Historische Romane auf Russisch

Nachhilfeunterricht und Sprachkurse sind in dieser Rubrik zu finden. Hier können auch Eigenarten im Russischen und Deutschen diskutiert werden. Wer Hilfe beim Übersetzen braucht, sollte in diesem Unterforum eine Anfrage stellen.

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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 22. August 2017, 09:46

Na ja, nee, ein Banause biste deswegen noch lange nicht. Ich hab das nur so flapsig geschrieben, dass Du da Recht hast und hab das dann später doch recht bereut.

Banause wärst Du dann, wenn Du Dich gleich gar nicht für Kunst interessieren würdest. Das glaube ich aber nicht.

Etwas anderes ist es, wenn jemandem der Zugang fehlt. Nicht jedem fällt es z.B. leicht, Fremdsprachen zu lernen. Ist halt so. Und nicht jeder kann eben ekennen, warum das Schwarze Quadrat Kunst ist. Oder warum die "Todesfuge" das Ende der deutschen Dichtung und gleichzeitig den Versuch eines Neuanfangs nach einer politisch missbrauchten und sich auch selbst angebiedert habenden Dichtung darstellt. Eine äußerst schwere Geburt, wie ja das Gedicht auch selber zeigt. Sie spiegelt eben wieder, wie sehr sich die deutsche Dichtung verkauft und verrant hatte.

Literaturbesprechungen in der Schule sind in der Tat in der Regel ein Graus. Besonders, wenn dann noch die Frage kommt "Was wollte der Autor uns sagen?" So kann einem die Beschäftigung mit Literatur ein für alle Mal vergraust werden.

Sprich: Mach Dir keinen Kopf, Du bist mit Sicherheit kein Banause, nur weil Du Dich nicht für die dicken Schinken der Weltliteratur interessierst...
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Saboteur » Mittwoch 23. August 2017, 01:00

Norbert hat geschrieben: leichte Kost wie Remarque, damit kann ich etwas anfangen.
So wie meine Frau und ich. Die mich tatsächlich erst auf Remarque gebracht hat. Bei Dostojewski finde ich aber, dass zu dem Lesen ein gewisses Alter gehört und man muss ich auch ein bisschen daran gewöhnen. Versuch doch mal den Spieler zu lesen. Überschaubar und gut übertragbar in die heutige Zeit. Musste öfters grinsen dabei :)
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Dietrich » Mittwoch 23. August 2017, 12:17

Und wie sieht es mit anderer "relevanter Literatur" aus?

Wenn meine Frau mal wieder meint, ich sei doch soo ungebildet, weil ich nicht 100te Bücher während meiner Schulzeit gelesen habe, dann empfehle ich ihr immer den Sedgewick. Lesen UND verstehen, bitte!

Bild
O.K. den habe ich auch erst während des Studiums gelesen... aber ich habe mich auch während der Schulzit lieber mit Computer als mit Schiller und Co. beschäftigt.

Es gibt nun mal unterschiedliche Interessen.
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 23. August 2017, 12:33

Ist das denn auf russisch? Laut Buchdeckel hätte ich das jetzt mal nicht so vermutet....
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von m5bere2 » Mittwoch 23. August 2017, 16:30

Wladimir30 hat geschrieben:Ist das denn auf russisch? Laut Buchdeckel hätte ich das jetzt mal nicht so vermutet....
Es ist immerhin historisch. :lol:



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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 23. August 2017, 16:51

Na immerhin.
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Norbert » Mittwoch 23. August 2017, 17:31

Wladimir, ich glaube Dietrich will uns sagen, dass auch C eine sehr sehr schöne Sprache ist. Und erst die Dialekte, wie C++, C-Sharp oder C-Objects.

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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 23. August 2017, 19:33

Aha. Ja, da hab ich nun Null Ahnung von und konnte diesen Humor leider nicht würdigen.

Danke jedenfalls für die Klarstellung.
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 24. August 2017, 12:29

Es würde mich wundern, wenn es den nicht auch auf russisch gäbe ;-)

Und C selbst ist eigentlich nicht so toll ;-) Dann schon lieber eine der neueren Dialekte...
Wobei... außer ein wenig VBA programmiere ich ja selbst gar nichts. Manchmal würde ich ja gerne ABAP, aber da fehlt uns hier im Fachbereich die Entwicklerberechtigung. Auch wenn es ab und an viel schneller ginge, als mit unseren Programmierern über die zeitliche Umsetzung der Fachkonzepte zu feilschen.

@Wladimir: Es ging eigentlich eher um die Bezeichnung "Banause", wenn man die ganze historische Literatur eben nicht gelesen hat.
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Re: Historische Romane auf Russisch

Beitrag von Wladimir30 » Donnerstag 24. August 2017, 12:48

Dietrich hat geschrieben:Es ging eigentlich eher um die Bezeichnung "Banause", wenn man die ganze historische Literatur eben nicht gelesen hat.
Ich sach ja. Banause ist für mich jemand, der sich ÜBERHAUPT nicht für Kunst interessiert, es geht beileibe nicht (nur) um die historische Literatur. Deshalb heißt es ja auch oft "Kulturbanause", was eigentlich doppelt gemoppelt ist.

Ich würde von den hier Beteiligten niemanden als "Banause" bezeichnen wollen.

Ach ja, noch was dazu: Die Definition von einem literarischen Werk beinhaltet das Moment des Fiktiven. Hier ist dann z.B. die Grenze zu Geschichtsbüchern, die keine Fiktion enthalten (enthalten sollten....). Wenn in Geschichtsbüchern ein faktischer Fehler ist, kann das Buch als schlecht, falsch oder sonstwas bezeichnet werden. Wenn in einem historischen Roman Dinge stehen, die nicht mit den historischen Tatsachen übereinstimmen, dann ist es eben die Freiheit des Autors, aus dem ihm niemanden einen Strick drehen kann, ja, nicht darf. Das wird von der Politik oft übersehen, wenn sie Autoren mundtot machen wollen, weil sie historische Tatsachen verdreht haben. Das entscheidende Moment für die Beurteilung eines literarischen (Kunst-) Werkes ist die sprachliche Darstellung des Sujets, also dessen, was meist als "Inhalt" bezeichnet wird. Inhalt ist aber alles, vom ersten Wort bis zum letzten Wort, also auch die sprachliche Darstellung als solche etc. Hier wird es vielschichtig, wobei die verschiedenen Schichten sich überlappen können, widersprechen, ergänzen und und und. Hier zeigt sich eben die künstlerische Leistung eines Autoren. Hier schimmert beispielsweise das Genie Dostojewskijs durch. Das merkt man ganz einfach daran, dass wenn zwei Leute ein Wek über ein und dasselbe Thema schreiben, die Bücher sich vom Leseempfinden her vollkommen unterscheiden.

Sachbücher u.ä. haben keinen Anspruch auf die vielschichtige Darstellung fiktionaler Inhalte. Damit entfällt das, was das Künstlerische ausmachen kann, und damit ist es dann auch kein Werk der Kultur.

Vereinfacht und bewußt platt und plakativ gesagt: jemand, der sich für Kunst überhaupt nicht interessiert, der aber Sachbücher bergeweise in sich hineinfrißt, ist dennoch ein Banause.
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