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Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Donnerstag 13. Februar 2014, 08:04
von Norbert
Ja Wahnsinn, Beitrag des Monats!

Begeistert hat mich folgender Satz:
manuchka hat geschrieben:Rechtskräftig wird die Scheidung dann innerhalb vier Wochen oder 1 Monat, das weiß ich grad nicht 100%.

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Donnerstag 13. Februar 2014, 15:06
von SP23
Vielen Dank manuchka für diesen ausführlichen Beitrag. Ich weiß wie kompliziert es ist so etwas zu recherchieren. Du hast mir echt weitergeholfen. Danke :-)

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Donnerstag 13. Februar 2014, 16:14
von manuchka
Norbert hat geschrieben:Begeistert hat mich folgender Satz:
manuchka hat geschrieben:Rechtskräftig wird die Scheidung dann innerhalb vier Wochen oder 1 Monat, das weiß ich grad nicht 100%.
Norbert, du wirst lachen, aber juristisch macht das schon einen Unterschied... Vier Wochen sind 28 Tage, beim Monat kommt's drauf an ;-)

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Donnerstag 13. Februar 2014, 23:12
von herlitjan
manuchka hat geschrieben:Rechtskräftig wird die Scheidung dann innerhalb vier Wochen oder 1 Monat, das weiß ich grad nicht 100%.
In meinem Scheidungsurteil sind vier Wochen genannt.

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Freitag 14. Februar 2014, 06:06
von Norbert
manuchka hat geschrieben:Norbert, du wirst lachen, aber juristisch macht das schon einen Unterschied... Vier Wochen sind 28 Tage, beim Monat kommt's drauf an ;-)
Schon klar. Aus juristischer und mathematischer Sicht keine Frage - ist ein Unterschied. Wenn ich zuvor jedoch vier Jahre verheiratet war, dann spielen drei Tage keine wirkliche Rolle. Aber mir ist auch klar, dass Du als Juristin natürlich nicht einfach schreiben wolltest "vermutlich vier Wochen" oder so - eine bessere Formulierung fällt mir also auch nicht ein.

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Samstag 15. Februar 2014, 20:20
von herlitjan
Norbert hat geschrieben:
manuchka hat geschrieben:Norbert, du wirst lachen, aber juristisch macht das schon einen Unterschied... Vier Wochen sind 28 Tage, beim Monat kommt's drauf an ;-)
Schon klar. Aus juristischer und mathematischer Sicht keine Frage - ist ein Unterschied. Wenn ich zuvor jedoch vier Jahre verheiratet war, dann spielen drei Tage keine wirkliche Rolle. Aber mir ist auch klar, dass Du als Juristin natürlich nicht einfach schreiben wolltest "vermutlich vier Wochen" oder so - eine bessere Formulierung fällt mir also auch nicht ein.
Na ja, Norbert, das war aber auch wieder eine äußerst wichtige Reaktion von Dir.

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Donnerstag 22. Mai 2014, 22:56
von hangstergeorg
Hallo liebe community,
das ist ein sehr interessanter und hilfreicher Beitrag. Doch dennoch hätte ich da ein paar Fragen zu. Doch kurz ein paar Infos zu meiner Situation.
Meine Frau und ich sind fast 3,5 Jahre Verheiratet, da sie leider aus Psychischen Gründen nicht mehr in Deutschland bleiben konnte ist sie vor 7 Monaten wieder nach Russland gezogen. Jetzt stehen wir vor dem Moment uns in Russland zu Scheiden. Wozu ich jetzt ein paar Fragen habe. Zur Scheidung an sich habe ich keine Fragen, da meine Frau im SAGS alles erfragt hat. Was mich halt interessiert ist.
1. Muss ich bevor wir uns scheiden sie hier in DE beim Meldeamt abmelden?
2. Wo muss ich überall nach der Scheidung hin um Sie Wirksam zu machen? Ich finde hierzu nichts beim OLG Celle.
3. Reicht hier eine übersetzte Scheidungsurkunde mit Apostille?

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 10:53
von klaupe
Mal so aus dem Ärmel heraus, da meine jetzige Frau auch im Ausland geschieden wurde. Da gab es hier dann ähnliche Rennereien
hangstergeorg hat geschrieben:1. Muss ich bevor wir uns scheiden sie hier in DE beim Meldeamt abmelden?
Wer hier weg zielt, sollte sich abmelden, sonst ist das eine Ordnungswidrigkeit. Interessant ist es auch für GEZ, Müllabfuhr oder andere personenbezogenen Umlagen und falls sie mal hier gesucht wird (Polizei, Behörden, Vertragspartner, Gerichtsvollzieher) muss man keine komplizierten Erklärungen abgeben.
Für eine Scheidung ist es (hier wenigstens) ohne Bedeutung. Man kann ja auch geschieden zusammen leben in einer Wohnung. Wie die russischen Behörden darüber denken, werden Andere beantworten müssen.
hangstergeorg hat geschrieben:2. Wo muss ich überall nach der Scheidung hin um Sie Wirksam zu machen? Ich finde hierzu nichts beim OLG Celle.
Gibt es auch unwirksame Scheidungen? Das zuständige Standesamt ist da Ansprechpartner. In der Regel informieren die dann das Standesamt des Geburtsorts (dort liegt das persönliche "Zentralregister"), Finanzamt, Ausländeramt usw. Könnte noch sein, dass man sich bei der Krankenkasse (Familienversicherung), Rentenkasse (Versorgungsausgleich), Arbeitsamt (ALGII?) Versicherungen usw. melden muss um Forderungen und Ansprüche zu regulieren. Das weiß aber in der Regel das Standesamt genau.
hangstergeorg hat geschrieben:3. Reicht hier eine übersetzte Scheidungsurkunde mit Apostille?
Ja, von einem vereidigten Übersetzer.

Einen Eid leiste ich auf meine Aussage nicht, aber beim Standesamt sollte man es verbindlich sagen können.

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 11:12
von Dietrich
klaupe hat geschrieben:
hangstergeorg hat geschrieben:3. Reicht hier eine übersetzte Scheidungsurkunde mit Apostille?
Ja, von einem vereidigten Übersetzer.
"Vereidigt" meint hier: Von einem in Deutschland gerichtlich für die russische Sprach zugelassenen Übersetzer.
Also auch wenn solche Übersetzungen in Russland viel billiger zu bekommen sind (auch mit tollen großen, buten Stempeln drauf), so muss die doch in D angefertigt werden...

Re: Scheidung nach 4 Jahren

Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 11:20
von klaupe
Dietrich hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:
hangstergeorg hat geschrieben:3. Reicht hier eine übersetzte Scheidungsurkunde mit Apostille?
Ja, von einem vereidigten Übersetzer.
"Vereidigt" meint hier: Von einem in Deutschland gerichtlich für die russische Sprach zugelassenen Übersetzer.
Also auch wenn solche Übersetzungen in Russland viel billiger zu bekommen sind (auch mit tollen großen, buten Stempeln drauf), so muss die doch in D angefertigt werden...
Ja, so heißt das natürlich korrekt!

Ich glaube die bunten Stempel gelten auch hier, wenn wiederum der Übersetzer per Apostille bestätigt wird. Na dann lohnt es wohl kaum noch.
So teuer ist aber eine Dokumentübersetzung nicht. Ich zahlte für einen ganzen Stapel Dokumente ca. 45 €uronen