Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Saboteur » Montag 20. April 2015, 13:03

Nun, angenommen wir heiraten in Russland:
Ledigkeitesnachweis: den braucht Sie nicht. Da die Heirat in den Pass gestempelt wird. Heißt kein Eintrag = ledig.

meine Papiere müssen alle übersetzt werden samt Apostille, korrekt?

richtig, ich brauchte damals ein Ehefähigkeitszeugnis. Das wird aber nicht immer verlangt. Am besten man erkundigt sich vor Ort im Sags. Bisher gibt es nur Berichte über kooperative & meist hilfsbereite Sagsmitarbeiterinnnen.

Wir haben die Hochzeit samt Papieren in ca. 3,5 Monaten organisiert. Das hat viele Nerven und viel Geld gekostet. Aber es war machbar. Auf den 1. Blick ist alles verwirrend und verrückt aber da blickt man schnell durch.

hier unser Dokumenteschema :)

PS: bei uns war es so, dass sie vor der Hochzeit ein paar Monate in Deutschland war.
Schema Dokumente klein Kopie.jpg
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von inorcist » Montag 20. April 2015, 15:14

Ich denke auch mal, dass die Hochzeit in Russland insgesamt unproblematischer sein dürfte. Wir sind schlussendlich einfach mit notariell beglaubigter Übersetzung meiner apostillieten Meldebescheinigung zum ZAGS und die wurde dann problemlos akzeptiert.

Falls sie deinen Namen annehmen will, würde ich mich allerdings vorerst schlau machen, ob das nicht zu einer Veranstaltung des Namens führen kann, wenn er ins kyrillische und wieder zurück transskribiert wird.

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Wladimir30 » Montag 20. April 2015, 15:45

Hochzeit in DEU ist wohl einfacher. Ich mußte damals ein Ehefähigkeitszeugnis anbringen (das zu kriegen war allerdings wirklich saublöd und hat lange gedauert), pol. Führungszeugnis u.ä., das alles beglaubigen lassen und in RUS übersetzt und die Übersetzung notariell beglaubigen lassen. Geburtsurkunde vorher noch mit Apostille versehen.

Wie es ist, wenn Kinder da sind, weiß ich nicht.

@Saboteur, ich finde Deine Aufsellung absolut spitze gemacht! Ich denke, da sieht man sehr schön, dass in Hochzeit in RUS einfacher sein müßte.

Mit dem Namen: soweit ich es weiß, gibt das Namensrecht in beiden Ländrn die Möglichkeit, bei entsprechendem Nachweis die Schreibung des transliterierten Namens nicht nach den offiziellen Transliterationstabellen zu handhaben, sondern begründete Ausnahmen zu machen. Deshalb ist dieser Punkt vermutlich ein Problem, aber ein kleines bis höchstens mittleres und damit lösbares.
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Montag 20. April 2015, 18:09

schön dass alle eine andere Meinung haben wo es einfacher ist zu heiraten… ;-)

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Wladimir30 » Montag 20. April 2015, 18:16

Das liegt sicher daran, dass jeder andere Erfahrungen gemacht hat. Der Hauptgrund ist wohl, dass es eben sehr stark davon abhängt, an wen du gerade gerätst.

Deshalb ist die Aussage, dass jeder was andres sagt, eben auch eine Aussage, die einen eigenen Wert hat. Bleibt nur zu wünschen: viel Glück!!!!!
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Montag 20. April 2015, 18:19

Genau das befürchte ich, und ich tendiere noch immer zu Dänemark. Ich meine, die Dokumente sind auf ENGLISCH; das sollte doch nicht wirklich kompliziert werden hinterher!?

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Saboteur » Montag 20. April 2015, 21:38

Es ist nirgendwo einfacher zu heiraten.Vermutlich hast du in allen Fällen früher oder später die gleiche Rennerei. Die Frage ist, wie möchtet ihr heiraten? Schliesslich sind die Papiere meist nur ein Teil einer Hochzeit.

