Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

Moderator: Dietrich

Benutzeravatar
Dietrich
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 7829
Registriert: Mittwoch 25. Februar 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 11. Februar 2010, 15:52

Eine "junge überdurchschnittlich intelligente Frau mit Universitätsabschluß" wird doch dann wohl in der Lage sein, sich in sagen wir mal 2 Jahren, so gut Deutschkenntnisse anzueignen, dass auch andere Jobs für sie in Frage kommen. Juristin ist vielleicht eine größere Herausforderung, aber die meisten anderen Jobs sollten drin sein.
Natürlich muss sie erstmal wieder wie eine Schülerin lernen, aber das ist doch wohl nicht anders zu erwarten...
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)



Zeppelin
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 3051
Registriert: Sonntag 25. Juni 2006, 14:12
Wohnort: Berlin, Gartenhaus 2 Treppen rechts

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Zeppelin » Donnerstag 11. Februar 2010, 16:18

Dietrich hat geschrieben:Eine "junge überdurchschnittlich intelligente Frau mit Universitätsabschluß" wird doch dann wohl in der Lage sein, sich in sagen wir mal 2 Jahren, so gut Deutschkenntnisse anzueignen, dass auch andere Jobs für sie in Frage kommen. Juristin ist vielleicht eine größere Herausforderung, aber die meisten anderen Jobs sollten drin sein.
Natürlich muss sie erstmal wieder wie eine Schülerin lernen, aber das ist doch wohl nicht anders zu erwarten...
Du bringst es ziemlich genau auf den Punkt: Zur Intelligenz gehört eben auch die Fähigkeit, das hohe Roß zumindest mal vorübergehend zu verlassen, Realitäten zu akzeptieren und sich Chancen für einen neuen Start zu verschaffen.
Es ist ja schließlich nichts ehrenrühriges daran, sein Brot im Notfall auch mit einfachen bzw. harten Jobs zu verdienen.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)

Benutzeravatar
lixil
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 382
Registriert: Samstag 18. Juli 2009, 20:25

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von lixil » Donnerstag 11. Februar 2010, 16:41

Wenn ich mir den Werdegang meiner Verwandten anschaue die vor 20 Jahren nach Deutschland kammen. Dann haben sie die ersten Jahre fast Ausnahmslos als Hilfsarbeiter auf dem Bau gearbeitet oder als Putzfrau geputzt. Und das obwohl die meisten Hochschulabschlüsse haben. Jobs bei Macdoof oder Zeitung-austragen war natürlich auch dabei.
Und jetzt sitzen sie gemütlich in ihren abbezahlten Häuschen und trinken Tee. Und wer kein Haus hat, der fährt halt zwei bis drei mal im Jahr in den Urlaub. (Gilt natürlich nicht bei Leuten die mit 50 oder älter hergekommen sind.)

Die Moral von der Geschicht -> wer sich nicht zu schade ist und bereit ist klein anzufangen wird erreichen was er/sie will.

Romflens
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 302
Registriert: Dienstag 17. November 2009, 00:01
Wohnort: Flensburg
Kontaktdaten:

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Romflens » Donnerstag 11. Februar 2010, 16:50

Lixil, so sehe ich das auch. Man kann ja klein anfangen, die Sprache lernen, mit besseren Sprachkenntnissen kann man auch mehr erreichen. Von heute auf morgen den Super-Job zu finden, ist wohl traumhaft bzw. fast unmöglich.

Benutzeravatar
Sibirier
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 5784
Registriert: Mittwoch 24. März 2004, 17:25
Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 11. Februar 2010, 16:54

Meine Antwort bezog sich ja auch nur auf die 1. Zeit in der noch deutsch gelernt wird. Sofern das "Deutsche" sitzt kann sie sich ja nach einem Arbeitsplatz mit ihrer Ausbildung suchen oder gar eine neue Ausbildung in DE anfangen....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....



Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11398
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 11. Februar 2010, 17:18

Dietrich hat geschrieben:Eine "junge überdurchschnittlich intelligente Frau mit Universitätsabschluß" wird doch dann wohl in der Lage sein, sich in sagen wir mal 2 Jahren, so gut Deutschkenntnisse anzueignen, dass auch andere Jobs für sie in Frage kommen.
Zeppelin hat geschrieben:Zur Intelligenz gehört eben auch die Fähigkeit, das hohe Roß zumindest mal vorübergehend zu verlassen, Realitäten zu akzeptieren und sich Chancen für einen neuen Start zu verschaffen.
Da muss ich euch Recht geben! Jeder hat doch mal Klein angefangen! Neues Land, neues Glück......und das fällt einem sicher nicht so einfach in den Schoß. Sicher kann man Glück haben und einen Job von einer Firma angeboten bekommen, die viele Russlandkontakte hat und da jemand russischen am Telefon o.ä. benötigt. Solche speziellen Jobs sind aber schon sehr sehr selten. Mir persönlich wäre es zuwider, meine Frau einfach als "Inventarstück für Zuhaus" nach Deutschland zu holen. Ich weiß, daß sie Ihren Job sehr mag und nicht lang untätig daheim bleiben wollen würde. Dann noch mein Job dazu(oft unterwegs in der Weltgeschichte, gut kann man auch ändern aber zu welchem finanziellen Nachteil!). Somit war für mich recht schnell klar: Es geht nach Russland! ;) Ich hab mich die letzten Jahre in sonstwas für Ländern arrangiert und für meine Verhältnisse "okay" gelebt, da sollt ich das in Russland auch noch hinbekommen.

