Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

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Moderator: Norbert

Baikalheike

Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike » Freitag 7. Mai 2010, 19:04

Hallo Forumsfreunde

Ich, Ute, schreibe dies für meine Freundin Heike.
Sie will !! nach Russland an den Baikalsee auswandern, ist 49 Jahre alt alleinstehend 2 erwachsene und woanders lebende Söhne. Dauerhafte Frührentnerin mit einer mtl. Rente von 500.- plus Erspartem und was ihre die Tante so zusteckt.
Sie will nicht auf Urlaub dort hin, sondern dauerhaft für immer. Ihr Geld reicht nicht um nach 3 Monaten ( Geschäftsvisum ) ständig ein und aus zu reisen. Sie will ja auch nicht zum arbeiten nach Russland, sondern zum leben.
Einen kleinen Hof kaufen oder mieten und ihr Gemüse anbauen und ein paar Hühner halten. Mal einen Fisch angeln.
Also wie gesagt, sie hat ihre Rente, die ja auch nach Russland gezahlt wird.
Die Krankenversicherung ist auch klar, die Impfungen dann auch.
Die ersten Tage möchte sie in Nikitas Homestead auf Olchon verbringen und sich dort weiter orientieren.
Nun gibt es ja auch kein Multivisum mehr und mit 2 Pässen ist viel zu riskant und zu teuer.
Wie gesagt ständig hin und her geht nicht.
Meine Frage nun: was muss sie als einwanderungswillige Rentnerin tun um dauerhaft in Russland bleiben zu dürfen ?
Alles was wir gelesen haben hat immer mit arbeiten und Arbeitstellen zu tun, dass ist aber nicht der Fall.
Sie hat ihr Auskommen ,ihre Krankenversicherung.
Welche Schritte muss sie tun ?
Weiß jemand Rat ?

Vielen Dank
;)



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werner
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von werner » Freitag 7. Mai 2010, 22:01

Hallo Ute,

es ist mir eine Ehre Dich hier begrüssen zu dürfen. Aber woher hast Du die Info, dass die Deutsche Rente gebührenfrei
monatlich nach Russland gezahlt wird. Bisher habe ich noch nie einen deutschen "Rentner" getroffen, der lebenslang
nach Russland gezogen ist. Ausser einem deutschen Komponisten, aber das war um das Jahr 1900 ;)

Mit besten Grüßen von Werner
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Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike » Freitag 7. Mai 2010, 23:09

Hallo Werner, Hallo Forum

Danke für das nette Willkommen :D
Meine Freundin wird erstmal ihr Konto hier behalten und mit DKB Casch ihr Bares dort holen.
Gezahlt wird die Rente, diese Auskunft hat sie von der BfA. Macht sie wenn alles so läuft wie erhofft dann in Irkusk oder so ein Konto wo auch immer, klar wird der russische Staat sich was abzwacken, oder es fallen Gebühren an.
Das waren aber nicht meine Fragen an das Forum! :(

Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike » Freitag 7. Mai 2010, 23:53

Hallo Forum, nochmal ich selbst

Habe eben ein paar alte ( 2 Jahre ) Forumsbeiträge zum Thema Wohnrecht / Aufenthaltsgenehmigung durch gelesen und habe da doch mal Fragen :

Okay gehen wir davon aus, sie bekommt Visum und Einladung ( bekommt man in jedem russischen Reisebüro in Berlin ) oder die Einladung kommt direkt vom Hostel / Nikitas Homestead. Sie hat ja erstmal nur ein Touristen/ Geschäftsvisum was ja zeitlich befristet ist. Sie kann nicht hin und herreisen. Das Wohnrecht bekommt sie evtl. von irgend jemanden auf Olchon.
Wo und wann muss sie die Aufenthaltsgenehmigung beantragen ?

Kann sie das dann dort machen oder noch vor ihrer Reise ?

Wer kann, wir haben 2010, mir das sagen ? Und ich wiederhole mich, aber sie hat ihre Rente und wird niemanden zur Last fallen. Sie will einfach dort leben.

Danke und Tschüß
Baikalheike

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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von werner » Samstag 8. Mai 2010, 00:59

Sie müsste einfach in Deinem bezeichneten Reisebüro in Berlin nachfragen oder im Russischen Haus auf der
Friedrichstrasse zu Berlin. Hier im Forum denke ich, befindet sich kein Russischer Botschafter der Russ.Föderation.
Sie lesen bestimmt mit, aber ihre Entscheidungen treffen sie eigenständig.
Manchmal schickt die Konkurrenz von unserem Forum "Trolle" die blöde Fragen stellen und dann schnell wieder
verschwinden, aber das gehört zum Leben dazu. ;)
Auf jeden Fall werde ich Dich bei allen aufkommenden Fragen nach besten Wissen unterstützen...

