Autoreise nach Kaliningrad

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Norbert
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Re: Autoreise nach Kaliningrad

Beitrag von Norbert » Donnerstag 14. Juni 2018, 06:06

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Donnerstag 14. Juni 2018, 00:49
Soweit ich weiß, dürfen Ausländer nur auf einer bestimmten Strecke zum allgemeinen Fähranleger fahren.
Genau, es gab da sogar einen Gesetzestext, wo die genaue Grenze definiert war. Sehr lustig. Die Originalquelle ist weg, aber meine Übersetzung war vor Jahren:
Калининградская область - Stadt Балтийск (Mit Ausnahme der Territorien im Anschluss der Becken N 3 und 4 der Basis Балтийская военно-морская база, auf einer Fläche von 29,52 Hektar, deren nordwestlicher Grenzpunkt auf der Uferlinie des Beckens N 3 liegt, 30 Meter südwestlich der Kurve des Zementweges, der entlang des Ufers verläuft. Von diesem Punkt auf verläuft die Grenze 80 Meter in nordwestlicher Richtung, ändert 8 Meter vor dem Fußpfad ihre Richtung nach Nordosten, verläuft 135 Meter bis zur Ecke der Steinmauer des Militärgeländes. Weiter verläuft die Grenze entlang der Steinmauer des Militärgeländes bis zur Ecke, welche 12 Meter südöstlich der Transformator-Unterstation gelegen ist. Weiter verläuft die Grenze entlang der Wand der Transformator-Unterstation im Abstand von 3 Meters von ihr, dann biegt sie 90 Grad nach Westen ab, verläuft zur Steinmauer des Militärgeländes, entlang der Mauer und der Wand des Gebäudes des Militärgeländes bis zum Metallzaun, weiter enlang dieses Zauns bis 5 Meter vor die einmündenden Eisenbahngleise, dann entlang dieser Gleise bis zur Kreuzung mit dem Eisenbahngleis N 54. Von diesem Punkt aus verläuft die Grenze senkrecht zum Eisenbahngleis 60 Meter nach Osten, biegt am nach Süden und geht 87 Meter bis zur Kreuzung mit der südlichen Kante der Beton-Anschlusstraße. Von diesem Punkt aus verläuft die Grenze entlang der südlichen Kante dieser Straße bis zum Kontrollpunkt des Militärgeländes. Dann, 90 Grad südwestlich abbiegend, geht sie weiter zur Kreuzung mit dem Eisenbahngleis N 57, folgt diesem 156 Meter nach Südosten, dann biegt sie 90 Grad ab, auf die südlich gelegene Schiene des abzweigenden Eisenbahngleises N 55, folgt dieser bis zum Beginn der Spitzenschiene des Weichenapparates N 119, danach eine weitere Abbiegung um 90 Grad nach Westen, weiter 30 Meter und eine Abbiegung um 90 Grad nach Süden und dann parallel zum Eisenbahngleis N 53 bis zum Betonzaun. Weiter verläuft die Grenze nach Westen, entlang des Zaunes und der Wand des Ziegelgebäudes, biegt um 90 Grad nach Süden ab, folgt der Wand des genannten Gebäudes bis zur Wassersohle des Калининградский морской Kanal und setzt sich entlang der Küstenlinie der Becken N 4 und 3 bis zum Ausgangspunkt fort (Karte Балтийск, N 34 - 40, 52 Ausgabe 1984, Maßstab 1:10000),



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Tonicek
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Autoreise nach Kaliningrad

Beitrag von Tonicek » Donnerstag 14. Juni 2018, 09:31

Komimort hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 22:59
Hallo Tonicek! [welcome] Wieder haben wir verwandte Fotos :) Meine von dem 3. Juni...
Ja, toll, ich bin eben schon sehr stark "russifiziert", und darauf sogar noch ein bißchen stolz.
m5bere2 hat geschrieben:wenn ihr dort nicht die deutsche Flagge winkt, keine deutsche Märsche schreit oder keine militärische Einrichtungen stürmt
Als erstes, sozusagen zur Probe, stimme ich für den RADETZKY-MARSCH - mein Lieblingsmarsch, wäre doch toll, am Kai entlang zu marschieren. Meine Beschallungsanlage im Wohnmobil ist so stark, genügt f. d. gesamten Oblast.
m5bere2 hat geschrieben:Jetzt bin ich kein Ausländer mehr, jetzt kann ich es ja noch mal versuchen.
Hast Du ein Glück! Wenn Du mein Foto siehst, dazu meine sehr markante + wunderschöne Mütze - gehe ich glatt als Russe durch!
Ich war dort mit russ. Bekannten u. PKW m. russ Hummernschild, schwer f. d. Polizei, Verdacht zu schöpfen.

