Mit fremdem Auto nach Russland

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Oberwaschlappen
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Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von Oberwaschlappen » Montag 12. Juni 2017, 14:16

Hallo zusammen,

ich hab schon einiges für meine geplante Reise hier in dem Forum gefunden und dachte mir, dass ihr mir vielleicht noch mit einer offenen Frage helfen könnt.

Wir wollen mit dem Auto nach Russland (Kaliningrad) fahren - allerdings ist das Auto auf meinen Vater zugelassen, der nicht mitfährt.

Ich habe einige sehr alte Hinweise gefunden, dass ich die Vollmacht dafür notariell beglaubigen und beglaubigt übersetzen muss. Anderswo in Erfahrungsberichten stand aber, dass eine einfache unterschriebene Vollmacht mit Kopie des Ausweises des Ausstellers ausreicht.

Der Zollmitarbeiter im Konsulat in Bonn konnte mir leider auch nicht weiterhelfen. Aufwand und Kosten für die Bestätigungen usw. ist ja doch schon sehr groß - da würde ich das Auto fast lieber für die paar Wochen auf mich umschreiben. Daher wollte ich mal hier hören, ob jemand da mehr weiß oder kurzfristige Erfahrungen gemacht hat.

Danke schonmal!



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m1009
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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von m1009 » Montag 12. Juni 2017, 17:04

Oberwaschlappen hat geschrieben:
Ich habe einige sehr alte Hinweise gefunden,
http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f ... to#p193661

2015 wuerd ich nicht "als sehr alt" bezeichnen....

Beglaubigt oder einfache Vollmacht.... Ich bin den den Zweitausendern immer mit normaler Vollmacht gefahren, mit Uebersetzung, sicher 10 Jahre ohne Probleme. Bis ich irgendwann 2012 umdrehen musste. Der Zoll (Buraschki) bestand auf den Stempel des Notars. 2016 mit dem Coupe meines Vaters. Ich habe, nach Berichten im Forum, das an der Grenze keine Gruene Karte und Vollmacht verlangt wurden, einfach nur die Papiere uebergeben. Versuch macht Klug.... "Beglaubigte Vollmacht und Gruene Karte bitte".... Aha... also noch mal in den Rucksack gegriffen.... ;)

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von Oberwaschlappen » Montag 12. Juni 2017, 17:22

Ja das hatte ich gesehen, dachte nur es bezieht sich auf Weißrussland. Danke - auch für den diesmal sehr neuen Erfahrungsbericht ;)

Ich hatte mir gedacht, dass ich evtl vom ADAC einen zweisprachigen Vordruck bekomme, den ausfülle und mein Vater unterschreibt. Stempel vom Notar drauf - reicht das dann?

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zimdriver
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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von zimdriver » Dienstag 13. Juni 2017, 21:25

Oberwaschlappen hat geschrieben:Ja das hatte ich gesehen, dachte nur es bezieht sich auf Weißrussland. Danke - auch für den diesmal sehr neuen Erfahrungsbericht ;)

Ich hatte mir gedacht, dass ich evtl vom ADAC einen zweisprachigen Vordruck bekomme, den ausfülle und mein Vater unterschreibt. Stempel vom Notar drauf - reicht das dann?
... wenn zweisprachig russisch heisst und du einen Notar findest, der seinen Stempel drauf macht, dann klappt das vielleicht.
Besser ist die hier beschriebene Variante. Umdrehen ist teurer ...

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von Oberwaschlappen » Mittwoch 14. Juni 2017, 02:08

Ja, Umdrehen gehört definitiv nicht zu meinen Wünschen. Dann würden wir wohl zurück nach Braniewo und mit dem Bus fahren.

Mit "hier beschrieben" meinst du beglaubigt und beglaubigt übersetzt, richtig?

