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Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Sonntag 12. Mai 2019, 09:34
von m1009
Umweltfreundlich ist nicht zeitgemaess..... Heutzutage muss das Ticket mindestens noch 1 Mill Jahre unbeschadet auf einer Deponie ueberstehen, nur DANN passt es in unsere Zeit!

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Sonntag 12. Mai 2019, 09:47
von Saboteur
Wladimir30 hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 09:13
Mir war das Schmunzen vergangen, als ich mal den üblichen langen Rattenschwanz aus ca. 7 oder 8 dieser Fahrscheine, als Gesamtes abgerissen vom Busfahrer, entgegengenommen und dann wie üblich weggeschmissen habe. Irgendwo unterwegs stieg dann ein Kontrolleur ein und hat nicht nur das Vorhandensein der Fahrscheine geprüft, sondern anhand der Nummern auch, ob es nicht alte Fahrscheine waren und auch die Anzahl hat er überprüft (bei mir hätten es eben diese 7 oder 8 sein müssen). Pech gehabt, als Schwarzfahrer gebrandmarkt und bestraft (obwohl ich die Fahrt ja ordnungsgemäß bezahlt hatte!!!)

Sprich lustig hin oder her, doch den Verwendungszweck erfüllen sie voll und ganz. Und sie sind in der Herstellung billiger und vermutlich auch umweltfreundlicher als die großen, schicken Tickets (kann man ja kaum noch Fahrschein zu sagen), so in der Art, wie von Toni abgebildet.
Naja, ist doch wenigstens eine schöne Geschichte. Ne olle Ticketrolle mit ner Schnur um den Hals wirkt trotzdem aus der Zeit gefallen - genauso wie ein/e Konduktor in jedem Bus ;)

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Sonntag 12. Mai 2019, 12:03
von Bobsie
Saboteur hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 09:47
Naja, ist doch wenigstens eine schöne Geschichte. Ne olle Ticketrolle mit ner Schnur um den Hals wirkt trotzdem aus der Zeit gefallen - genauso wie ein/e Konduktor in jedem Bus ;)
Andere Länder, andere Sitten! Ich stelle mir getade mal vor, um wieviel Zeit sich eine Fahrt in einem deutschen Lienienbus verkürzen würde, wenn der Fahrer nicht auch noch kassieren müsste, sondern sich nur seiner Fahrt widmen könnte und einen Fahrescheinverkäufer im Bus hätte (wie früher) Nur der kostet natürlich Geld. Aber auch in RUS kostet er das.
Beim RMV (Rhein Mosel Verkehrsverbund) spart man auch die Kontrolleure ein, die Lohnkosten sind höher als als die verursachten Kosten der Schwarzfahrer, sagt man :shock: .
Das ist eben der kleine Unterschied zwischen Deutschland und Russland. Ist Deutschland nun besser? Nee, nur anders. :roll:

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 01:41
von freqtrav
m1009 hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 13:51
Mich wundert immer wieder, warum Reisende meinen,nachdem sie auf dem Roten Platz waren, kennen sie Russland..... :lol:
Na immerhin auf dem Roten Platz :D .
Die meisten Deutschen (und Politiker) kennen Russland (und natürlich die Ukraine), ohne überhaupt je den Boden betreten zu haben. Bin voll von diesen Leuten in meiner Gegenwart :evil:

Schwierig zu sagen, wann man ein Land wirklich "kennt". Aber bevor man ein (kleines) Urteil abgibt, sollte man schon etwas herumgereist sein und zwar möglichst individell und nicht mit Reisegruppe. Oder besser dort eine Zeit gelebt, gearbeitet haben oder familiäre Beziehungen dorthin zu besitzen.

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 11:52
von Norbert
Bobsie hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 12:03
Ich stelle mir getade mal vor, um wieviel Zeit sich eine Fahrt in einem deutschen Lienienbus verkürzen würde, wenn der Fahrer nicht auch noch kassieren müsste, sondern sich nur seiner Fahrt widmen könnte und einen Fahrescheinverkäufer im Bus hätte (wie früher) Nur der kostet natürlich Geld. Aber auch in RUS kostet er das.
Der Fahrscheinverkäufer in Russland bekommt in Novosibirsk rund 200 bis 300 Euro im Monat. Für 12-Stunden-Schichten. Was bekäme er in Deutschland?

