Namenserklärung vor Hochzeit

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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PID
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Namenserklärung vor Hochzeit

Beitrag von PID » Montag 12. August 2019, 15:50

Hallo liebe Leute :)

Meine Verlobte und ich wollen Ende des Jahres Heiraten. Sie ist 2006 im Alter von 17 Jahren als Spätaussiedlerin (aus Russland) nach §7 BVFG nach Deutschland gekommen. Es wurde nie eine Namenserklärung auf Verzicht des Vatersnamen abgegeben.

In sämtlichen deutschen Dokumenten taucht der Vatersname meiner Verlobten nicht auf, da bei der Einreise via Friedland der Name vom russischen Reisepass in lateinischer Schriftform (und da steht ja der Vatersname nicht) übernommen wurde.

Da der Vatersname aber in ihrer russischen Geburtsurkunde in kyrillisch steht, besteht unser Standesamt (wir heiraten in Deutschland) auf die Namenserklärung meiner Verlobten, da Sie ansonsten später nicht mit "Vorname Nachname", sondern mit "Vorname Vatersname Nachname" in den Eheurkunden geführt wird.

Ich habe dazu 2 Frage:
- ist das normal, dass die deutschen Dokumente ohne Vatersnamen lauten und das Standesamt nun auf den Vatersnamen besteht?
- (die wichtigere Frage): wenn meine Verlobte nun die Namenserklärung abgibt, hat das Auswirkungen auf Ihre russischen Dokumente, bzw. muss sie diese ändern lassen? (sie hat einen russischen Reisepass, nicht aber einen gültigen Inlandsreisepass in Rußland). Sie fliegt mindestens 1x pro Jahr nach Rußland, und hat nun Angst, dass es da zu Problemen kommen kann, wenn die Namenserklärung abgegeben wird.

Wir sind so langsam am verzweifeln :(

Vielen Dank!
Stephan



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Norbert
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Re: Namenserklärung vor Hochzeit

Beitrag von Norbert » Montag 19. August 2019, 11:52

So absurd es klingt, der russische und der deutsche Name können verschieden sein. Da sehe ich also keine Probleme. Es ist ja schon jetzt so, dass sie im deutschen Pass keinen Vatersname hat, im russischen aber schon. Mit der Erklärung wird es dafür nur einen offiziellen Grund geben.

Wieso wegen dem Vatersname Fragen gestellt werden, wundert mich dennoch. Bei meiner Frau steht beispielsweise im russischen Auslandspass der Name (wie bei allen) ohne Vatersname. Und dennoch haben wir nirgends - nicht bei der Hochzeit, nicht bei der Geburtsurkunde unserer Kinder, irgendwelche Rückfragen bekommen. Formell kann man da aber vermutlich wenig machen.

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Re: Namenserklärung vor Hochzeit

Beitrag von PID » Dienstag 20. August 2019, 16:53

Ja ich vermute, dass es einige Landkreise anders handhaben, weil denen eventuell die Erfahrung fehlt. Z.B. bei Städten, wo dies täglich vorkommt, wird evtl. darauf verzichtet, bei kleineren Gemeinden, wo dies evtl. 1x pro Jahr vorkommt halt nicht.

Wir haben uns jetzt dazu entschieden, die Namenserklärung abzugeben. Theoretisch dürfte dadurch ja kein Nachteil entstehen.

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