Heirat meiner russischen Freundin aus Thailand

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Krabik
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Heirat meiner russischen Freundin aus Thailand

Beitrag von Krabik » Freitag 27. Januar 2017, 14:40

Hi Leute,

ich bin seit Oktober 2016 fleißig am durchforsten des Forums und allem anderen was ich zu dem Thema finden konnte.
Insgesamt bin ich aber nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe und entschloss mich deshalb, mich hier anzumelden.
Natürlich möchte ich jetzt nicht nur meine Fragen posten, Antworten abstauben und das wars.
Ich werde über den weiteren Verlauf informieren und mein Bestmögliches zur Community beitragen, wenn ich meine ersten Erfahrungen gesammelt habe.
Ich schreibe das, weil ich weiß, dass es oft nicht gern gesehen wird, wenn jemand gleich im ersten Beitrag mit einem Haufen Fragen ankommt.

Zur Vorgeschichte:
Ich war im Oktober 2016 in Thailand und das keinesfalls wegen der günstigen Vergnügungsmöglichkeiten.
Nachdem die Hälfte meines Urlaubes herum war, habe ich eine Russin kennengelernt. Die restlichen sieben Tage haben wir zusammen verbracht.
Sie lebt seit 2 Jahren in Thailand und arbeitet dort (das wird später noch wichtig).
Direkt im Anschluss an meinen Urlaub in Thailand flog sie nach Spanien in den Urlaub und statt 14 Tage in Spanien zu verbringen, flog sie von dort nach Deutschland um einen Teil des Urlaubs gemeinsam zu verbringen.

Sie flog zurück nach Thailand und nun, knapp 2,5 Monate (mit mehreren täglichen Skype-Sitzungen trotz grauenhaftem Thai-Wifi und allen Umständlichkeiten wie 6 h Zeitdifferenz, unterschiedliche Arbeitszeiten usw.) später ist sie wieder hier, mit Schengen-Multivisum gültig für 2,5 Monate.
Ich weiß, es gibt viele Damen die mit verschiedensten Maschen genau das erreichen wollen, aber auszuführen, weshalb ich mir sicher bin, dass es sich hier um keinen dieser Fälle handelt würde den Rahmen sprengen.

Wir wollen heiraten und haben versucht alle Möglichkeiten zu recherchieren, doch sind uns in einigen Dingen unschlüssig.
Jetzt stellen sich mir ein paar Fragen auf die ich zu keiner klaren Antwort komme, deshalb liste ich jetzt einfach mal auf, wie ich die Sachlage einschätze und würde euch bitten, ggf. zu korrigieren.

- Egal wo wir heiraten würden (Dänemark usw.), sie benötigt schlussendlich das Zertifikat des Goethe-Instituts zur Familienzusammenführung (alle anderen Dokumente außer Acht gelassen). Ohne dieses, kein längerfristiger Aufenthalt. (Es geht nicht darum das der Wille nicht da ist, nur sitzt uns die Zeit im Nacken, siehe weiter unten)
- Sie hält sich mit einem Touristenvisum hier auf, das kann nicht verlängert werden, z.B. in ein Heiratsvisum (durch Beantragung bei der russischen Botschaft), auch wenn der Wunsch zur Heirat erst nach Erteilung des Schengen-Visums sowie der Einreise entstand.
- In allen Fällen muss sie nach Ablauf des bestehenden Visums ausreisen und kann frühestens nach 3 Monaten wieder nach D einreisen. Auch das Beantragen eines Heiratsvisums
- Eine Heirat in Dänemark stellt keine Vereinfachung zur Heirat in Russland dar.

Das Problem ist einfach, das sie die letzten 2 Jahre nicht in Russland gelebt hat und dort auch keine Familie hat.
Dementsprechend stellt es sich schwieriger dar, als kurz nach Russland zu reisen, den Sprachkurs weiterzuführen und nach Ablegen der Prüfung mit Heiratsvisum wieder zurückzukommen, da Job/Wohnung etc. nicht bestehen.

Ich hoffe ihr habt ein paar Ratschläge aus euren Erfahrungen und bin froh über jede Hilfe!
Grüße, Krabik



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jackie_rs
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Re: Heirat meiner russischen Freundin aus Thailand

Beitrag von jackie_rs » Samstag 28. Januar 2017, 16:02

Krabik hat geschrieben:Ich weiß, es gibt viele Damen die mit verschiedensten Maschen genau das erreichen wollen, aber auszuführen, weshalb ich mir sicher bin, dass es sich hier um keinen dieser Fälle handelt würde den Rahmen sprengen.
Gut, dass du das dazu schreibst, denn ansonsten würdest du wahrscheinlich erstmal mit Kommentaren übersät. Ich verkneif mir das jetzt mal.
Egal wo wir heiraten würden (Dänemark usw.), sie benötigt schlussendlich das Zertifikat des Goethe-Instituts zur Familienzusammenführung [...] Dementsprechend stellt es sich schwieriger dar, als kurz nach Russland zu reisen, den Sprachkurs weiterzuführen und nach Ablegen der Prüfung mit Heiratsvisum wieder zurückzukommen, da Job/Wohnung etc. nicht bestehen.
Das Zertifikat ist doch (meines Wissens) weltweit einheitlich. Warum muss sie das in Russland machen? Außerdem, Sprachkurs und Prüfung sind doch nicht aneinander gebunden. Sie kann die Sprache sonstwo lernen, und dann nur die Prüfung beim Goethe-Institut machen. Und ob sie das jetzt in Deutschland oder Thailand macht...
Sie hält sich mit einem Touristenvisum hier auf, das kann nicht verlängert werden, z.B. in ein Heiratsvisum (durch Beantragung bei der russischen Botschaft), auch wenn der Wunsch zur Heirat erst nach Erteilung des Schengen-Visums sowie der Einreise entstand.
Wie kannst du denn bitte bei der russischen Botschaft ein Heiratsvisum für Deutschland beantragen? Damit haben die russischen Behörden doch gar nichts zu tun. Außerdem, ist es in Deutschland nicht möglich mit einem Touristenvisum zu heiraten?


Ansonsten, habt ihr in Erwägung gezogen, ein Arbeitsvisum für sie zu bekommen? Ich nehme an, früher oder später sucht sie sich eh einen Job. Dann wäre ein Einkommen da, und mehr als genug Zeit den ganzen anderen Papierkram zu erledigen...
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Re: Heirat meiner russischen Freundin aus Thailand

Beitrag von tl1000r » Sonntag 29. Januar 2017, 14:04

Schon bei den Profis nachgefragt oder gelesen? --> http://www.info4alien.de//

Anelya
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Re: Heirat meiner russischen Freundin aus Thailand

Beitrag von Anelya » Montag 30. Januar 2017, 13:51

Sie kann die A1-Prüfung problemlos in Thailand ablegen und auch das Visum zu einem längeren Aufenthalt in Deutschland (in deinem Fall: Visum zur Eheschließung vor einer Eheschließung bzw. Visum zur Familienzusammenführung nach einer Eheschließung, wo auch immer diese stattfand) problemlos in Thailand beantragen. Für letzteres braucht sie selbstverständlich einen legalen Langzeitaufenthalt in Thailand (daran scheitert es meistens, also Obdach).

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