VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.

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Stefanmst
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VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Stefanmst » Sonntag 27. September 2015, 16:56

Hallo,

Vorweg meine Freundin hat derzeit keinen Job in Uzbekistan.

Sie hat 2x (in 2015) ein Touristenvisum von den Franzosen bekommen.
Da wir nicht dauern ein Touristenvisum mit fixen Zeiten Beantragen wollten, haben wir bei der deutschen Botschaft ein 90 Tage Visum mit MultiEntry gestellt. (Inkl. Verpflichtungserklärung & meinerseits nachgewiesener Bonität)

Das Visum wurde abgelehnt wegen nicht erkennbarer Rückkehr Willigkeit.
Man verwies darauf, dass die Firma die angegeben war nicht Registriert ist und man sie keinen unter der Rufnummer erreicht hat.
(Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, wie ich Eingangs schrieb hat sie auch keinen Job, aber Ihr Mutter arbeitet in der Personalabteilung in der angegeben Firma, würden wir den Antrag wahrheitsgemäß stellen würde er auch abgelehnt werden, da sie keinen Job hat.

Hat jemand eine Idee oder Erfahrung was man in dem Fall machen kann ?!
Ich habe überlegt ein Remonstration zu schreiben aber habe auch wenig Ahnung wie wir eine Rückkehr Willigkeit begründen sollen.

Oder können wir nächsten Monat einfach wieder ein Touristenvisum (Polnische Botschaft) beantragen ? Wir wollen uns ja relativ schnell wieder sehen und nicht Monate warten.


Ich bin für jeden Rat dankbar.



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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Anelya » Sonntag 27. September 2015, 21:36

Stefanmst hat geschrieben:Man verwies darauf, dass die Firma die angegeben war nicht Registriert ist und man sie keinen unter der Rufnummer erreicht hat.
(Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, wie ich Eingangs schrieb hat sie auch keinen Job, aber Ihr Mutter arbeitet in der Personalabteilung in der angegeben Firma, würden wir den Antrag wahrheitsgemäß stellen würde er auch abgelehnt werden, da sie keinen Job hat.

.
Das war doch denkbar ungünstig von euch. Gibt es diese Firma nun und die Mutter arbeitet in der Personalabteilung, oder gibt es diese Firma nicht und die Telefonnummer existiert nicht? Eine Remonstration nützt hier wohl nichts, da beim Antrag bewusst gelogen wurde.

Ich würde es mit nicht gefälschten Dokumenten einfach noch einmal versuchen. Ist sie denn Rückkehrwillig? Dann das belegen, zum Beispiel mit einem Arbeitsvertrag für die Zukunft, Einschreibung an der Uni etc.

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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Saboteur » Sonntag 27. September 2015, 22:01

Ja, gute Frage. Bei falschen Angaben also Betrug kann man jetzt nicht so viel machen. Außer sich freuen, dass sie euch nicht auf die Schliche gekommen sind und ihr euch keine Sperre eingefangen habt.

Ich würde in Kürze neu beantragen und vielleicht kleinere Brötchen backen - also erstmal 14 Tage. Da würde ich dann allerdings nicht lügen. Da kann man dann wenigstens Remonstrieren.
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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Stefanmst » Sonntag 27. September 2015, 22:36

Naja wenn Sie angegeben hätte "kein Job" wären wir jetzt auch nicht weiter.
Die Uhren ticken da etwas anders, nicht umsonst gibt es da auch zig Firmen die 50 $ im Monat für eine Registrierung verlangen.

Aber Danke, werden es demnächst erneut mit einem Touristenvisa versuchen, jedoch überlegen wir gleich in eine andere Botschaft zu gehen, die deutsche hat halt den "strengsten Ruf" da unten.

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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Anelya » Sonntag 27. September 2015, 22:46

Stefanmst hat geschrieben:Naja wenn Sie angegeben hätte "kein Job" wären wir jetzt auch nicht weiter.
Die Uhren ticken da etwas anders, nicht umsonst gibt es da auch zig Firmen die 50 $ im Monat für eine Registrierung verlangen.

Aber Danke, werden es demnächst erneut mit einem Touristenvisa versuchen, jedoch überlegen wir gleich in eine andere Botschaft zu gehen, die deutsche hat halt den "strengsten Ruf" da unten.
Wenn sie angegeben hätte "kein Job", aber Aussichten auf a, b oder c, (oder: Rentnerin; oder: Hausfrau; oder: Kleinkinderziehung; oder: lebe von Einnahmen aus Immobilienbesitz) dann hätten durchaus Chancen auf ein Visum bestanden. Zumal sie schon zweimal Schengenvisa hatte und damit ihre Rückkehrabsichten bewiesen hat. Mit gefälschten Unterlagen ist die Ablehnung nun einmal sicher.

Ich habe selbst in Usbekistan gearbeitet - und habe nie verstanden, warum man es - gerade wenn es um deutsche Visa geht - nicht erstmal auf die ehrliche Art und Weise versucht und danach anfängt, sich krumme Wege zu überlegen. Es muss doch klar sein, dass herauskommt, wenn man eine fiktive Firma ohne funktionierende Telefonnummer angibt. Auch immer wieder gerne: Der Antragsteller wird überraschend von einem Mitarbeiter der Visastelle angerufen und soll seinen Arbeitgeber nennen (oder die Adresse desselbigen). Selbst das können viele nicht - weil sie auf irgendeinem Basar dubiose Dokumente kaufen und sie abgeben, ohne sie gelesen zu haben.

