Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.

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zimdriver
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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von zimdriver » Donnerstag 4. Februar 2016, 20:10

m5bere2 hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:
m5bere2 hat geschrieben: So ein Bonzenvisum habe ich leider nicht. :D
Was ist an einem Hochqualifizierten bonzig?!
Damit meinte ich, dass dieses Visum eher nicht nach Qualifikation (sondern pur nach Einkommen) vergeben wird. Als promovierter Laborleiter an einem Institut ist man für so ein Visum jedenfalls unterqualifiziert. ;-)

Ich glaube zwar, durch mein neues Projekt dürfte ich die Hochqualifiziertenschwelle geknackt haben. Nun habe ich aber RVP. Bringt es mir noch was, mir den Hochqualifiziertenstatus jetzt offiziell irgendwie "bescheinigen" zu lassen (abgesehen von Eltern einladen)? Ginge das überhaupt, wenn man RVP schon hat?

Vielleicht könnte ich den Hochqualifizierten-Vid beantragen, den finde ich aber doch ziemlich unattraktiv, da er ja an die Dauer des Hochqualifiziertenstatus gebunden ist... nix gekonnt irgendwie?
... VRP ist das Eine, VKS das andere. Der VRP kann nicht verlängert, sondern nur durch einen folgenden VnZh ersetzt werdrn. Will man daauf verzichten, muss man zum VKS zurückkehren/ den VKS beantragen.
Richtig ist, dass weder Diplom noch Dissertation den Hochqualifiziertenstatus bestätigen, sondern einzig die Steuererklärung. Womit wieder einmal eine deutsche Regelung kopiert wurde, wie gesagt, die Blue Card.



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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Donnerstag 4. Februar 2016, 21:04

Hat es mal jemand mit einer FMS-Einladung versucht? Ich sehe nichts, was einen längeren Aufenthalt / längere Visagültigkeit / mehrfache Einreise behindern würde.

http://www.rg.ru/2013/06/26/reglament-dok.html

Das Visaerleichterungsabkommen gibt leider für Eltern sonst keine Vergünstigungen, wie Mehrfachvisa / Visa bis 1 Jahr, somit ist das alles nur ne Kann-Bestimmung.

Meine SchwieMu hat ein mehrfachjahresvisum für Deutschland bekommen, das scheint mir aber eine Kann-Erteilung iVm bona fidae zu sein, damit SchwieMu nicht ständig Visa beantragt und Aufwand verursacht.

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von keksonline » Donnerstag 4. Februar 2016, 23:11

Okonjima hat geschrieben:Ich weiß aber eben auch keine Alternative. Businessvisum ist ja auch relativ teuer (Spomer 287,00€ für 12 Monate)
Mal versucht selbst in Russland eine Einladung zu organisieren? Es gibt durchaus Services die Einladungen für die unterschiedlichsten Visa vor Ort verkaufen. Wenn du sowieso öfters dort bist, kannst du so zumindest die Aufschläge der Services in Deutschland und eventuelle Portokosten für den Versand von RU nach D sparen. Bei humanitären Visa wird übrigens keine Visagebühr erhoben. Auf dem Visum selbst steht dann "культурные связи".
Zuletzt geändert von keksonline am Freitag 5. Februar 2016, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von zimdriver » Freitag 5. Februar 2016, 00:51

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Hat es mal jemand mit einer FMS-Einladung versucht? ....
... ich mache immer solche Einladungen für meine nahen und entfernten Familienangehörigen und Freunde

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von m5bere2 » Samstag 6. Februar 2016, 05:57

Okonjima hat geschrieben:Das geht ins Geld und vor allen Dingen auch auf die Pässe! Da gehen jedesmal 2 Seiten drauf.
Ansonsten regt mein Pass am Flughafen oder in Hotels eher nur zum schmunzeln an.
Ja gut, in Hotels... Aber meine Eltern wohnen ja auch noch bei mir. Und da kann es dann bei der Registrierung schonmal zu unangenehmen Fragen kommen, ob man dann wirklich Tourist ist, wenn der Gastgeber den gleichen Nachnamen hat wie der Tourist. Natürlich sind die irrelevant, denn meine gesetzliche Pflicht ist, sie zu registrieren, wenn sie bei mir wohnen, egal ob sie evtl. mit falschem Grund eingereist sind. Aber will man jedes Mal diese Rumlaberei? :?



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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von Norbert » Montag 8. Februar 2016, 07:26

Es ist ja nirgends definiert, was ein Tourist und was ein Gast ist. Ich frage dann immer nach einer entsprechenden schriftlichen Definition. Dann verstummen sie schnell. Nach den ersten zwei Besuchen "einfach nur so" fahren wir inzwischen immer irgendwohin mit meinen Eltern, denn zum zehnten Mal Novosibirsk anschauen wäre kein wirklicher Anreiz mehr. Und spätestens dann ist doch die Frage - wenn meine Mutter mit mir zusammen in den Altai fährt: Ist sie dann Touristin oder Gast?

Aber ich bleibe bei der Empfehlung: Für kulturellen und wirtschaftlichen Austausch ist es möglich, langfristige Visa zu bekommen. Mit einer formlosen (!) Einladung. An dieser Stelle würde ich mal schauen, ob sich da nicht etwas finden lässt.

