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Mini-Wasserkraftwerk (russ. patentiertes Know-how)

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2005, 01:10
von Anonymous
Es geht um ein kompaktes Wasserkraftwerk, für den keine Staudämme (auch keine andere Extra-Bauten wie Kanäle oder Röhre) erforderlich sind.

-- Ein Anlageblock ist ca. 2 m breit, stört weder die Schiffahrt, noch Fische, ist öko- und landschaftsfreundlich. die ganze Anlage ist transportabel.
-- kann praktisch an jedem Gewässer (hauptsache - Fließwasser) verwendet werden. Selbst Flüße mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit sind geeignet.
-- Beschreibung ist hier zu finden:
http://www.lni.h12.ru/descr_ru.htm[/url]
http://www.lni.h12.ru
(leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. es gibt zwar eine Englisch-Version, aber kann sie nicht beurteilen, beherrsche Englisch nicht gut genug)

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In ein paar Tage findet die Zwischenprüfung einer solchen Anlage statt.
An der Anlage fehlt nur noch Stromgenerator, der muss noch angeschlossen werden. Also bei dem "Happening" sozusagen wird erstmals feierlich der Moment gemessen.
Achtung!
Falls jemand einen Stromgenerator o./u. einen Drehmomentvervielfältiger ausleihen kann - der (dieser lieber Mensch) darf zu dieser Inbetriebnahme kommen.

Wo: Das ganze findet im Sanaksarkij-Kloster, der neulich das Bau dieses Kraftwerkes bestellt hat. (Der Region, wo er liegt, wird der Republik Mordowien zugeordnet, wenn ich mich nicht irre.)
auf der Karte: http://www.sanaksar.ru/palomnikuhtml/karta1.htm

Die Interessenten, die über kein Generator und nicht einmal über ein Drehmomentvervielfältiger verfügen, dürfen vielleicht doch noch kommen.

Dort kann man sich also:
die Anlage ansehen,
den Erfinder kennenlernen,
+ Bonus: auch andere exotische Erlebnisse:
lebendige Mönche und das Leben eines russischen orthodoxen Klosters,
ein Paar Akademiemitglieder aus Sarow (Nachbarstadt des Klosters)
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der Erfinder heißt Nikolaj Iwanowitsch Linöw
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Sarow wird ein Atom-Schutzschild uznseres Landes genannt.
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Der Sanaksarskij Kloster ist unter anderem durch zwei seinen Hieligen bekannt:
der eine - der heilige Födor Sanaksarskij, ein Mönch, der Onkel des ruhmreichen unbesiegbaren russischen Admirals Födor Uschakow;
der andere - der Admiral selbst, der heilige Födor Uschakow, der seine letzten Tage dort verbracht hat und dort begraben wurde.
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genauere Angaben zum Stromgenerator usw. werden angegeben - wenn nötig.
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Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2005, 02:49
von Anonymous
dann hast du bloss einen nassen Generator, blacki
(der geht dabei auch kaputt, wenn es kein Tauchgenerator ist)
Der Generator ist eigentlich nötig, um die Drehungen in Strom zu verwandeln.

Die Anlage ist praktisch ein persönliches Kraftwerk, das den tschubais-freien Strom produziert. Quasi kostenlose Energie. Jedenfalls autonome.

Wasser als Energiequelle benutzen - das ist nicht neu. Normal wird aber die kinetische Energie von stürzendem Wasser benutzt - dafür werden Riesige Bauten errichet oder sehr schnelle Bergflüsse gebraucht. Oder auch Wasserfälle usw.

Das Besondere an dieser Anlage - die Energie aus relativ stillem Wasser zu gewinnen. In Russland sind die meisten Flüsse eben keine Bergflüsse.
Die Konstruktion der Anlage ist so, das die Geschwindigkeit des Wasserstromes, der auf die Schaufel wirkt, ist grösser als der des Flusses.
Ein anderer Prinzip als bei einer Wassermühle zB.

Ist es denn jetzt besser so, blacki?
Ich werde demnächst eine ausführliche Beschreibung vorbereiten.

Der Sinn des Ganzen ist
1) die solche Anlage kann den Energiebedarf z.B. von diesem Kloster decken.
2) sie kann überall, wo es einen Fluss gibt eingesetzt werden.
3) solche Anlagen werden jetzt stückenweise hergestellt. Wird aber an der serienmässiger Produktion gedacht. Das heißt - man wird es kaufen können und sein Häuschen irgendwo an der Lahn, geschwiegen denn an der Wolga mit Strom versorgen.