Mit besten Grüßen von Werner
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zimdriver
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von zimdriver » Samstag 8. Mai 2010, 07:49

Es gibt auf Olkhon bereits eine Deutsche, die dauerhaft dort lebt. Sie kam dahin der Liebe wegen.
Nikitas Homestead? Meinst Du seine Blockhäuschen, die er vermietet?
Oder möchte die Freundin a la Sternenflüstern ein Haus samt Kühen mieten?
Auch wenn es weit weg ist, von D aus gesehen: Ganz so billig ist es auch am Baikal nicht mehr... Seine Schönheit haben auch andere erkannt.

Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike » Samstag 8. Mai 2010, 11:34

Guten morgen Werner, Zimdriver und Forum :D

Danke für Eure Antworten. Also ich bin kein Troll, sondern einfach nur eine gute Freundin die ihrer Freundin behilflich sein möchte, damit diese ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen kann.
Wir leben in Wolfsburg Niedersachsen, da ist das Konsulat in Hamburg zuständig. Na und der erste Kontakt dorthin war sehr ruppig und kurz und ohne Befriedigung. Ich war der Meinung wir haben mit der Putzfrau gesprochen.
Ja es soll schon sowas wie bei Sternflüstern sein, nur ohne Kühe und Pferde, das wäre für sie zuviel. Nur Gemüse und Hühner und Fisch zur reinen Selbstversorgung. Zu ihrer Person: sie ist 49 Jahre alt, MS krank aber noch mobil, hat keinen Führerschein und ist alleinstehend und will es auch bleiben. Sie braucht die Natur, nicht zuviel Trubel, isst kein rotes Fleisch, Arzthelferin, dann Lehramt studiert aber ohne Examen wegen ihrer Krankheit, hat schon gut russisch gelernt.
Es muss nicht Olchon sein, aber in Baikalnähe schon.
Nikitas Camp hatte sie schon mal im TV gesehen und seine Seite im Netz ist sehr schön.
Wenn es auf Olchon schon eine Deutsche gibt wie Zimdriver schreibt, ist es möglich Kontakt auf zu nehmen ?
Nur heiraten will Heike niemanden, sie ist ein Eigenbrödler.
Nach wie vor ist ihr Hauptproblem nicht nach 3 Monaten wieder weg zu müssen, das geht nicht, da sie hier alles aufgibt, ihre Wohnung, ihre Möbel usw. Sie kommt mit einem Rucksack mehr nicht, alles andere will sie für immer hinter sich lassen.
Deshalb nochmal die Frage, wann und woher bekommt sie dann eine Aufenthaltsgenehmigung?
Als Reisebüro haben wir Vostok in Berlin rausgesucht. Ist das okay? Machen die wirklich alles?
Wir sind für jede Hilfe sehr dankbar.
Liebe Grüße, Baikalheike

bauplan
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von bauplan » Samstag 8. Mai 2010, 12:52

Baikalheike hat geschrieben: MS krank aber noch mobil,
Damit dürften die Probleme schon anfangen. Wie sollte denn eine vernünftige Krankenvorsorge funktionieren?
Wenn sie einen Aufenthaltsstatus in Russland bekommen sollte, wovon ich nicht ausgehe, wer zahlt dann?

Warum sollte Russland ihr einen Aufenthaltsstatus gewähren? Sie arbeitet nicht, ist nicht verheiratet, nichts, was das rechtfertigen würde.

Ich möchte dir nicht alle Hoffnung nehmen, aber ich sehe das als äußerst unwahscheinlich an.

Ferner ist es nicht mehr so einfach mit 500 euro Rente in Russland zu leben, ausser, man hat Wohneigentum.

Rente hast du ansonsten recht, die wird Überwiesen und das kostet nur die üblichen Bankgebühren.

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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Marco » Samstag 8. Mai 2010, 13:52

Sehe ich ähnlich wie bauplan.

Eine Aufenthaltsgenehmigung wird es kaum geben. Selbst Ehepartner haben ja schon diverse Schwierigkeiten. Und eine MS-Kranke mit 500 Euro regelmäßigem Einkommen, die für Russland keine Krankenversicherung hat, wird erst recht keine bekommen.

Das klingt zwar hart, aber man sollte den Realitäten leider ins Auge blicken.

Und Vostok&Co kann euch da auch nicht weiterhelfen. Diese Reisebüros sorgen lediglich für ein Visum für Leute, die nicht dauerhaft in Russland bleiben wollen.

Heike kann natürlich versuchen, mit Touri Visum einzureisen und sich eine Aufenthaltsgenehmigung zu besorgen, aber einen Erfolg kann man beileibe nicht garantieren

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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von bella_b33 » Samstag 8. Mai 2010, 15:51

bauplan hat geschrieben: Warum sollte Russland ihr einen Aufenthaltsstatus gewähren? Sie arbeitet nicht, ist nicht verheiratet, nichts, was das rechtfertigen würde.
Monatlich 500€ Einkommen ist weit über der Minimalgrenze von glaube 4000rub. Also sollte das finanzielle kein direktes Problem darstellen. Man sagt ja, monatliche Einkünfte und nicht "Arbeit"(Miet- sowie Zinseinkünfte, Rente usw.) Aber wenn man schon krank ist, dann ist Russland vielleicht wirklich nicht das richtige Ziel für den Lebensabend.

Gruß
Silvio
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