Mit viel Familie von beiden Seiten bzw. mit überwiegend russischer Familie -> dann ist Russland vermutlich insgesamt einfacher.
Mit viel Familie aus Deutschland und wenig Familie aus Russland -> dann ist Deutschland vermutlich einfacher.
Ohne Familie -> Dänemark

Das mit den Papieren kriegt man in der Regel hin - egal wo. Vermutlich Tausende andere haben es auch geschafft...

An eurer Stelle würde ich in Piter heiraten. Da kommt die deutsche Familie gut hin. Für die Russen ist es wesentlich einfacher und es wird sicher unvergesslich.
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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von fugen » Dienstag 21. April 2015, 00:09

Russland ist einfacher und mit Kind bzw einer Bescheinigung dass sie schwanger ist noch einfacher ;-)

Wenn Sie einen Nachweis hat dass sie schwanger ist bekommt ihr sofort einen Termin in sags wenn nicht schwanger Wartezeit!

Papiere in D zu besorgen ist wohl das einfachste was es gibt

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Norbert » Dienstag 21. April 2015, 07:27

Meine Erfahrung ist auch: Wenn man will und positiv denkt und es als erste ernsthafte Herausforderung für die künftige Ehe sieht, dann ist der Papierkram Pillepalle. Wir haben es damals innerhalb von zwei Monaten problemlos geschafft und die Beamten auf allen Seiten waren nett. Sie haben uns klar gesagt, warum sie was brauchen - im Zweifelsfall auch mit dem Kommentar: "Ich muss halt irgendwas abheften!" Und "irgendwas zum Abheften" war natürlich mit etwas Fantasie kein Problem. Es ist außer der gewöhnlichen Anmeldegebühr auch kein einziger Rubel geflossen.

Welches Land nun einfacher ist, haben wir schon klar und deutlich gesagt: RU und D unterscheiden sich, falls RU das Ehefähigkeitszeugnis vom deutschen Partner fordert, nur marginal. Fordern sie es nicht, so ist es in RU einfacher.

Feier und Zeremonie würde ich nicht entkoppeln - da bin ich traditionell eingestellt - es sei denn, man will sowieso noch kirchlich heiraten.

Soooo viele Vorteile bringt die Ehe für das alltägliche Visum sowieso nicht - nur beim Zusammenziehen oder Nachwuchs ist es halt wirklich wichtig. Deswegen halte ich eine vorgezogene Eheschließung nur für bedingt sinnvoll.

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Re: Heirat vor oder nach der Geburt des Kindes einfacher?

Beitrag von Laikesh » Dienstag 21. April 2015, 20:30

Norbert hat geschrieben:Meine Erfahrung ist auch: Wenn man will und positiv denkt und es als erste ernsthafte Herausforderung für die künftige Ehe sieht, dann ist der Papierkram Pillepalle. Wir haben es damals innerhalb von zwei Monaten problemlos geschafft und die Beamten auf allen Seiten waren nett. Sie haben uns klar gesagt, warum sie was brauchen - im Zweifelsfall auch mit dem Kommentar: "Ich muss halt irgendwas abheften!" Und "irgendwas zum Abheften" war natürlich mit etwas Fantasie kein Problem. Es ist außer der gewöhnlichen Anmeldegebühr auch kein einziger Rubel geflossen.

Welches Land nun einfacher ist, haben wir schon klar und deutlich gesagt: RU und D unterscheiden sich, falls RU das Ehefähigkeitszeugnis vom deutschen Partner fordert, nur marginal. Fordern sie es nicht, so ist es in RU einfacher.

Feier und Zeremonie würde ich nicht entkoppeln - da bin ich traditionell eingestellt - es sei denn, man will sowieso noch kirchlich heiraten.

Soooo viele Vorteile bringt die Ehe für das alltägliche Visum sowieso nicht - nur beim Zusammenziehen oder Nachwuchs ist es halt wirklich wichtig. Deswegen halte ich eine vorgezogene Eheschließung nur für bedingt sinnvoll.


Wir möchten ja zusammenleben; ich habe ein Haus in Frankreich, sie eins in Russland. Wir werden hin- und herpendeln, ich denke das ist so ungewöhnlich nicht heutzutage.



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