(Auf der anderen Seite, ich habe dies nie gemacht, weil im Vergleich zu Flug, etc. die Visakosten und der Aufwand dafür das geringste Übel sind.)

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von m5bere2 » Montag 8. Februar 2016, 08:53

Norbert hat geschrieben:(Auf der anderen Seite, ich habe dies nie gemacht, weil im Vergleich zu Flug, etc. die Visakosten und der Aufwand dafür das geringste Übel sind.)
Die Visakosten sind nicht zu unterschätzen: meine Eltern waren jetzt zweimal hier als Tourist, beide Male haben sie je 100 Euro für ein Visum hingelegt. Also haben sie schon 400 Euro alleine für Visa gelassen, das wäre schon der Preis für Hin- und Rückflug für eine Person für's nächste Mal!

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von Okonjima » Montag 8. Februar 2016, 13:14

m5bere2 hat geschrieben: Ja gut, in Hotels... Aber meine Eltern wohnen ja auch noch bei mir. Und da kann es dann bei der Registrierung schonmal zu unangenehmen Fragen kommen, ob man dann wirklich Tourist ist, wenn der Gastgeber den gleichen Nachnamen hat wie der Tourist. Natürlich sind die irrelevant, denn meine gesetzliche Pflicht ist, sie zu registrieren, wenn sie bei mir wohnen, egal ob sie evtl. mit falschem Grund eingereist sind. Aber will man jedes Mal diese Rumlaberei? :?
Da mach ich mir mittlerweile auch keinen Kopf mehr - ich wohn ja auch bei meiner Freundin wenn ich in RUS bin. Wegen der
Registrierung sind wir da auch schon abgezockter geworden. Bis 7 Werktagen lass ich mich garnicht mehr registrieren.
Und selbst wenn es mehr war, hat bei der Registrierung noch nie jemand wegen meinem Touri-Visa dumme Fragen gestellt.
Nur mal so als Beispiel - letzte Einreise im Dez.2015 mit Touri-Visa am 25.12., dann bis 03.01. bei meiner Freundin in V.Novgorod
ohne Registrierung, danach ab 04.01. mit Registrierung durch Hotel in Petrozavodsk. Aufenthalt in Petrozavodsk hatte ich bei
Beantragung des Visa nicht angegeben - hat alles Keinen interessiert. :D
Vielleicht hab ich aber auch immer nur Glück gehabt bisher...

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von m5bere2 » Montag 8. Februar 2016, 14:08

Okonjima hat geschrieben:Vielleicht hab ich aber auch immer nur Glück gehabt bisher...
Ich bin mit meiner Frau (die ihren ständigen Wohnsitz zu der Zeit in Tomsk registriert hatte) im Zug von Moskau nach Kaliningrad gefahren. Da haben sich schnell 5 Grenzer in schwerer Montur um mich versammelt und mir ein Mann mit weißem Anzug, weißem Hut und Aktenkoffer mal eben diverse Fragen gestellt, ob ich wirklich ein Tourist sei. Die wollten ja alle möglichen Hotelrechnungen, Reiserouten, usw. Wollten wissen, was wir uns in Kaliningrad angucken wollen, etc.

Abgezockt wurde ich nie. In dem Fall waren wir auch wirklich gemeinsam Touristen.

Und wie Norbert sagt, die die Abgrenzung zwischen Tourismus und Besuch ist matschig. Aber jemanden von meinem Recht überzeugen, wenn ich mich selbst nicht im Recht fühle, ist mir sehr unangenehm, also wenn ich selbst der Meinung bin, dass der Elternbesuch keinen Tourismus mehr darstellt und ich den Tourismusbegriff da SEHR weit ausdehne. Würde ich mit ihnen in den Altai oder noch woanders hinfahren, fiele mir das einfacher, weil es dann auch in meinen Augen wieder teilweise Tourismus wäre.

Gesetz und Moral sind eben doch zwei verschiedene Sachen.

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Re: Langzeit-Privatvisum für die Eltern?

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Montag 8. Februar 2016, 14:57

m5bere2 hat geschrieben: Ich bin mit meiner Frau (die ihren ständigen Wohnsitz zu der Zeit in Tomsk registriert hatte) im Zug von Moskau nach Kaliningrad gefahren. Da haben sich schnell 5 Grenzer in schwerer Montur um mich versammelt und mir ein Mann mit weißem Anzug, weißem Hut und Aktenkoffer mal eben diverse Fragen gestellt, ob ich wirklich ein Tourist sei. Die wollten ja alle möglichen Hotelrechnungen, Reiserouten, usw. Wollten wissen, was wir uns in Kaliningrad angucken wollen, etc.
Schöne Show würde ich sagen.

Man muss schon sehr abgebrüht sein, aber warum sollte man nicht den Herrn im weißen Anzug fragen: Можно увидеть Ваше служебное удостоверение? Позвольте, у Вас в данной ситуации какая функция?

Bei mir ist in Stallupönen / Nesterow mal der Grenzer mit Pass und Migrationskarte abgehauen, weil ich zu dem Zeitpunkt die MK Modell "Moskau" und nicht Modell " Kaliningrad " hatte (2005 gab es zeitweilig unterschiedliche Vordrucke). Meinem Mitreisenden wich die Farbe aus dem Gesicht. Ich blieb abgebrüht sitzen. Nach 5 min. kam der Grenzer wieder und wünschte eine gute Reise.



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