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Re: Autoreise nach Kaliningrad

Beitrag von berlinsky » Montag 6. August 2018, 16:07

Mahlzeit,

hier mal meine neuesten Erfahrungen an den Grenzen in den Oblast, alle Grenzübertritte im Juli 2018:

1. Grenzübertritt Mamonovo-2, Sonntag nachmittag:
breiter, heller Kontrollpunkt. Auf der polnischen Seite war wohl gerade eine Frontex-Mannschaft im Eisatz; habe mind. 1 dt. Bundespolizisten, und noch irgendeinen Europäer gesehen, die die Polen bei der Passkontrolle unterstützt haben.
Passierdauer: ca. 1,5 h, keine Auffälligkeiten, korrekte Behandlung auf beiden Seiten

2. Grenzübertritt Kurische Nehrung, Donnerstag spät nachmittag:
ziemlich leer, Passierdauer ca. 45min. Die Russen kassieren ca. 5,- Eintrittsgebühr für die Nehrung, die Litauer dann nochmal 20,- direkt an der Grenze (von 20.Juni- 20. August kostet ein Auto dort 20,-; sonst 5,-) Das einzige, was man sich spart, wenn man von Russland einreist, ist die Fähre nach Klaipeda. Die wird nur in einer Richtung bezahlt ... :D
höfliche, fast schon freundschaftliche Behandlung auf beiden Seiten
Hinter uns kam ein Pärchen auf Rädern, die die Strecke wohl von Frankfurt/Oder gefahren sind - Respekt !

3. Grenzübertritt Tilsit / Sowetsk, Mittwoch Mittag:
lohnt alleine schon wegen der Brücke mit dem Königin-Luise-Tor drauf (die übrigens jetzt auch wieder auf dem Tor zu sehen ist; Hammer& Sichel wurden entfernt :D )
Übergang komplett leer; Passierdauer ca. 45 min.
freundliche Behandlung auf beiden Seiten

4. Grenzübertritt Goldap, Freitag nachmittag:
Diese Zeit (und auch diesen Grenzübergang) sollte man wohl besser meiden; 3,5h Passierdauer in sengender Hitze: Russische Seite hat 2 Spuren, eine für RF/BY, eine für all passports; RF/BY läuft natürlich deutlich schneller ... :lol:
Dann, auf der polnischen Seite, das gleiche Spiel, nur umgekehrt und die EU-Spur läuft gar nicht so schnell... :cry:
Das system der polnischen Zollabfertigung hier habe ich bis jetzt nicht verstanden; du bist der nächste und trotzdem wartest Du eine halbe Stunde ohne dass was passiert. Dann geht plötzlich alles ganz schnell, sie wollen nichts mehr sehen und du kannst fahren....Irgendwie kommt man sich etwas verar xxxx vor... :oops:

Von dem Grenzübergang Bagrationowsk haben mir eigentlich alle, mit denen ich gesprochen habe, abgeraten.
Mamonovo-1 sollte wohl auch ganz gut sein.

Unser Auto war voll bis unters Dach, aber ausräumen mussten wir nie. Immer nur schön alles aufmachen (Kofferraum, alle Türen, Motorhaube, Handschuhfach und die Frage, ob wir "was verbotenes" transportieren (Wer jetzt mit "Ja" antwortet, ist selber schuld... :) ) Die Russen rennen dann noch mit Spiegeln ums Auto; ob man auch ja nichts unten befestigt hat ... :lol: :lol:

Polizeikontrollen im Oblast: ja, wir kamen an einigen vorbei, aber immer, wenn sie das deutsche Kennzeichen gesehen haben, haben sie uns weitergewunken. :roll:

relativ viele feste Blitzer. Diese werden aber vorher mit Zeichen angekündigt.
Die Autobahnen sind in einem super zustand, die Hauptverkehrsstrassen kann man zügig befahren, auf den Nebenstrecken ist teilweise äußerste Vorsicht geboten (teilweise gigantische Schlaglöcher...)

So, das sind die Infos, die ich hier geben kann. Wer noch Fragen hat, einfach melden.

Es war übrigens ein Super-Urlaub :D :D :D

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Re: Autoreise nach Kaliningrad

Beitrag von bella_b33 » Montag 6. August 2018, 16:58

Danke für die Infos, das hört sich doch insgesamt sehr positiv an :)
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
-Wolfgang Amadeus Mozart, Österreichischer MC (1756-1791)

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