Formel 1 im Kosmos

Wer von den seichten Gewässer des Rus-POP in die Tiefen der Wissenschaft vordringen möchte, findet hier sein Terrain. Literatur, Bildende Kunst, Musik, Kinematografie und alles was intellektuellen Background hat kann hier diskutiert werden.

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Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Axel Henrich » Donnerstag 1. November 2012, 02:58

Heute um 11:41:18 Uhr hat der Start des Frachters M-17M stattgefunden. Keine 6 Stunden spaeter (!), um 17:33:36 Uhr erfolgte das automatische Kopplungsmanoever mit der ISS.
Die Ladung - gesamt 2400 kg - bestand zur Haelfte aus Treibstoff fuer die Station, um Sie auf ihrem Orbit/Umlaufbahn zu halten, Wasser, Luft/Sauerstoff.
Die restlichen 1247 kg bestanden aus wissenschaftlicher Ausruestung, Ausruestung und Teile fuer die Station, Lebensmittel, Mittel zum Brandschutz und fuer die Medizinische-, Sanitaer-hygiensiche Versorgung.

http://www.federalspace.ru/main.php?id=2&nid=19653
http://www.federalspace.ru/main.php?id=2&nid=19655

-ah-



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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 1. November 2012, 10:39

Dann war die aber nicht von Mercedes die Rakete.... Trotz "M" im Namen....
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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 1. November 2012, 11:05

Hut ab! Das ging ja schnell!
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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von ChrisGhia » Donnerstag 1. November 2012, 12:04

Die werden wohl ein russisches Navi gehabt haben
"Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen." Walter Röhrl

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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Axel Henrich » Donnerstag 1. November 2012, 12:07

bella_b33 hat geschrieben:Hut ab! Das ging ja schnell!
Beim 1. Versuch im August brauchten Sie 5 h 43 Min ... und ab naechstes Jahr soll das System auch fuer bemannte Fluege verwendet werden.

Beam me up Scotty ... ;)

-ah-



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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 1. November 2012, 12:18

ChrisGhia hat geschrieben:Die werden wohl ein russisches Navi gehabt haben
ich hab ein russisches Navi von 2009.....kann ich Dir gern überlassen, wenn Du es vorm Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abfängst :lol: :lol: :lol:
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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von harald63 » Donnerstag 1. November 2012, 14:33

Das alte Verfahren mit Anflug während zweier Tage bot mehr Korrekturmöglichkeiten und war vielleicht auch etwas spritsparender. Aber zu dritt zwei Tage in einer Sojuz ist kein Spaß und die Besatzungen werden froh sein, künftig schneller anzukommen. Das Shuttle ließ sich auch immer Zeit, bot aber mehr Komfort für die Besatzung und man lässt heutzutage den Leuten eh ein, zwei Tage Zeit, sich an die Schwerelosigkeit anzupassen bevor man sie richtig mit Arbeit eindeckt. Damals, Anfang der 1970er, flogen die Skylab-Besatzungen auch innerhalb weniger Stunden zur Station. Ich vermute, weil das dazu verwendete Apollo-CSM jede Menge Geschwindigkeitsreserven für Bahnänderungen hatte. Ursprünglich konnte es ja sich und ein LM in eine Mondumlaufbahn einbremsen sowie sich selber wieder Richtung Erde treiben. Das ist schon etwas mehr Bums als so eine Sojuz hat, die ja ursprünglich nur für eine Mondumfliegung auf einer Freiflugbahn vorgesehen war, also ohne in eine Mondumlaufbahn einzutreten. So ähnlich, wie das bei Apollo 13 zwangsweise der Fall war.

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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Axel Henrich » Freitag 2. November 2012, 01:09

Noch ein interessantes Detail in dem Zusammenhang ...
Der Frachter M-17M, der gestern erst an der ISS angekoppelt hatte, kam heute Nacht gleich nochmal zum Einsatz. Weil die Reste eines amerikanischen Satelliten auf Kollisionskurs mit der ISS waren, wurden die Triebwerke der M-17M gestartet um die Umlaufbahn der ISS etwas "anzuheben" und Sie somit aus dem Gefahrenbereich manoevriert.