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2005, 08:51
von Bauleiter
hc_blacki hat geschrieben:...Kann ich mir den Generator auch ins Bad stellen? Da hab ich fließendes Wasser. :blumen:
Wuerde ich mich anschliessen Strom muss ich bezahlen, Wasser nicht. :D

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2005, 13:07
von Anonymous
Habe gelöscht ein paar Sätzte.
Sorry für Sarkasmus. ich versuche ihn mir abzugewöhnen, das ist manchmal nicht so leicht.

vom alten Posting bleibt der Satz:
Der Generator verbraucht kein Strom.

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2005, 16:26
von Bauleiter
Hier kommen die Experten zu Wort. Ich koennte mich biegen. Sag mal IKO was kostete ein solches Geraet fuer eine Abnahme von zb 10 KVA?

Verfasst: Freitag 1. Juli 2005, 04:22
von Anonymous
Bauleiter hat geschrieben: was kostete ein solches Geraet fuer eine Abnahme von zb 10 KVA?
Eine solche Wasserkraftwerkanlage besteht aus folgenden Komponenten:
1. ein Block (das Gehäuse, Platten, Kettenräder, Ketten)
2. ein Drehmomentvervielfältiger
3. ein Generator

Für die bisher gebauten Anlagen waren der Aufwand und die Kosten sehr unterschiedlich.

Variante A: So wurde eine kleine Partie (10 Blöcke) auf einem Werk gefertigt (jedoch Handarbeit), Metallausführung. Dabei kostete jeder Block 80 Tausend Rubel (fast 3 Tausend Euro). Es wurde dafür eine präzise Zeichnung des ganzen Systems, allen einzelnen Teilen gemacht (eine mitteldicke Mappe). Die Blöcke sind verkauft, können aber jederzeit hergestellt werden. Diese Variante ist nicht optimal, denn ein wenig teuer. (Aber auch bei solcher Ausführung kann bei serieller Produktion der Preis reduziert werden.)
Die betriebsfähige Anlage (Für die Flussgeschwindigkeit 1m/s) mit Generator für 10kVA in diesem Fall kostet ca. 8-10 Tausend Euro. Abmessungen des Blockes: 1,5x1,0x0,5m.
Wenn die Flussgeschwindigkeit ist 0,1m/s, sind zwei solche Blöcke nötig: der eine wird hinter dem anderen gestellt und der Generator wird nur an den hinteren Block angeschlossen. Der vordere Block dient in diesem Fall zur Beschleunigung des Wasserstromes (es wurde bereits erwähnt, dass dank der Konstruktion die Wassergeschwindigkeit am Ausgang des Blockes höher als am Eingang ist . Es wird also kein Strom gebraucht, um das Wasser zu beschleunigen, der vordere Block ist überhaupt nicht verdrahtet.). Auf solche Weise werden an einem solchen stillen Fuss dieselben 10kVA gewonnen.

Variante B: Der Block wird aus dem gebastelt, was zur Hand ist, und in diesem Fall können die Kosten lächerlich sein. Es müssen in diesem Fall aber ein Kettenrad, Generator und Multiplikator gekauft werden, die zwei letzteren sind kostspielig.

Die Anlage, die zur Zeit in Sanaksari gebaut wird, ist für 50kVA konzipiert. Flussgeschwindigkeit ist dort 0,5m/s. Und es werden also zwei Blöcke verwendet, je 6m breit. Sie werden genau so einer nach dem anderen platziert, wie oben beschrieben.
Die Blöcke werden aus dem Srott der Landbautechnik gebaut, die Kettenräder werden in Sarow extra gefertigt.
Der Generator und Multiplikator kommen im August an.
Fürs Ende Sommer ist Expertise am Ort geplant, die bereits erwähnten Physiker-Akademiemitglieder werden kommen. Die Interessenten können auch gerne kommen, um das ganze zu beobachten. (Sie melden sich aber am besten rechtzeitig, damit es für den Unterkunft einigermassen gesorgt werden kann.)
Die Kosten, die der Kloster trägt:
Generator für 50kW - ca. 30 Tausend Rubel
Multiplikator - weiss nicht
Kettenräder - weiss nicht, aber nicht gerade sehr teuer
Geld an den Autor, der das ganze eigenhändig baut und leitet. (Er wollte eigentlich erst kein Geld, der Vorsteher meinte dann, nein, du hast Familie, die du unterhalten musst, wirst also die Belohnung bekommen.)

