Eurovision Song Contest in Kopenhagen

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Dietrich
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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Dietrich » Dienstag 13. Mai 2014, 17:21

_RGP_ hat geschrieben:Hattest du nicht vor ein paar Tagen irgendeine Onlineumfrage über beliebte Politiker kritisert, weil da offensichtlich die Russen sich gegenseitig den Link geschickt, und für Putin gestimmt hatten?
Noe, hatte ich nicht....
_RGP_ hat geschrieben:Glaubst du nicht, daß sich jede russische Schwuchtel (wie überall sonst in Europa) am Samstag die Finger wundgewählt hat?
Gibt es dafür irgendwelche Hinweise oder sogar Aufrufe im Internet? Aber trotzdem schön, dass du durch deine Wortwahl gleich deine Einschätzung klar gemacht hast....
_RGP_ hat geschrieben:Auf alle Fälle sehr gewagt, die Telefonabstimmung als Zeichen des Prostests gegen das Anti-Hompropagandagesetz verstehen zu wollen.
Ob das gewagt wäre, wenn ich das so dargestellt hätte wäre auszudiskutieren. Da ich aber nichts von Protest geschrieben habe, sondern nur den meisten Russen einen Rest von Toleranz trotz staatlicher Antischwulenpropaganda "unterstellt" habe ("die Russen waren da schon mal weiter"), können wir uns diese nutzlose Diskussion glücklicherweise sparen ;-)
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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Xottabych » Dienstag 13. Mai 2014, 17:28

Romy80 hat geschrieben:Es ist doch eigentlich nahe liegend, dass in einem Land, wo traditionelle Werte und Familienwerte sehr hoch gehalten werden, eine gewisse Intoleranz gegenüber Homosexualität da ist.
Das halte ich auch nicht für entscheidend. Ich denke, allgemein gibts es ganz unterschiedliche Ursachen für Homophobie, je nach Kulturkreis mit variierenden Schwerpunkten. In afrikanischen oder arabischen Ländern hat es mehr mit religiösen Dogmen und Männlichkeitsidealen zu tun, in Russland (und allen anderen Ländern Europas) sehe ich neben diesen beiden Aspekten aber vor allem einen Zusammenhang mit völkischen Denkmustern. Die Homophobie geht ja in unseren Ländern nicht ohne Grund oft Hand in Hand mit Rassismus und Nationalismus.

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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Gunnar » Dienstag 13. Mai 2014, 17:48

klaupe hat geschrieben:Ja, und vor 1945 verfuhr man auch nach dem Verfahren wie bei der Umfrage bei Odnoklassniki: 1. Erschiessen, verbrennen und begraben.

Ich finde schon die Fragestellung skandalös, noch mehr das Ergebnis. Da reicht mein Humor nicht mehr aus und ich will ihn auch nicht daran verschwenden.
Offensichtlich finden potentielle Mörder mehr Akzeptanz, als Homosexuelle.
... und TV Doschd steht dafür fur eine weitaus weniger ketzerische Umfrgage vor dem aus. Man drehts halt so wie man es gerade braucht :roll:
Zu Fall bringt den Sender eine Umfrage, die die Konservativen Russlands aufregt: Doschd hat es gewagt, seine Zuschauer zu fragen, ob im Zweiten Weltkrieg mehr Menschen die Blockade Leningrads überlebt hätten, wenn die Stadt den Deutschen übergeben worden wäre.
http://www.3sat.de/page/?source=/kultur ... index.html

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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Dietrich » Dienstag 13. Mai 2014, 18:22

Man sieht doch bei dieser "Umfrage" schon an der Art der Fragestellung, was da gefordert wird.
Entweder man bringt die Schwuchteln um, oder man ist selber eine.

Echt arm sowas.
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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Gunnar » Dienstag 13. Mai 2014, 18:31

Dietrich hat geschrieben:Man sieht doch bei dieser "Umfrage" schon an der Art der Fragestellung, was da gefordert wird.
Entweder man bringt die Schwuchteln um, oder man ist selber eine.

Echt arm sowas.
Ehrlich gesagt hab ich noch nie das Problem verstanden, das (vor allem) konservative Männer mit Schwulen haben. Sie müssten doch eigentlich froh sein, weil die nicht als Nebenbuhler um ihre Frauen in Frage kommen. Es schwingt immer mit, als hätten sie Angst, selbst schwul zu werden. Absurd.
Und die eigenen Kinder werden garantiert nicht davon homosexuell, dass Sie sehen und wissen, dass es das auch gibt. Neigungen sind fest verankert und nicht trainierbar.
Die Homophobie kommt mir in diesen Fällen immer fast wie ein Spiegel vor, in den diese Leute nicht blicken können, weil sie sich vielleicht dort selbst sehen ...



