Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Laikesh
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Samstag 18. April 2015, 21:49

m1009 hat geschrieben:Falls das Kind in Russland zur Welt kommen soll, erst Heiraten, Dokumente der Partnerin aendern lassen, dann die Geburt. Erspart einiges an Nerven und Rennereien bei den Behoerden. Ein Kind bringt keine "Vorteile" bei der Erteilung eines Visa. Die Heirat schon. Deine Frau kann nach der Heirat ein Ehegatten Schengen-Visum beantragen, kostenlos und bei Erstausstellung fuer mind. 1 Jahr.

Viel Glueck Euch beiden.

Danke ;-)

Wir werden erst heiraten, vielleicht sogar der Papiere wegen erst in Dänemark, dann späte richtig in Russland. Überhaupt denke ich dass die Hochzeit dort schöner ist. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fühlte ich mich sofort gut aufgehoben. Vielleicht weil sich die französische Kultur sehr gut mit der russischen versteht…

Ich war nie ein großer Kirchenbänger, aber die Atmo in einer russisch-orthodoxen während der Fastenmonate hat mich berührt; ich bin nun sehr viel mehr offen, kann mir auch vorstellen hier zu heiraten. Dann werden vermutlich viele meiner Gäste nicht dahinkommen können, aber nun ja.



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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Sonntag 19. April 2015, 00:53

Berlino10 hat geschrieben:Heiraten, dann gemeinsames Kind, ist sicher bürokratisch unbeschwerter ... Als deine Ehefrau hat sie ohnehin ein Recht, mit dir in DEU zu leben, dieser Ehegattennachzug ist bspw. ohne jede finanzielle Überprüfung. Mit unehelichem Kind wird das als 'Familiennachzug zu einer Ausländerin' sicher - wie von anderen geschrieben - komplizierter. Zu FR kann ich nichts sagen.

Ich freue mich sehr auf meine kurz bevorstehende Hochzeit in RUS. Das SAGS in Volgograd war sehr kooperativ und hat es uns einfach gemacht. Da wir nach der Hochzeit sicher auch erst einmal in DEU leben werden, war es für mich Ehrensache, dass wir uns in RUS gebührend "verabschieden", und einen wichtigen Lebensteil noch gemeinsam mit der Russischen Familie feiern - das können sie mMn ohnehin viel besser und leidenschaftlicher.

Glückwunsch Dir!!!
Warum möchtet ihr zunächst in D leben? Beruflich bedingt? Das ist leider eine entscheidungstragende Komponente, leider. Feiert schön und Alles Gute!

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Berlino10 » Sonntag 19. April 2015, 09:56

Beruflich wäre egal ... ich arbeite im Internet ... das gibt es überall.
Sie kann aber gut Deutsch, ich nur schlecht Russisch.
Hauptgrund sind meine Kinder aus 1. Ehe, die ich nicht nach RUS mitnehmen könnte.
Danke, wir strengen uns an ;)

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von lausi » Sonntag 19. April 2015, 16:25

m1009 hat geschrieben:Ein Kind bringt keine "Vorteile" bei der Erteilung eines Visa
Doch. Als Mutter eines deutschen Kindes braucht sie kein A1-Sprachzertifikat für die Familienzusammenführung nach D.
„Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass wir das nicht hinkriegen.“
(Angela Merkel bei Anne Will)

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Norbert » Montag 20. April 2015, 11:49

Laikesh hat geschrieben:Wir werden erst heiraten, vielleicht sogar der Papiere wegen erst in Dänemark, dann späte richtig in Russland.
Ich rate davon eher ab. Ihr habt so schon drei Länder im Spiel ... wozu noch ein viertes dazuholen. Ja, die Hochzeit selbst ist dort einfacher, aber die Familienzusammenführung danach - vor allem wenn man Pech mit den Beamten hat - schwieriger. Dazu eben die rechtliche Frage, noch ein Rechtssystem beachten zu müssen, sollte es mal zu Problemen kommen. (Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber binationale Ehen, wo einer der Partner umziehen muss, sind grundsätzlich nicht die einfachsten. Ich will niemandem eine Scheidung wünschen, aber man sollte sich bewusst sein, dass das Thema bei einer binationalen Ehe durchaus relevant werden kann.)



