Heiraten in Krasnodar

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Moelle
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Heiraten in Krasnodar

Beitrag von Moelle » Montag 20. November 2017, 17:07

Hallo zusammen,

meine Freundin (Russin und wohnhaft in Krasnodar, nie verheiratet, keine Kinder) und ich (Deutscher wohnhaft in Deutschland, nie verheiratet, keine Kinder) wollen heiraten.

Nun stellte sich ja sehr schnell heraus das dies erhebliche bürokratische Hindernisse mit sich bring.

Nach allem was ich hier so gelesen habe gibt es nun mehrere Möglichkeiten.

1. Heiraten in Deutschland, dafür möchte das Standesamt eine sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis der Frau haben. das bedeutet X Dokumente kopieren, übersetzen, beglaubigen, Apostillen und versenden. :shock:

2a, Heiraten in Russland, möchte das dortige Standesamt ebenfalls dieses ominöse EFZ, bedeutet dies die gleiche Prozedur wie in Deutschland.
2b, in Russland ein Standesamt finden was mit einer Bescheinigung zufrieden ist in der zu erkennen ist das ich ledig bin. (z.B. Meldebestätigung)

Da dies, laut Forum, in jedem Amt in Russland anders gehabt wird, und eine Russische Frau überall heiraten darf, nun folgende Frage:

Wo gibt es ein solches Standesamt ?
Gelesen habe ich von dem in Moskau Nr.4, leider sind die Beiträge alle recht alt und die politische Situation hat sich ja leider erheblich verschlechtert.

Und kennt jemand vllt eines in der Nähe von Krasnodar die einer Hochzeit nicht unnötig viele Steine in den Weg legen ?

Ich danke vorab für alle Tips, gerne auch weitere.

Viele Grüße
Kai



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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von m5bere2 » Montag 20. November 2017, 18:13

Moelle hat geschrieben:Nun stellte sich ja sehr schnell heraus das dies erhebliche bürokratische Hindernisse mit sich bring.
Ach komm, das ist doch erst der Anfang. Die richtige Bürokratie kommt hinterher. :lol:
1. Heiraten in Deutschland, dafür möchte das Standesamt eine sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis der Frau haben. das bedeutet X Dokumente kopieren, übersetzen, beglaubigen, Apostillen und versenden. :shock:
Und selbst dann wirst du das Zeugnis nicht kriegen, weil es sowas aus Russland nicht gibt. Das wird in Deutschland dann vor einem Gericht verhandelt und das wird euch für eine Verhandlunsgebühr von etwa 300 Euro (je nach eurem Einkommen) von der Beibringung des Zeugnisses befreien.

Übrigens brauchte ich zum Heiraten in Deutschland von meiner russischen Frau keine einzige Apostille. Das kommt sehr auf das jeweilige Standesamt an (wir waren in Berlin-Charlottenburg). Alles, was ich brauchte, war eine beglaubigte Übersetzung ihrer sowjetischen Geburtsurkunde, ihre notarielle eidesstattliche Erklärung, dass sie nie verheiratet war und nicht ist, einen Zettel aus dem Konsulat, dass sie ledig ist ... und das ging dann ans Gericht und ab zum Standesamt. Gar nicht so schlimm also, die Dokumente waren in nullkommanix zusammengesucht.

Wo wollt ihr denn dann zusammen leben? In Russland oder Deutschland?

Moelle
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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von Moelle » Montag 20. November 2017, 20:51

Morgen hat das Standesamt in Finsterwalde geöffnet, da werde ich mal vorstellig und fragen was ich brauche.

Wir wollen hier in Deutschland leben, wobei Sie mich auch nach Russland eingeladen hat.
Ich kann es mir nur nicht vorstellen, schon allein wenn ich an meine Russischstunden in der Schule denke, ich habe mich derart schwer getan das ich es mir nicht vorzustellen vermag jemals die Sprache auf einem vernünftigen Level zu beherrschen.
Von der Arbeit mal ganz abgesehen, ich bin selbstständig mit weiteren Partnern und mache meine Arbeit gerne.

Aber man weiß ja nie, ich aber sicher wieder anfangen russisch zu lernen, soweit es halt geht.

Ich danke Dir auf jeden Fall für Deine Antwort, das ist Mal ein Lichtblick in all dem Behördendunkel.

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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von m5bere2 » Montag 20. November 2017, 21:13

Also in der Schule war mein Russisch auch schlecht, über ein paar simple Sätze kam ich nie hinaus und ich habe es sogar abgewählt.

Aber jetzt fällt manchen Leuten in Russland nicht mal auf, dass ich Ausländer bin. ;) Die Motivation ist heute eben eine andere ... damals war es "ach, das brauchst du eh nie!" ... na hätte ich das damals mal gewusst.