Zum Thema Weltraumschrott:
Schrott im Weltall: Bedrohung für die Raumfahrt
Mitte Oktober brach die russische Raketenstufe Bris-M in erdnaher Umlaufbahn auseinander. Laut Berechnungen von Spezialisten zerfiel der Booster in fünf große Bruchstücke, die sich auf eine Höhe von 5000 km bis 250 km über der Erde verteilten. Die Bruchstücke stellen eine Gefahr für die Raumflugkörper dar, die sich auf diesem Orbit befinden. Dazu gehört auch die ISS, die auf einer Höhe von ungefähr 400 km um die Erde kreist.
Der Weltraummüll unterliegt, wie alle materiellen Objekte auf der Welt, den Gesetzen der Schwerkraft. Deshalb nähert er sich allmählich der Erdoberfläche und tritt irgendwann einmal in die Erdatmosphäre ein und verglüht darin. Doch dieser Prozess dauert sehr lange. Für Objekte, die in einer Höhe von weniger als 600 km „weggeworfen" wurden, dauert er mehrere Jahre. In einer Höhe von 800 km vergehen dafür bereits mehrere Dutzend Jahre und bei einer Ausgangshöhe von 1 000 Kilometern dauert der Prozess ein ganzes Jahrhundert. Die Zunahme des Weltraumschrotts übersteigt dabei bei Weitem dessen natürliche Entsorgung.


Der Schrott ist aufgrund seiner enormen Geschwindigkeit von ungefähr 10 km/s eine große Gefahr.
-ah-

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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Dietrich » Freitag 2. November 2012, 12:40

Die ISS ist wohl den Trümmern des US Kommunikationsatelliten Iridium 33 ausgewichen. Pass ganz gut, dass da die Russen mitgeholfen haben, sind sie doch nicht ganz unschuldig an diesen Trümmern:
Am 10. Februar 2009 stieß der Iridium-Satellit 33 mit einer Relativgeschwindigkeit von 11,6 km/s mit dem ausrangierten russischen militärischen Kommunikationssatelliten Kosmos 2251 zusammen. Beide Satelliten wurden dabei zerstört.
http://de.wikipedia.org/wiki/Iridium_%2 ... ssystem%29
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Re: Formel 1 im Kosmos

Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 4. November 2012, 02:31

Dietrich hat geschrieben:Die ISS ist wohl den Trümmern des US Kommunikationsatelliten Iridium 33 ausgewichen.
Ja, laut Interfax waren es im Laufe des 1.11. sogar 6 Annaeherungen von Bruchstuecken. Bereits am 13.1. dieses Jahres musste die ISS einem Bruchstueck dieses Satelliten ausweichen.:
"Прогнозируется шесть близких сближений обломка с МКС в течение 1 ноября. [...] По данным НАСА, первое сближение обломка американского спутника может произойти 1 ноября в 5:20, а последнее (шестое) - в 14:04.
Это уже не первая опасность, которую представляет обломок спутника "Иридиум-33" для МКС. 13 января текущего года Центр управления полетами провел маневр уклонения МКС от фрагментов этого спутника.
Fuer das Ausweichmanoever wurden die Motoren fuer ca. 406 Sekunden gezuendet und gaben der ISS damit einen Impuls von 0,5 m/Sekunde. Somit befindet sie sich jetzt auf einer Hoehe zwischen 408-429 km.
Для маневра уклонения от "космического мусора" использовался российский грузовой корабль "Прогресс М-16М", который придал станции импульс в 0,5 м/с. Двигатели корабля отработали около 406 секунд. Благодаря коррекции минимальная высота орбиты станции, по предварительным данным, увеличилась до 408,4 км, а максимальная высота - до 429,02 км.
Uebrigens wird in den Medien ueberall geschrieben, dass fuer das Ausweichmanoever der Frachter M-16M verwendet wurde. Die Nr. 16 ist der, welcher bereits im August in 5 h 43 Min an die ISS angedockt hatte. Jetzt am Mittwoch startete die Nr. 17 und brauchte 5h 52 Min.

-ah-



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