Bezüglich "strengster Ruf" - die Ablehnungsquote in Taschkent lag 2012 insgesamt bei unter 10 Prozent. Die Chancen auf ein Visum sind hoch - wenn man ehrlich ist. Aber die 91%, die ein Visum erhalten, posaunen das natürlich nicht laut heraus, während die 10% mit Ablehnungen dann auf die Deutschen schimpfen (aber meist nicht erwähnen, dass sie nicht ganz unschuldig an der Absage sind).



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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Stefanmst » Sonntag 27. September 2015, 23:12

Anelya hat geschrieben: Wenn sie angegeben hätte "kein Job", aber Aussichten auf a, b oder c,

Ich habe selbst in Usbekistan gearbeitet - und habe nie verstanden, warum man es - gerade wenn es um deutsche Visa geht - nicht erstmal auf die ehrliche Art und Weise versucht und danach anfängt, sich krumme Wege zu überlegen. Es muss doch klar sein, dass herauskommt, wenn man eine fiktive Firma ohne funktionierende Telefonnummer angibt.

Was sind denn Aussichten auf A / B oder C ?!
Sie lebt nur von Ihrem erspartem, da Sie früher einen sehr guten Job hatte und einen neuen Job annehmen will sich nicht, da man wohl angeblich nicht so viel Urlaub bekommt und wir uns dann gar nicht sehen könnten.

zurück zur Botschaft:
Sie haben sie wohl zig mal gefragt ob Sie heiraten will, was wir nicht wollen, denn so lange kennen wir uns noch nicht.

Vielleicht kam das etwas falsch im Text oben, die Firma existiert und die Rufnummer auch.
Ihre Mutter arbeitet in der Personalabteilung der Firma. Es hat jedoch keiner von der Botschaft angerufen und nach Ihr gefragt und was es mit der "Firma ist nicht registriert" auf sich hat, konnte ich leider nicht heraus finden.

Eigentlich war uns das Multivisa wichtig, da ich öfter mal nach Russland fliege und ich sie dann mitnehmen könnte bzw. sie wieder mit zurück nach Deutschland. Was leider mit Touristenvisa nicht geht.

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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Stefanmst » Sonntag 27. September 2015, 23:18

Die Frage ist nur, gehen wir wieder zur deutschen Botschaft oder zu einer anderen. (Sie sagte mir ja auch bei den Franzosen und Polen geht es einfacher) Aufgrund der Einladung bzw, der Verpflichtungserklärung und dem längeren Aufenthalt in Deutschland musste es in dem Fall ja die deutsche Botschaft sein.

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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Wladimir30 » Montag 28. September 2015, 07:10

Also das ist ja wirklich ein Rumgeeiere. Mal Hü, dann Hott. Wenn so auch der Antrag aussah, dann versteh ich schon, warum der Antrag abgelehnt wurde.

Ein Visum ist eine ernste Sache, das geht nicht einfach so, nach dem Motto Ich will das so und so, weil ich für mich gerade mal so angenehm ist. Der Staat, der das Visum ausgibt, hat seine eigenen Interessen, und es gilt, zunächst einmal diese zu akzeptieren. Ihr wollt was, also müsst Ihr Euch auch anpassen.

Wie hier schon geschrieben wurde. Erstmal mit der einfachen, ehrlichen Variante versuchen. Wenn es plausibel und für den Bearbeiter verständlich dargelegt ist, kann es ja so durchaus schon klappen. Je komplizierter Ihr es macht, desto größer die Chance, dass es nix wird.
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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Stefanmst » Montag 28. September 2015, 10:13

Also der Antrag sah normal und ordentlich aus und alle Papiere wurden eingereicht.

Wie ich anfangs schon sagte, wenn sie angibt, dass sie keinen Job hat, kann sie als Single Frau ohne Kinder und ohne Immobilie/ Land bei der Mutter lebend das Visum gleich vergessen, denn dann hat sie noch weniger Gründe zurück zu kommen.

Deshalb ist sie ja "gezwungen" beim Job zu flunkern. Das heißt nicht, dass ich dies gut heiße nur wenn es anscheinend keinen anderen weg gibt.

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Re: VISUM meiner Freundin aus UZ abgelehnt, was nun.

Beitrag von Anelya » Montag 28. September 2015, 11:12

Stefanmst hat geschrieben:Also der Antrag sah normal und ordentlich aus und alle Papiere wurden eingereicht.

Wie ich anfangs schon sagte, wenn sie angibt, dass sie keinen Job hat, kann sie als Single Frau ohne Kinder und ohne Immobilie/ Land bei der Mutter lebend das Visum gleich vergessen, denn dann hat sie noch weniger Gründe zurück zu kommen.

Deshalb ist sie ja "gezwungen" beim Job zu flunkern. Das heißt nicht, dass ich dies gut heiße nur wenn es anscheinend keinen anderen weg gibt.
Das ist schlicht und ergreifend nicht richtig. Der Antrag war eben nicht "normal und ordentlich", sondern mit gefälschten Dokumenten.
Es ist auch in Usbekistan absolut kein Problem, als vermögender Privatmann ein Visum ohne Arbeit zu erhalten. Situation erklärt, Vermögen nachgewiesen - guten Flug! Wenn dieses "Vermögen" natürlich darin besteht, dass sie kostenlos bei der Mutter wohnt und du sie mit 200 Dollar im Monat sponsert - ja, dann stimme ich dir zu, dann wird es schwierig.

Da du oft in Moskau bist - wenigstens da ist es doch kein Problem, sich mit der Freundin zu treffen. Da kann sie ja einfach hinfliegen.



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