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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Dietrich » Dienstag 13. Mai 2014, 18:38

Gunnar hat geschrieben:Und die eigenen Kinder werden garantiert nicht davon homosexuell, dass Sie sehen und wissen, dass es das auch gibt. Neigungen sind fest verankert und nicht trainierbar.
Aber es könnte ja sein, dass sie diese Veranlagung haben und dies plötzlich auf diese Art und Weise erkennen.

Da ist es vielen lieber, dass der eigene Sohn sein Leben lang unglücklich als heterosexueller lebt, der irgendwie mit seiner Sexualität nicht klarkommt, aber nicht realisiert hat, woran das liegt. Auch wenn derartige Verwirrungen dann unter Umständen in sexuelle Straftaten münden können.
Hauptsache nach außen hin ist die heile Welt perfekt. Ähnlich wie im Tatort am Sonntag, wo die Mutter des Mädchens bis zuletzt den blauen Augen ihrer Tochter mehr vertraute als den eindeutigen Ermittlungsergebnissen der Polizei.
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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von Sibirier » Dienstag 13. Mai 2014, 18:54

@Gunnar: ich persoenlich habe nichts gegen Schwulu/Lesben. Hatte schon Mitarbeiter.. Aber, wenn ich 2 Schwule sich kuessen sehe, muss ich raus gehen. Bei einem hetero Paerchen finde ich es zwar nicht immer unbedingt passend, aber sonst ok...Ok, mag in dieser Zeit wohl schon mein Problem sein.

Richtige Transvestite macht mir eigentlich auch nichts aus, wie z. B. Diese Olivia. Aber, wie der Oesterreicher, nichts "ganzes" finde ich schon wieder bloed. [shitstorm] Jetzt koennt Ihr auf mich einhauen...
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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von CSB_Wolf » Dienstag 13. Mai 2014, 19:17

Ich sehe es wie Sibirier, was noch dazu kommt, es ekelt mich an wenn sich Zwei Männer in aller Öffentlichkeit abknutschen, dafür habe ich keine Toleranz, was sie zu hause machen interessiert micht nicht. Daselbe ist wenn nachts immer diese drecks Werbung im TV für Schwule kommt, ich finde das geht eindeutig zu weit, sorry aber das ist meine Meinung und dazu stehe ich.

Gruss
wolf

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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von klaupe » Dienstag 13. Mai 2014, 21:55

Dietrich hat geschrieben:
_RGP_ hat geschrieben:Glaubst du nicht, daß sich jede russische Schwuchtel (wie überall sonst in Europa) am Samstag die Finger wundgewählt hat?
Gibt es dafür irgendwelche Hinweise oder sogar Aufrufe im Internet? Aber trotzdem schön, dass du durch deine Wortwahl gleich deine Einschätzung klar gemacht hast....
Genau da beginnt es ja mit dieser Intoleranz und öffentlichen Verunglimpfung. Kann man die nicht einfach so lassen, wie sie sind? Man kann sie problemlos ignorieren, wenn man so etwas ablehnt.
Was aber je nach Region/Land unterschiedlich ist, ist der Spagat zwischen demonstrativer Ablehnung und Popularisierung.
Schwule, wie der Berliner Bürgermeister Wowereit sind freundlich, kultiviert und höflich, machen ihre Arbeit und was sie privat machen geht mich einen Scheißdreck an. Bei öffentlichen Gesellschaftsauftritten bringt er auch seinen Partner mit und sehr viele halten ihn für einen Kollegen oder Bodyguard. Die müssen weder knutschen, Händchen halten oder sich tief in die Augen sehen. Dafür haben sie woanders sicherlich Gelegenheit.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Eurovision Song Contest in Kopenhagen

Beitrag von ThomasKlein » Sonntag 18. Mai 2014, 02:15

Ja, ignorieren tu ich solche Sendungen mittlerweile überwiegend.
Leider aber werden immer mehr Sendungen in der Medienlandschaft
von solchen " komischen Leuten " dominiert.

Ich schmeiß mal eben den TV aus dem Fenster....



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