Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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cdev
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Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von cdev » Sonntag 2. Mai 2010, 23:33

Liebe Forumsgemeinde,

nachdem sich mein Junggesellenleben unweigerlich seinem Übergang in "geordnete Verhältnisse" nähert, befasse ich mich mit der Frage nach der optimalen Krankenversicherung meiner künftigen russischen Ehefrau. Ich bin (in Deutschland) selbständig und Privatversichert. Nun aber kommen mir Zweifel, ob die eingeschlagene Richtung so passt, denn spätestens dann, wenn ein Kind kommt, wird die Privatversicherung u.U. teurer als die gesetzliche Krankenversicherung. So sind z.B. Kinder in der Privatversicherung nicht automatisch und kostenlos mitversichert.

Seit einiger Zeit ist es in Deutschland ja möglich geworden, von der Privatversicherung in die Gesetzliche zu wechseln. Die Private ist hierbei verpflichtet, zumindest einen Teil der Altersrückstellungen zu transferieren (was bisher nicht geschah und daher ein Wechsel uninteressant war).

Was denkt ihr darüber und wer hat schon entsprechende Erfahrungen gesammelt?

Herzliche Grüße,
cdev



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bella_b33
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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von bella_b33 » Montag 3. Mai 2010, 08:32

cdev hat geschrieben: So sind z.B. Kinder in der Privatversicherung nicht automatisch und kostenlos mitversichert.
Laut einem guten Bekannten sollte es bei der TK Privatversicherung angeblich so sein. Erfahrungen mit einem Wechsel zurück auf die Gesetzliche hab ich keine. Ich bin derzeit immernoch privat versichert

Gruß
Silvio
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
"Es gibt keinen Haken..."

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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von cdev » Donnerstag 6. Mai 2010, 21:17

Hallo Silvio, Danke für Deinen Hinweis!

Ich habe eine Lösung gefunden:

Da ich Selbständig bin, kann ich mein Herzblatt bei mir als Arbeitnehmerin beschäftigen. Über die sog. "Gleitzonenregelung" ist sie bereits bei einem Arbeitsentgelt von z.B. 410 EUR voll sozialversichert (wobei der effektive Aufwand für die Sozialversicherungen dann bei etwa 140 EUR pro Monat liegt).

Meine private Krankenversicherung wollte übrigens ca. 450 Euronen pro Monat für die Hinzuversicherung meiner Blume sehen :shock:. Da ich aufgrund der Heirat mit meinem Herzblatt nicht gleich anschließend in die Insolvenz gehen möchte, habe ich dankend abgelehnt :lol:.

Und falls ein Kind kommt, nimmt die PKV etwa 170 EUR pro Monat. Vielleicht ist es dann besser, wenn meine künftige Frau formal das geschäftliche Ruder übernimmt und ich mich bei ihr anstellen lasse. Denn dann kann das Kind auch in der Gesetzlichen KV versichert werden- kostenlos :D. Jetzt rechnet das mal hoch auf 18 Jahre- sind ja "nur" ca. 45.000 EUR Ersparnis (verzinst) - und das für EIN Kind.

Die Private Krankenversicherung mag in Ordnung gehen, wenn man ledig und jung ist. Doch wenn eines von beiden Kriterien nicht mehr zutrifft, beginnt der "Spaß" teuer zu werden. Und wenn beide Kriterien erfüllt sind, arbeitet der Selbständige (fast) nur noch für die (private) Krankenkasse :roll: ...

Viele Grüße
Zuletzt geändert von cdev am Donnerstag 6. Mai 2010, 22:17, insgesamt 2-mal geändert.

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Sibirier
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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 6. Mai 2010, 21:30

Ja, das sind wieder die Gesetzlücken, die ein "Selbstständiger" ausnutzen kann....

Einem "normalen" Arbeitnehmer wäre diese Möglichkeit nicht gegeben....

Ich denke auch, Du wärst nicht "bankrott" geworden, wenn Du die 450 Euronen bezahlt hättest....Ich denke sogar im Gegenteil, weil die Zuzahlungen, Praxisgebühren etc. voll übernommen würden....
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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von cdev » Donnerstag 6. Mai 2010, 21:34

@Sibirier
Du scheinst davon auszugehen, daß alle Selbständigen reich sind oder es bald werden. Beides ist bei mir nicht der Fall.
Vielleicht mache ich ja etwas falsch :D. Also, ich gehöre zu den Unverbesserlichen, die für ein bischen persönliche Freiheit und dem Verdienst eines gehobenen Angestellten 12-15 Stunden täglich arbeiten, volles Risiko tragen und im Falle der "Arbeitslosigkeit" (= Insolvenz) sofort in das unterste soziale Netz fallen. Ja, solche Verrückten gibt es noch in Deutschland :roll:.