Das heißt für mich
1. Vollmacht auf Deutsch schreiben (z.B. die hier: http://www.berlin.msz.gov.pl/resource/e ... d90aba9e48, dann ohne den polnischen Text)
2. damit zum Notar, beglaubigen lassen
3. beglaubigt übersetzen lassen


Und dann noch (oder nicht?)
Zum Landgericht und für Original (also den Notar) UND Übersetzer eine Apostille holen

Gibt es denn eigentlich eine Vorschrift dazu? Also russischen Gesetzestext, der festlegt, was genau man braucht?

Wenn die Apostillen nötig sind (20€ jeweils) glaube ich, dass das Umschreiben des Autos für die paar Tage weniger Aufwand und Kosten verursachen würde. Und dann gibt es auch keine Zweifel, ob ich die nötigen Dokumente habe...



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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von m1009 » Donnerstag 15. Juni 2017, 00:15

Fuer Russland genuegt eine notariell beglaubigte Uebersetzung.
Die Vollmacht selbst muss nicht durch den Notar beglaubigt werden.
Was willst Du nun noch mit einer Apostille? Davon war hier nie die Rede.

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von m1009 » Donnerstag 15. Juni 2017, 00:31

Und dann gibt es auch keine Zweifel, ob ich die nötigen Dokumente habe...
Keine Panik. Du brauchst nur 4 (Fahrzeugschein, Guene Karte, Vollmacht, Fuehrerschein) Dokumente. Selbst mein Vater bekommt das bei seinen Fahrzeugen zur jaehrlichen Russlandtour geregelt. Und der ist fast 80 ;)

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von Oberwaschlappen » Donnerstag 15. Juni 2017, 00:48

m1009 hat geschrieben:Fuer Russland genuegt eine notariell beglaubigte Uebersetzung.
Die Vollmacht selbst muss nicht durch den Notar beglaubigt werden.
Okay, also für ganz blöde (dh mich):
Mein Vater füllt die Vollmacht aus, ich gebe die dann beim Übersetzer ab und der übersetzt das und lässt es notariell beglaubigen.

Richtig?


Völlig unabhängig davon, ob das die funktionierende Vorgehensweise ist: Ich verstehe den Sinn nicht. Der Stempel vom Notar sagt doch dann nur, dass die Übersetzung korrekt ist, bestätigt aber nicht, dass die Unterschrift von meinem Vater kommt. Dann kann mein Vater doch direkt eine russischsprachige Vollmacht unterschreiben?
Was willst Du nun noch mit einer Apostille? Davon war hier nie die Rede.
Meine Tante (Anwältin) hatte das erwähnt, weil ein russischer Beamter sonst ja nicht nachvollziehen kann, ob der Notar bzw. der Übersetzer tatsächlich auch amtlich registriert ist oder da einfach nur irgendein Stempel drauf ist.

Es tut mir leid, dass ich euch so ausfrage, habe einfach noch nie mit Notar, Übersetzer und Vollmacht zum Auto Fahren zu tun gehabt :S

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von m1009 » Donnerstag 15. Juni 2017, 08:06

Eine Rechtsberatung mit entsprechenden Gesetzestexten wirst Du hier im Forum schwer bekommen. Den meisten wird wohl die Zeit fehlen, sich durch yandex zu wuehlen.

Ich schreibe von meinen Erfahrungen um unangenehme Ueberraschungen bei der Reise zu vermeiden. Muendliche Aussage an an der Grenze (Buraschki): Wir benoetigen eine notariell beglaubigte Uebersetzung der Vollmacht. Meine, selbstverfasste, zweisprachige Variante wurde nicht akzeptiert.

Mein Vater geht immer zu 100% sicher, er laesst die Vollmacht beglaubigen und die Uebersetzung. Er hat noch ein zusaetzliches Problem, als Geschaeftsfuehrer seiner Firma unterzeichnet er selbst die Vollmacht. An der Grenze (Brest) wird zusaetzlich noch ein beglaubigter Auszug aus dem Handelsregister gefordert, um seinen Status als Geschaeftsfuehrer zu bestaetigen.

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Re: Mit fremdem Auto nach Russland

Beitrag von Oberwaschlappen » Donnerstag 15. Juni 2017, 13:09

Danke :)



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