In Dresden kosten Fahrscheine beim Busfahrer mehr am Automaten. Das ist eine ganz simple Lösung, um solche Verzögerungen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem kann man die Fahrscheine auch in der App kaufen.

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 12:11
von m5bere2
In Bussen und Straßenbahnen in Jena fahren einfach Fahrkartenautomaten in jedem Fahrzeug mit. Das ist mal modern, da ist Berlin noch nicht angekommen. :roll:

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 12:52
von m1009
Kassenautomat..... teilweise dazu auch nur EC-Karte....

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 13:01
von Bobsie
Norbert hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 11:52
In Dresden kosten Fahrscheine beim Busfahrer mehr am Automaten. Das ist eine ganz simple Lösung, um solche Verzögerungen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem kann man die Fahrscheine auch in der App kaufen.
Ich sehe mich und viele meiner "Rentnerkollegen" gerade über eine App den Fahrschein kaufen. :roll: Mich würde interessieren, wieviel Rentner das fertigbringen. Ich nicht. :shock: Ähnlich ist es mit den Automaten.....

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 13:36
von Jenenser
m5bere2 hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 12:11
In Bussen und Straßenbahnen in Jena fahren einfach Fahrkartenautomaten in jedem Fahrzeug mit. Das ist mal modern, da ist Berlin noch nicht angekommen. :roll:
Ja, es gibt keine Bezahlung beim Fahrer. Der Fahrplan, zu mindestens bei der Straßenbahn, kann so fast immer eingehalten werden. Der Fahrgast hat diesen Automaten nach dem Einstieg sofort aufzusuchen. Mitfahrende Angestellte der „Security“, so ganz in Zivil, beobachten dich dabei... :shock:
Saboteur hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 09:47
...eine schöne Geschichte. Ne olle Ticketrolle mit ner Schnur um den Hals wirkt trotzdem aus der Zeit gefallen - genauso wie ein/e Konduktor in jedem Bus ;)
Ja, in RU geht es beim Nahverkehr nicht um irgendeinen Tarifdschungel, sondern um andere interessante Kleinigkeiten. Der Konduktor mit den Fahrscheinschnipseln ist doch immer noch Standard bei Bus und Straßenbahnen. Da man ihm nicht entgehen kann, gibt es eigentlich keine Schwarzfahrer. Und doch wird gelegentlich noch zusätzlich durch eine weitere Person die Fahrscheine „kontrolliert“.

Nochmal zur Krim. Den Pasik durfte man im Jahr 2010 auf der Strecke Saky – Jewpatorija (25 km) nur benutzen, wenn man einen Fahrschein am Busbahnhof erwarb (mit Sitzplatzreservierung). In der alten Gotha-Straßenbahn in Jewpatorija, einst aus Zwickau, fuhr natürlich auch laufend ein Konduktor mit. Auf der O-Busstrecke Simferopol – Jalta (85 km) wurde seitens des Transportunternehmens öfter experimentiert mit den Fahrscheinen und dessen Verkauf. Ich sehe noch die Massen am Bahnhof Simferopol, die, zusätzlich mit ihren zahlreichen Koffern, den O-Bus ans Schwarze Meer enterten. Das scheinbar heillose Durcheinander und Chaos löste sich jedoch recht schnell auf... ;)

Re: „Annektiert“ und gut drauf

Verfasst: Montag 13. Mai 2019, 14:26
von Berlino10
Jenenser hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 13:36
m5bere2 hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 12:11
In Bussen und Straßenbahnen in Jena fahren einfach Fahrkartenautomaten in jedem Fahrzeug mit. Das ist mal modern, da ist Berlin noch nicht angekommen. :roll:
Ja, es gibt keine Bezahlung beim Fahrer. Der Fahrplan, zu mindestens bei der Straßenbahn, kann so fast immer eingehalten werden.
Berlin hat in der Straßenbahn auch nur noch Automaten.
Persönlicher Kartenverkauf, KonduktorInnen, Kontrolleure, Parkplatzwächter scheinen mir eher Luxus-Arbeitsplatzerhaltungsmaßnahmen oder auch Pensionärs-Service ... RUS wäre sicher auch schon soweit, bei jedem kleinen Tante Emma Laden, Tabakhändler, ... kann man Mobile Payment machen.