deutschland bleiben kann - sie bekommt sofort Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Langfristig gesehen ist es vielleicht für die Beziehung gesünder, wenn man sich mehr als einmal getroffen hat, bevor man sich zu so einem Schritt entschließt, der nicht nur Nerven, sondern auch Geld kostet. Kannst du sie nicht im Sommer noch einmal in Russland besuchen?

eiswette007
Berater/in
Berater/in
Beiträge: 54
Registriert: Dienstag 21. Mai 2013, 17:24

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von eiswette007 » Donnerstag 6. Juni 2013, 02:59

Wir Wollen nun Heiraten!

nur steht in dem Schreiben von meinem Amt das sie eine Verdienstbescheinigung wollen..

ist das echt wichtig?

Benutzeravatar
manuchka
Tipp-Königin
Tipp-Königin
Beiträge: 7369
Registriert: Dienstag 15. März 2005, 17:08
Wohnort: HH
Kontaktdaten:

Re: Reicht befristete arbeit für ein Visum?

Beitrag von manuchka » Donnerstag 6. Juni 2013, 03:01

Wenn sie eine wollen, scheint es wohl wichtig zu sein...
Du erntest, was du säst.



Antworten

Zurück zu „#Visum | Pass- und Einreisebestimmungen“