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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Wladimir30 » Montag 20. April 2015, 12:10

Norbert hat geschrieben: Ich will niemandem eine Scheidung wünschen, aber man sollte sich bewusst sein, dass das Thema bei einer binationalen Ehe durchaus relevant werden kann.)
Leider leider, und ich finde, dass Du hier zu vorsichtig formuliert hast. Ich kenne eine ganze Reihe von Mischehen (nicht nur russisch-deutsch), und sehr viele von ihnen sind eben aufgrund der Mentalitätsunterschiede, die sich dann oft erst im grauen Alltag voll und ganz offenbaren, geschieden oder stehen gar nicht gut da. Interessanterweise betrifft das aus meinem Erfahrungsbereich NICHT die Mischehen, wenn beide in RUS leben.
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von m1009 » Montag 20. April 2015, 12:15

Weil wohl auch die Minderheit bereit ist, fuer die Frau nach RUS zu gehen. Dazu, was ich oft hoere, "Die Frauen muessen doch froh sein, wenn wir sie aus Russland rausholen". Wenn nach einigen Monaten die rosarote Brille verschwunden ist, die Umgesiedelten merken, was es doch fuer ein Krampf ist, im "Goldenen Westen" zu leben, dann kommt die Sehnsucht.

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Wladimir30 » Montag 20. April 2015, 12:21

Absolut richtig!!!!

Aber nicht nur. Viele Verhaltensmuster beissen sich regelrecht, so dass ein zumindest normales Zusammenleben erheblich gestört sein kann, wenn nicht die Bereitschaft besteht, sich auf diese Unterschiede einzulassen und Abstriche von den eigenen Wertmaßstäben zu machen. So Fragen wie "Du bist ein Mann/eine Frau, und deshalb ist es DEINE Sache, dies oder das (nicht) zu machen!" Wird zum Beispiel besonders deutlich, wenn Streitigkeiten beigelegt werden sollen, und die kulturspezifischen Verhaltensmassregeln sich widersprechen.
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Montag 20. April 2015, 12:23

ok, ich verstehe eure Einwände und Anregungen. Rosarote Brille ist sicher noch da, aber unsere Geschichte ist wirklich außergewöhnlich, es ist einfach perfekt und wir sind beide Künstler, haben beide den Wunsch "the next step" zu beschreiten. Ich hatte bisher noch niemals an Kinder/Ehe gedacht mit 36, und es kam auch von mir… Sie meinte erst, es habe Zeit, doch angesichts der Papiere usw. Es macht Sinn jetzt zu heiraten, wenn auch zunächst ohne Feier.

Nun, angenommen wir heiraten in Russland:

- Sie muss lediglich diesen Ledigkeitesnachweis besorgen, den es offenbar dort nicht gibt, welchen man aber durch einen Notar und der entsprechenden Niederschrift ersetzen kann, richtig?

- meine Papiere müssen alle übersetzt werden samt Apostille, korrekt? Weiß jemand wie kompliziert das Prozedere in St.-Petersburg ist? Es scheint ja doch regionale Unterschiede zu geben. Welcher Zeitraum ist realistisch? Wie gesagt, wir möchten es so schnell wie möglich. Ihr Visum für 90 Tage in Europa ist bald abgelaufen, ich selbst hatte letzthin nur ein 7-Tage-Visum… Das ist keine Lösung, wir wollen zusammen sein

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von m1009 » Montag 20. April 2015, 12:42

ok, ich verstehe eure Einwände
Das hat absolut nichts mit Eurer Situation zu schaffen.... ;) ... Entschuldige, das wir Deinen Beitrag verunstalten..



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