Aber gut: ich hole schonwieder einmal zu weit in die falsche Richtung aus ;)

Gruß
Silvio
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
"Es gibt keinen Haken..."

Romflens
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 302
Registriert: Dienstag 17. November 2009, 00:01
Wohnort: Flensburg
Kontaktdaten:

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Romflens » Donnerstag 11. Februar 2010, 17:59

Hej Silvio,

ist doch auch voll in Ordnung von Dir. Ich denke wenn man seine Frau/Freundin liebt, bringt man auch so manches Opfer. Und wenn man die Sprache lernen kann, bzw. einen Job findet mit den man in deutschen bzw. englischen Sprachkenntnissen in Russland klar kommt, ist es doch noch besser. Wie sagt man schon, Liebe versetzt Berge oder Grenzen

Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11398
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 11. Februar 2010, 18:17

Keine Angst Romflens,
mein Russisch ist schon ausreichend fürs nötigste. Mehr wird sicher mal irgendwann dazukommen, spätestens wenns arbeitstechnisch gebraucht würde(da lernt man jeden Tag genug dazu).
Ja, "Opfer" würd ichs nicht gleich nennen. Es sind eben Kompromisse, die jeder eingehen muss. Meine Frau hat dafür weniger russisches TV und mehr "Silvio" wenn ich da bin :lol:. Ich kann gut mit den Kompromissen leben, die wir eingegangen sind. Ist doch jetzt nicht so, als ob wir am Nordpol wohnen würden ;), gibt doch noch andere sehr nette Leute hier, so ist man nicht allein!

Gruß
Silvio
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
"Es gibt keinen Haken..."

Naila

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Naila » Freitag 12. Februar 2010, 01:18

Aber die Frau ist doch kein Flüchtling aus Mittelafrika und auch nicht mit ihrer ganzen Familie ausgewandert, die alle mal neu anfangen müssen und hart schuften. Die Frau ist eine künftige Ehefrau eines Deutschen, der selbst kein Hilfsarbeiter ist. Warum redet Ihr nur von ihrer Liebe zum Mann? Ich meine, die Frau kann ihren Mann lieben, aber wenn sie normal ist, erwartet sie auch, daß der Mann sie auch liebt. Sie hat ihre Eltern (zu denen man als Tochter in Rußland öfter mal eine innige Beziehung hat) verlassen, sie hat ihre Freundinnen aufgegeben, vielleicht auch eine für russische Verhältnisse gute Arbeit und ist einem Mann gefolgt, der von ihr erwartet, daß sie gleich hart arbeitet und vielleicht noch den Haushalt nebenbei schmeißt (von russischen Frauen erwartet man das oft), möglichst keine Ansprüche stellt und womöglich noch einen Ehevertrag, der sie gerne benachteiligen soll, vorgesetzt bekommt. Wo ist da die Liebe des Partners? Was ist sein Opfer für die Liebe? Was soll die Frau ihren Eltern erzählen, die jahrelang auf vieles verzichtet haben, um ihr das Studium zu finanzieren? Die meisten Studienplätze sind in Rußland jetzt kostenpflichtig und kosten mehrere Tausende von US Dollars.
Was anderes wäre, wenn sie in Deutschland zuerst nur einen Intensivdeutschkurs machen würde und dann eine Ausbildung. Das ist auch Arbeit genug für jemand, der ganz neu im Land ist, von nichts eine Ahnung hat, alles ersteinmal kennenlernen muß, neue Bekanntschaften knüpfen, neues Selbstbewußtsein entwickeln. Die ersten 2 Jahre, auch wenn man "nichts" tut, sind für einen Neuankömling purer Streß. Das verstehen nur die wenigsten, weil als Deutscher mißt man alles an sich selbst, denke ich. So nach dem Motto: "Was für mich nicht schwer ist, kann auch für dich nicht schwer sein". Eine ausländische Ehefrau- egal aus welchem Land-ist nun mal etwas anderes, als eine deutsche. Man hat eben andere Kosten, besonders am Anfang. Das ist normal. Man muß sie sich eben leisten können und von vornerein wissen, worauf man sich da einläßt.

Romflens
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 302
Registriert: Dienstag 17. November 2009, 00:01
Wohnort: Flensburg
Kontaktdaten:

Re: Möchte eine Russin heiraten. Was muss ich beachten?

Beitrag von Romflens » Freitag 12. Februar 2010, 03:43

Naila, klar investiert der Mann für die ausländische Frau Liebe, Hilfe und natürlich auch Geld. Und wenn eine Frau nach Deutschland kommt, macht sie ja auch den Integrationskurs, egal ob der vom Staat, teils teils finanziert oder ganz vom Ehemann bezahlt wird. Aber jede Frau möchte doch nicht nur vom Mann abhängig sein. Es gibt ja auch Menschen, die möchten gerne arbeiten.



Gesperrt

Zurück zu „#Partnerschaft | #Ehe“