Andere Varianten:
Einmal wurde der Block aus Holz ausgeführt (die Kettenräder auch).
Als Kette wurde einmal Plastikband von Bierverpackungen benutzt.
Und für die allererste Version der Anlage wurde ein Gerüst aus zwei alten
"раскладушки*" gebastelt, anstelle der Kette wurde Fallschirmfangleine (проще говоря, стропа) mit durchlaufend drauf befestigten kleinen Holzrunden (внимание! эти самые кружкИ были сделаны из черенка лопаты. Перестаньте смеяться, утрите слезы и читайте дальше. В следующем абзаце начинается самое интересное.) eingesetzt.

Die Konstruktion ist sehr leicht zu bauen. Jeder handwerklich geschickter Mann müsste es schaffen. Jeder darf diese Linöwsche Wasserkraftwerkanlage fürs eigene Haushalt zB oder für Freunde bauen und ist nicht verpflichtet, an den Autor dafür irgendwas zu zahlen (so der Autor). Aber gewerbliche Herstellung (und Vertrieb) soll mit dem Erfinder geregelt werden, sonst ist nicht erlaubt; geschützt ducht das Patentrecht.

Morgen werde ich noch einige Details erläutern.
Auf eure Fragen werde ich mich auch freuen
Ich werde mich auch freuen, wenn ich auf die Unverständlichkeiten und Fehlern hingewiesen wäre.

Verfasst: Sonntag 3. Juli 2005, 00:23
von Anonymous
ich muss mich berichtigen: der Generator für 50kW hat nicht 30 Tausend, sondern ca. 60 Tausend Rubel gekostet. Und das ist trotzdem relativ günstig.

Platten
- sind flach und gerade
- Länge und Höhe - irrelevant,
und auf der Zeichnung sind sie 78x500mm gross.
- Hauptsache - den Winkel von 45Grad einzuhalten. nur dann funktioniert der beschriebene Effekt.

Kettenrad
Durchmesser - ab 35cm
einfach

Kette
für die Zeichnung und Berechnung war Kette mit Schritt 31,75mm benutzt. Das ist Standartkette, es werden sowohl in Russland, als auch in Deutschland solche produziert.
Bruchkraft 2300kN

Generator
nach Geschmack
a) billig: ein Generator von einem Auto
(billig sind sie in Russland. im Ausland - keine Ahnung)
Ein Nachteil: Abnahme nur 1-3kVA. Dafür kostet 1 Stück nur 100$.
Aber man kann mehrere Generatoren gleichzeitig benutzen und somit die gewünschten Werte erreichen.

b) einen Generator für gewünschte Zahl der kW kaufen. für 10 kW kann so einer ca. 30000 Rubel kosten.

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wie die Konstruktion aussieht und eine animierte Zeichnung kann man hier sehen: http://www.lni.h12.ru
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Da die Drehgeschwindigkeit relativ klein ist : 50 Umdrehungen pro Minute, verschleißen die Teile nur sehr langsam.

Verfasst: Sonntag 3. Juli 2005, 00:30
von Anonymous
Was kostet eigentlich ein kWh (киловатт-час) in den deutschsprachigen Ländern?
Im Russland - 1Rubel. Auf dem Lande kostet es 1,5 Rubel. (Für Betriebe gelten andere Zahlen).

Verfasst: Dienstag 5. Juli 2005, 16:43
von Dave
iko-iko hat geschrieben:Was kostet eigentlich ein kWh (киловатт-час) in den deutschsprachigen Ländern?
Hier einen Link mit einer Übersicht der Strompreise für die Schweiz.

http://strompreise.preisueberwacher.ch/web/d/

Tipp: bei Gemeinde einfach z.B. Bern, Zürich, Lugano, Genf usw.
eingeben...

Ich versuche mir gerade bildlich vorzustellen, wie das aussehen
würde, wenn jeder Haushalt hier, seine eigene "Strombox" in die
Aare, den Rhein usw. hängen würde...

Rechnen würde sich das schon, nur wird man dafür aus "Markt-
Regulierungs-Gründen" weder Lizenz noch Baubewilligung oder
sonst 'was bekommen. Und die Dinger einfach "schwarz" zu
platzieren... Da müsste man schon sehr abgelegen wohnen... 8)

Dave

Verfasst: Dienstag 29. November 2005, 01:25
von Anonymous
Hallo iko-iko,

eine feine und saubere Lösung Strom zu gewinnen, Gratulation.
Bin auch an einer deutschen Beschreibung dieses Produktes interessiert.

Es gibt viel zu tun, packen wirs an...

LG Martin