Übersetzung des Namens

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Stone
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Übersetzung des Namens

Beitrag von Stone » Samstag 5. November 2011, 01:12

Hallo zusammen,

ich habe nochmal eine Frage zum Thema Übersetzung des russischen Namens.

Folgendes (aus meiner Sicht vielleicht) Problem:

Ich habe die Geburtsurkunde meiner Verlobten in Deutschland übersetzen lassen. Auf dieser Übersetzung standen zwei Formen des Namens übersetzt.

1. Vorname Iwanowa Nachname
2. Vorname Ivanovna Nachname (ISO)

Ich habe zur Beantragung eines Visums auf meinem Jugendamt eine Vaterschaftsanerkennung erstellen lassen. Natürlich mit der Übersetzung der Geburtsurkunde, da die Mutter des Kindes ja auch in der Urkunde erwähnt werden muss. Jetzt hat die nette Bearbeiterin die erste Schreibform (s.o.) genutzt, da sie nicht wusste was "ISO" für eine Bedeutung hat. Die nette Dame hat sich auch nicht umstimmen lassen :-(......somit steht auf allen in Deutschland erstellten Dokumenten der Vatername und Familienname antelle "V" alles mit "W" geschrieben.


Auf der Zustimmung dieser Vaterschaft, die in Russland von einem Notar erstellt und übersetzt wurde, steht aber der Name in ISO geschrieben. Zwar ist das Geburtsdatum und Geburtsort auf beiden Dokumenten gleich, trotzdem ist der Name ja nicht identisch?!?

1. Kann es jetzt dadurch zu einem Problem bei der Erteilung des Visums kommen, da der Name auf den Dokumenten nicht eindeutig gleich ist? (das mit dem Visum hatte ich schon in einem anderen Beitrag hier geschrieben)

2.Ich kann ja nicht beeinflussen was die Urkundenbeamtin schreiben will, wenn sie die Geburtsurkunde vor sich liegen hat. Kann man aus diesem Grund das Visum ablehnen, obwohl ich keinen einfluss darauf hatte?

Über Eure meinungen würde ich mich wie immer freuen.... :) ......(Ich stelle im Moment etwas viele Fragen, ich weiß. Ich kann es halt nicht abwarten bis die Antwort aus dem Konsulat kommt. Ich sitze wie auf heißen Kohlen.... :( ...)

Gruß
Stone



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Re: Übersetzung des Namens

Beitrag von Stone » Samstag 5. November 2011, 17:32

Ich glaube ich habe die Lösung schon gefunden....

ISO= International Organization for Standardization --> also wird in ENGLISCHER Transkription erstellt. Hier ist dann ein V für das russische "B" übersetzt.

Die DEUTSCHE Transkription ist dann bei dem russischen "B" ein W.

Also, da ich ja ein deutsches Dokument erstellen lassen habe, dürfte die deutsche Transkription ja nicht falsch sein. Und das in Russland ein internationaler Standard (Englisch) verwendet wird, sollte ja eigentlich auch Ok sein. Somit gehe ich mal davon aus, das dies einfach kein Grund für eine Ablehnung des Visums sein kann.

Hier noch ein paar kleine Beispiele die ich gefunden habe.

Da wir in der Informationsgesellschaft mit sehr vielen englischen Transkriptionen konfrontiert werden, erscheinen uns diese manchmal geläufiger -->Vodka, Kalashnikov, Gortbatschov anstatt Wodka, Kalaschnikow, Gorbatschow. :)

Gruß
Stone

Magdeburg-Moskva
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Re: Übersetzung des Namens

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Samstag 5. November 2011, 17:52

Stone hat geschrieben:Ich glaube ich habe die Lösung schon gefunden....
IMHO nicht wirklich
Stone hat geschrieben:ISO= International Organization for Standardization --> also wird in ENGLISCHER Transkription erstellt. Hier ist dann ein V für das russische "B" übersetzt.
Geklugscheißert: Die Transliteration nach ISO 9:1995 ist keine englische Transkription. ISO 9:1995 gewährleistet eine eineindeutige Rückführbarkeit dessen, was umgeschrieben wurde z. b. ins Russische, ohne dass der "Rückführende" profunde Kenntnisse der russischen Sprache haben müsste, den Job könnte auch ein Computer machen.

Beispiel: Щедрина: nach ISO 9:1995: Ŝedrina, englisch Shchedrina oder auch Schedrina, deutsch Schtschedrina oder Stschedrina


Also, wirklich einen Kopp machen solltest du dir erst, wenn sich wirklich ein fieser Beamter auf die Hinterbeine stellt. Allerdings gehe ich von ziemlich viel Toleranz seitens der Behörden aus, denn die wissen nur zu gut, dass sich allein bei der Umschrift laut den Reisepässen seit 1990 die Umschrift 3-mal geändert hat.


Geh mal raus, ein Bier trinken, solange du noch nicht unter dem Pantoffel stehst und beruhige dich.

Stone
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Re: Übersetzung des Namens

Beitrag von Stone » Samstag 5. November 2011, 20:11

Danke für die Info.

Ich stelle mir nur den "Worst Case" vor wenn die ABH der Meinung ist, in der Vaterschaftsanerkennung ist ein anderer Name der Mutter, als auf der russischen Zustimmung der Vaterschaftsanerkennung meiner Verlobten. Dann wäre es der Fall das die ABH sagen könnte, es ist noch kein "deutsches" Kind......somit keine FZF für die Geburt eines deutschen Kindes.

Naja, aber nun gut.....ich befolge Deinen Rat und gönne mir jetzt mal zumindest ein Radler. :D

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Re: Übersetzung des Namens

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Sonntag 6. November 2011, 17:32

Etwas philosophisch. Wenn du die Worst Cases so heraufbeschwörst, dann kommen sie auch, und zwar noch schlimmer, also, abwarten und Bier trinken.



Stone
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Re: Übersetzung des Namens

Beitrag von Stone » Samstag 12. November 2011, 12:01

Kurzer Stand dazu....

Als ich das Anschreiben von meiner ABH erhalten habe, stand der Name innerhalb von diesem einen Dokument einmal in ISO geschrieben, und einmal in Deutsch..... Bei meiner Nachfrage bei der netten Bearbeiterin sagte sie nur.......ja, sie weiß es auch nicht so genau welche Form die 100% richtige ist..... :D :D :D

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