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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von Wladimir30 » Montag 20. November 2017, 21:16

Mein Russisch in der Schule war gar nicht existent. Hab erst mit Mitte 20 die ersten Gehversuche unternommen. Geht auch.

Hätte mir damals auch vieles nicht träumen lassen. Aber erstens kommt es anders zweitens als man denkt.
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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von bella_b33 » Montag 20. November 2017, 21:58

Moelle hat geschrieben:Wo gibt es ein solches Standesamt ?
Ich hab 2008 in Saransk ganz normal mit appostillierter Meldebescheinigung geheiratet.....
Ich kann mal nen Bekannnten fragen, der letztens erst bei uns geheiratet hat, wie das bei ihm war.
Wladimir30 hat geschrieben:Mein Russisch in der Schule war gar nicht existent. Hab erst mit Mitte 20 die ersten Gehversuche unternommen. Geht auch.
Ich hab mit 26 Jahren auch meinen ersten Kontakt mit Land und Sprache gehabt....passt, wenn man sich nicht total dagegen stellt :)
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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von bella_b33 » Montag 20. November 2017, 22:51

bella_b33 hat geschrieben:Ich kann mal nen Bekannnten fragen, der letztens erst bei uns geheiratet hat, wie das bei ihm war.
Er hat mir gerade geantwortet: Er hat mit Meldebescheinigung geheiratet und die wollte nichtmal jemand sehen :lol:
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von Moelle » Montag 20. November 2017, 23:08

das klingt ja ganz gut,

Natalie möchte morgen noch Mal in Ihrem Geburtsort nachfragen was die denn fordern.
Organisatorisch gehört es zwar zu Krasnodar, und dort wollen sie das EFZ, aber vielleicht gibt es da ja keine einheitliche Richtline.

Ich werde mich hier melden wenn ich was genaues weiß.

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Re: Heiraten in Krasnodar

Beitrag von jackie_rs » Montag 20. November 2017, 23:40

Moelle hat geschrieben:Hallo zusammen,
1. Heiraten in Deutschland, dafür möchte das Standesamt eine sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis der Frau haben. das bedeutet X Dokumente kopieren, übersetzen, beglaubigen, Apostillen und versenden. :shock:

2a, Heiraten in Russland, möchte das dortige Standesamt ebenfalls dieses ominöse EFZ, bedeutet dies die gleiche Prozedur wie in Deutschland.
2b, in Russland ein Standesamt finden was mit einer Bescheinigung zufrieden ist in der zu erkennen ist das ich ledig bin. (z.B. Meldebestätigung)

Da dies, laut Forum, in jedem Amt in Russland anders gehabt wird, und eine Russische Frau überall heiraten darf, nun folgende Frage:

Wo gibt es ein solches Standesamt ?
Gelesen habe ich von dem in Moskau Nr.4, leider sind die Beiträge alle recht alt und die politische Situation hat sich ja leider erheblich verschlechtert.
Also in Krasnodar kenn ich mich nicht aus, aber ich habe dieses Jahr in Moskau geheiratet. Deine Frau kann als Russin zwar überall heiraten, aber du als Ausländer nicht. In Moskau gibt es zwei Standesämter die das machen, beide bestehen auf das EFZ mit Apostille & amtlicher Übersetzung. Das wars dann aber auch. Wie nervig das ist hängt von deinem deutschen Standesamt ab: meins in München wollte zwar einen großen Stapel Dokumente, aber überhaupt keine Apostillen.

Da wurde mir erklärt, im umgekehrten Fall muss der russische Partner sich vom EFZ vom Landesgericht befreien lassen (denn das gibts in Russland nicht), und dazu sämtliche Dokumente (mehr als ein halbes Dutzend) mit Apostille und amtlicher Übersetzung. Plus Gerichtsgebühren. Ich vermute mal, da ist es billiger die eine Apostille für die russische Urkunde sowie die eine Übersetzung zu machen und dann nachbeurkunden zu lassen.
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Heiraten in Krasnodar

Beitrag von Tonicek » Dienstag 21. November 2017, 00:39

m5bere2 hat geschrieben:Also in der Schule war mein Russisch auch schlecht, . . .
Mein Russisch nicht - war eher das Gegenteil. War auch immer sehr stolzer Sieger der jährlich stattfinden "Russisch-Olympiade" - gibt's die eigentlich heute noch . . . ?

Da es hier aber um's Heiraten geht - nein Danke, egal, wie ich russisch spreche + schreibe - ein gebranntes Kind scheut das Feuer.
Aber Lehrgeld muß jeder mal bezahlen - der eine früher, der Andere später.



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