Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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alex007
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Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von alex007 » Donnerstag 28. Februar 2013, 20:52

Hallo,

schon bald werde ich in Moskau heiraten :D (in paar Tagen), sind aber schon dabei den Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums zum Ehegattennachzug auszufüllen. Dabei sind mir paar Fragen aufgekommen, und zwar:

1. Familienname - muss ich hier noch ihr altes Name ausfüllen, oder schon meins? (Pass wollen wir erst danach ändern lassen)?

19. Wie sind Sie wohnungsmäßig untergebracht? - Laut "Hilfe-Dokument" muss ich "trifft nicht zu" schreiben, habe ich auch gemacht, alles andere dann wegstreichen, richtig?

20. Zweck des Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland: was soll ich da am besten hinschreiben? Einfach "Ehegattennachzug"?
Und was bei Arbeitgeber..., Deren Anschrift, Beabsichtigte Erwerbstätigkeit?

21. Erlernter Beruf: Ihr Beruf angeben, welches Sie studiert hat?

24. Aus welchen Mitteln wird der Lebensunterhalt bestritten?: Habe ich einfach "trifft nicht zu" geschrieben, ist wohl so korrekt?

27. b) besteht Krankenversicherungsschutz für die Bundesrepublik Deutschland? Muss ich hier ja, oder nein ankreuzen? - Sie will jetzt für 3 Monate eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Und am Schluss des Antrags steht: "Ich beantrage die Aufenthaltserlaubnis für ... Tage/Monat(e)/Jahr(e) - dort 90 Tage eintragen, oder wie bei Nr. 23 "ständig" eintragen?


Vielen vielen Dank im Voraus :)

Liebe Grüße
Alex



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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von Anelya » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:17

alex007 hat geschrieben:
19. Wie sind Sie wohnungsmäßig untergebracht? - Laut "Hilfe-Dokument" muss ich "trifft nicht zu" schreiben, habe ich auch gemacht, alles andere dann wegstreichen, richtig?

20. Zweck des Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland: was soll ich da am besten hinschreiben? Einfach "Ehegattennachzug"?

Und was bei Arbeitgeber..., Deren Anschrift, Beabsichtigte Erwerbstätigkeit?

21. Erlernter Beruf: Ihr Beruf angeben, welches Sie studiert hat?

24. Aus welchen Mitteln wird der Lebensunterhalt bestritten?: Habe ich einfach "trifft nicht zu" geschrieben, ist wohl so korrekt?

27. b) besteht Krankenversicherungsschutz für die Bundesrepublik Deutschland? Muss ich hier ja, oder nein ankreuzen? - Sie will jetzt für 3 Monate eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Und am Schluss des Antrags steht: "Ich beantrage die Aufenthaltserlaubnis für ... Tage/Monat(e)/Jahr(e) - dort 90 Tage eintragen, oder wie bei Nr. 23 "ständig" eintragen?
19. - alles andere wegstreichen, genau
20. Familienzusammenführung zum deutschen Ehemann (wenn deine Frau schon einen Arbeitsvertrag hat, dann Arbeitgeber hinschreiben, wenn nicht, dann nicht...). Wenn du keinen deutschen Pass hast, dann halt "Familienzusammenführung zum Ehemann in Deutschland ;).
21. genau, den, den sie studiert hat
24. durch den Ehemann gesichert würde ich hinschreiben, die Ausländerbehörde wollte bei mir einfach wissen, wovon mein Mann zu leben gedenkt (also eigenes Erwerbseinkommen, Einkommen des Partners oder Sozialhilfe). Als Deutscher (also als Person mit deutschem Pass) hast du auch bei nicht gesichertem Lebensunterhalt einen Anspruch auf Zusammenführung der Familie, als nicht-Deutscher muss die Sicherung des Lebensunterhaltes gegeben sein
27. Ja
Und am Schluss dann "ständig"

Eine schöne Hochzeit!

Anelya

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von 7punkt » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:32

Guckste hier:
http://www.germania.diplo.de/contentblo ... svisum.pdf

Zu Punkt 1: es steht doch ganz klar Name und Mädchenname

Was heisst denn übrigens, "den Pass danach ändern lassen"? Wonach? Nach Eheschliessung? Nach Beantragen des Visums???? :roll:
Wenn Deine Frau Deinen Namen bei der Eheschliessung nimmt, steht das dann in der Eheurkunde und somit muss man dann alle Pässe (Inland und Reisepass) ändern lassen.

Zu Punkt 27: einfach ja schreiben.
Ich würde grundsetzlich so kurz und deutlisch schreiben, es geht.

Aufentahltserlaubnis wird für 3 Monate beantragt, denn nach der Einreise wird einen Aufenthaltstitel beantragt, der auch befristet ist. Also kann hier nicht um ständig gehen. Ich würde 90 Tage schreiben.

Gruss,

7punkt
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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von Anelya » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:40

Das Visum zum Familiennachzug vom Konsulat wird standartmäßig für neunzig Tage ausgestellt, nicht die Aufenthaltserlaubnis. Die Intention ist es aber, ständig mit einem dauerhaften Aufenthaltstitel in Deutschland zu sein. Deshalb auch die Angabe "ständig" (zumindest wurde uns das damals empfohlen, bei der Ausländerbehörde in Deutschland musste ich das auch nochmal ausfüllen und die Mitarbeiterin meinte, dass mein Mann ja "ständig" kommen möchte).