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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 6. Mai 2010, 21:44

Nein, ich gehe von "nichts" aus....

Ich bin nur dagegen, dass wenn jemand "jung" und "Junggeselle" ist, sich entscheidet Beiträge zu sparen und aus der "solidarischen" gesetzlichen KV austritt bzw. nicht weiter führt und er "auf einem Mal heiratet" und merkt, dass in der privaten KV er zusätzlich bezahlen muss, eine Möglichkeit sucht, die Frau lieber in der "solidarischen" gesetzlichen KV unter zu bringen....

Wenn schon die Entscheidung auf eine private KV, dann bitte mit allen Vor- und Nachteilen.....Sorry... ;)
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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von cdev » Donnerstag 6. Mai 2010, 22:15

@Sibirier

Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Doch bei mir persönlich gab es ganz andere Gründe für die Wahl der PKV. Nur dort kann ich meine Eigenverantwortung gezielt umsetzen, und mit einem jährlichen Selbstbehalt von 1.200 EUR in eine (hoffentlich) gesunde Lebensweise investieren. Das geht mit der GKV so nicht, allenfalls einige wenige Gesellschaften bieten ansatzweise entsprechende Tarife. Zu diesem Thema lesenswert: http://www.atypon-link.com/DH/doi/pdf/1 ... ookieSet=1.

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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 6. Mai 2010, 22:29

@cdev: Sorry, dann für meine Sichtweise. Dann solltest auch Du diese "Eigenverantwortung" für Deine zukünftige Braut umsetzen, private KV mit 1.200 EUR Selbstbehalt bei Deiner von Dir gewählten KV abschließen und jetzt nicht "irgendwelche" Gesetzeslücken suchen um Deine Frau in die "gesetzliche" unterzubringen....Denn "praktisch" arbeiten -gehe ich davon aus- wird sie in Deiner Firma nicht....Naja, und wenn Sie auf/unter Deinen Schreibtisch 1 Mal die Woche "Staub" wischt, wird es der Vergütung wohl nicht entsprechen....

So etwas sollte man sich überlegen, wenn man die Wahl "gesetzliche, solidarische" KV oder "private" KV hat und dann die Risiken in Kauf nehmen muss, dass es eine "Familienversicherung" und eine "Personenversicherung" ist.....

Nur, was ich auch schreiben wollte, ein AN der sich für die private KV entschieden hat, kann nicht seine Ehefrau "geringfügig" beschäftigen und in der "gesetzlichen, solidarischen" KV unterbringen um die "Mehrbeiträge" in der privaten KV zu sparen....

Und wenn Du bei Deiner selbstständigen Tätigkeit so etwas nicht in Betracht gezogen hast und Dein "Honroar, Vergütung, Umsatz" zu niedrig angesetzt hast, kann ich nur sagen, selbst Schuld.....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....

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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von cdev » Donnerstag 6. Mai 2010, 22:52

@Sibirier
Ich verstehe Deine Sichtweise und stimme ihr im Wesentlichen zu. Die von dir genannte Alternative ist auch tatsächlich eine Option, über die ich lange nachgedacht habe, mich aber schlussendlich nicht dafür entscheiden konnte. Meine Auserwählte wird übrigens "ernsthaft" mitarbeiten- das paßt bei unseren beiden Berufen ganz gut. Also nichts mit einmal wöchentlich "Staubflusen jagen" :D.

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Re: Welche Krankenversicherung für die russische Ehefrau?

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 6. Mai 2010, 23:05

Dann verstehe ich Deine Fragestellung nicht... Einfach mit Deiner Frau eine GbR oder OHG gründen, fifti/fitfi Teilhaberschaft und in private KV mit "Eigenverantwortung"...Warum soll Deine Frau gesetzllich (solidarisch ;) ) versichert sein und keine "Eigenverantwortung" haben und Du geniesst es? Auch in der Ehe sollte es sein, so wie ich, sollst Du es auch haben....

Ich habe übrigens in Russland über meinen AG eine zusätzliche private KV, die man auch auf die Familienangehörigen auf "eigene" Beitragszahlung erweitern kann....Also zahle ich für meine Frau den Beitrag von meinem Geld und sie hat den gleichen Versicherungsschutz wie ich....

Da überlege ich nicht lange, dass sie doch eigentlich ihre staatliche KV hat....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....



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