Ausländerbehörde in Deutschland

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Norbert
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Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Norbert » Montag 18. Juni 2018, 07:31

Wer hat aktuelle Erfahrungen wie es nach einem Familienzusammenführungsvisum in Deutschland läuft? Wie schnell bekommt man einen Termin in der deutschen Ausländerbehörde nach Ankunft? (Uns wurde geantwortet, dass Eltern deutscher Kinder keinen Termin bräuchten, aber dann dreht sich die Frage: Wie lange steht man an, bis man vorsprechen darf?) Wird von einem ein Integrationskurs erwartet? Wie schnell hat man final eine Aufenthaltsgenehmigung in der Hand? Was gibt es vielleicht noch zu beachten?



lausi
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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von lausi » Montag 18. Juni 2018, 21:41

Norbert hat geschrieben:
Montag 18. Juni 2018, 07:31
Wer hat aktuelle Erfahrungen wie es nach einem Familienzusammenführungsvisum in Deutschland läuft? Wie schnell bekommt man einen Termin in der deutschen Ausländerbehörde nach Ankunft?
Am besten bei der konkreten ABH anrufen und nachfragen.
Bei uns (GR) ist es nach meinem Empfinden zur Zeit so, dass sie froh sind, wenn sich jemand meldet, der nichts mit Asyl zu tun hat.
„Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass wir das nicht hinkriegen.“
(Angela Merkel bei Anne Will)

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Norbert » Dienstag 19. Juni 2018, 10:24

Da die erste Antwort per E-Mail eher verwirrend war, gehen wir am Tag nach der Einreise einfach hin. Die schreiben zwar von Terminpflicht, aber in der ersten Antwort stand dann, dass dies nicht für Eltern von Deutschen gälte.

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Marco » Freitag 22. Juni 2018, 01:03

INtegrationskurse
Neuzuwanderer sind zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet, wenn sie sich nicht auf einfache beziehungsweise ausreichende Art auf Deutsch verständigen können. Die Verpflichtung zur Teilnahme stellt die Ausländerbehörde fest.
http://www.bamf.de/DE/Infothek/TraegerI ... 8bodyText3

Termin bei der ABH ist individuell, je nachdem wo du wohnst. Da kann man keine allgemeine Aussage treffen. In Kiel haben wir gerade drei Monate auf Termin für die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis gewartet.

Wollt ihr nach D ziehen?

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Andy » Freitag 22. Juni 2018, 11:35

In unserer bayerischen Kleinstadt haben wir weder Terminpflicht noch Warteschlangen. Gestern dort 15 Minuten gewartet. Als Mutter deutscher Kinder braucht es keinen Sprachtest, keinen Wohnungsnachweis, keinen Einkommensnachweis. Nur ein Photo und den ausgefuellten Antrag. 3-4 Wochen Bearbeitung, ab Antragsabgabe gibt es eine Fiktionsbescheinigung (f. Aufenthalt). Jo mei.



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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Norbert » Freitag 22. Juni 2018, 11:47

Darf man mit der Fiktionsbescheinigung schon in andere Schengenländer reisen?

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Andy » Freitag 22. Juni 2018, 11:53

oh sorry, weiss ich nicht. Theoretisch ja, da es einer Aufenthaltserlaubnis gleichsteht

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Packerowski » Freitag 29. Juni 2018, 00:52

Hallo Norbert, ich kann das nur bestätigen. Beispiel: In der Stadt Mainz vergehen derzeit schon mal drei oder vier Monate, bis man einen Termin erhält, und die Bearbeitung kann sich in Einzelfällen auf über ein Jahr hinziehen. Im Landkreis Mainz-Bingen, zehn MInuten Zugfahrt entfernt, gibt es ein Wartezimmer mit Nummern zum Ziehen, und wenn Du Glück hast, läuft alles fast so schnell wie in einem Moskauer Bürgerbüro.

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Norbert » Mittwoch 29. August 2018, 19:48

Sieben Wochen nach Ankunft (zehn Wochen nach Terminanfrage) hatten wir nun den Termin. Die Beamtin war äußerst formell. Ihr wurde die falsche Art von Antrag im System gemeldet, wir hatten demzufolge auch die falsche Dokumentenliste. Das hat ihre Freude nicht erhöht.

Meine Frau hat eine Fiktionsbescheinigung bekommen, welche aber nur das nationale Visum verlängert. Schengenland ist damit weiterhin tabu.

Spannendes Detail: Man will meine Frau zum Integrationskurs schicken, wozu sie weder Lust noch Zeit hat. Wenn man dazu googlet, so gibt es dafür eigentlich nur eine Rechtsgrundlage, wenn die Sprachkenntnisse miserabel sind. Das wird noch interessant, ob wir uns da rumstreiten müssen.

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Re: Ausländerbehörde in Deutschland

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 30. August 2018, 10:32

Da bin ich echt froh, dass es bei uns (2009) hier so schnell und problemlos ging.
Integrationskurs war kein Thema Wir waren zwar bei der zuständigen Stelle, aber eigentlich nur um uns wegen kostenloser Sprachkurse zu erkundigen. Da wurde gleich gesagt, dass mit deutschem Mann und deutschen Kindern der Integrationskurs nicht zwingend notwendig ist.
Von den kostenlosen Sprachkursen haben wir dann Abstand genommen, weil die erstens am anderen Ende der Stadt waren und man zweitens maximal einmal fehlen durfte. Und mit 2 kleinen Kindern (damals noch nicht mal 2 und 4) war das nicht realistisch.
Und bei solchen Dingen gilt umso mehr "was nix kost, das is nix". Nicht wegen des Kurses oder der Lehrer sondern einfach wegen des Publikums.

Wieso musstet ihr denn eigentlich so viele Dokumente einreichen ("falsche Liste")? Hatten die nicht vorher schon alles mögliche geprüft, bevor es das Visum gab?
Krankenkasse, Mietvertrag und meinen Arbeitsvertrag.... viel mehr "neues" wollten die damals gar nicht sehen. Und Pass, Geburtsurkunde mit Übersetzung und so. Aber das hat man ja so und so dabei und das hatten die ja auch schon in den Akten.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)



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