Das ist ein Standart-Formular für alle möglichen Visaarten - Sprachkursanwärter schreiben da halt "180 Tage" rein, Au-Pairs "1 Jahr". Alle bekommen erstmal ein Visum für 90 Tage vom Konsulat in Moskau ausgestellt. Aber die Unterlagen werden ja weitergeleitet an die Ausländerbehörde in Deutschland, die zuständig ist, und die sehen dann halt, ob ein Aufenthaltstitel für ein halbes Jahr, ein Jahr oder länger beantragt wird.

Aber du hast natürlich recht: Die Ausländerbehörde wird den ersten Aufenthaltstitel befristen, in der Regel auf drei Jahre. Erst danach ist der unbefristete Aufenthalt (Niederlassungserlaubnis) möglich. Trotz allem ist halt ein "ständiger" Aufenthalt geplant.
Zuletzt geändert von Anelya am Donnerstag 28. Februar 2013, 21:49, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von alex007 » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:42

7punkt hat geschrieben:Guckste hier:
http://www.germania.diplo.de/contentblo ... svisum.pdf

Zu Punkt 1: es steht doch ganz klar Name und Mädchenname

Was heisst denn übrigens, "den Pass danach ändern lassen"? Wonach? Nach Eheschliessung? Nach Beantragen des Visums???? :roll:
Wenn Deine Frau Deinen Namen bei der Eheschliessung nimmt, steht das dann in der Eheurkunde und somit muss man dann alle Pässe (Inland und Reisepass) ändern lassen.
Ja weil sie mein Nachname angenommen hat und wir direkt nach der Hochzeit den Antrag bei der Botschaft abgeben wollen, und erst danach Ihren Pass umändern lassen wollen. D.h. Ihr altes Nachnahme hinschreiben oder schon ihr neues wie bei der Heiratsurkunde angegeben?


Und noch ne ganz andere Frage, darf Sie mit dem Visum auch andere EU-Länder bereisen, wir würden nachdem Sie das Visum bekommt, eine Hochzeitreise (Spanien) machen?



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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von Anelya » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:45

Wie 7Punkt schon geschrieben hat: Nach der Hochzeit hat sie deinen Namen. Das steht ja auch auf der Heiratsurkunde so drauf.

Das Visum gilt übrigens für Reisen in Schengenstaaten (innerhalb der 90 Tage), danach hat sie ja denn eh den elektronischen Aufenthaltstitel bzw. eine Fiktionsbescheinigung.

Denkt daran, dass ihr eine Apostille auf der Heiratsurkunde braucht. Das dauert in Moskau ein paar Tage.

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von alex007 » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:56

Alles Klar, Dankeschön-.

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von 7punkt » Donnerstag 28. Februar 2013, 21:59

alex007 hat geschrieben:...Ja weil sie mein Nachname angenommen hat und wir direkt nach der Hochzeit den Antrag bei der Botschaft abgeben wollen, und erst danach Ihren Pass umändern lassen wollen. D.h. Ihr altes Nachnahme hinschreiben oder schon ihr neues wie bei der Heiratsurkunde angegeben??
Noch hat sie Deinen Namen nicht genommen ;)
Was Spass, Du muss es so schreiben, wie es in Deinen Unterlagen steht (sprich Eheurkunde). Also beide Namen.
Denkt daran, dass das ganze ziemlich viel Zeit nimmt. Erst mal Inlandspass machen lassen (ca. 10 Tage je nachdem, um welche Stadt es geht). Dann Reisepass dauert bis zu einem Monat gesetzlich, kann aber auch länger dauern.
Das Visum kriegt sie auch nicht eher als in einem Monat.
Also plant bisschen mehr Zeit ;)

7punkt

Nachtrag: wenn ich mich jetzt nich täusche, soll die RU Eheurkunde nicht nur apostilliert werden, sondern auch noch ins Deutsche übersetzt und notariell begläubigt sein. :idea:
"Ich weigere mich, einen Unterschied zwischen den Voelkern zu machen und von guten und schlechten Nationen zu sprechen, aber einen Unterschied zwischen den Menschen muss ich machen." F. Duerrenmatt "Der Verdacht"

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von alex007 » Donnerstag 28. Februar 2013, 22:20

jap davon weiß ich schon, Apostillieren dauert wohl 3 Werktage in Moskau.

Jap damit die baldmöglich schon in Deutschland sein kann, wollen wir ja deswegen direkt nach der Hochzeit den Antrag abgeben und danach direkt die Pässe umändern lassen, sodass nach ca. 1 Monat alles fertig ist

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Re: Fragen zum Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums

Beitrag von Anelya » Donnerstag 28. Februar 2013, 22:27

Das wird so leider nicht gehen:
Wie 7Punkt schon geschrieben hat, dauert der Inlandspass 2 Wochen (10 Arbeitstage), der Auslandspass mindestens 4 Wochen (20 Arbeitstage) - also insgesamt mindestens 6 Wochen. Plus noch die Zeit für die Apostille.

Der Antrag auf Erteilung eines Visums zur Familienzusammenführung kann durchaus innerhalb von sechs Wochen entschieden werden, muss aber nicht unbedingt. Bei Personalmangel in der Ausländerbehörde, offenen Fragen etc. kann das auch mal ein paar Wochen länger dauern.

Richtet euch also mal auf zwei Monate Wartezeit ein (minimum sind ja eh die knappen sieben Wochen, bis die Dokumente alle in Ordnung sind) - sonst seid ihr noch enttäuscht....



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