Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

Moderator: Dietrich

rico

Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von rico » Freitag 10. Juli 2009, 10:11

Hallo an alle die es interessiert.

Nach nun rechtkräftiger Scheidung in Deutschland am 05.03.09 .
Direkt auf das Meldeamt und eine Aufenthaltsbestätigung geholt und mit Post nach Freiburg gesendet um es mit einer Apostille zu versehen.
Keine 5 Tage später zugeschickt bekommen mit Apostille und Rechnung 15€.
Scheidungsurteil nach Freiburg geschickt ebenfalls mit der Bitte um Apostille. 7 Werktage später mit Apostille zurückerhalten mit rechnung 13€.
Passkopie von mir.
Alles eingescannt und an das Übersetzungsbüro nach Moskau geschickt. Haben eins gefunden denen das reicht um die Übersetzung vorzunehmen und auch Notariell zu beglaubigen. Cool nicht! Die wollten noch nicht einmal die Originale sehen!
Meine Einreise war am 17.05.09. Also gleich am Dienstag ( denn Montags geschlossen ) ins Sags Nr. 4.
Lange Schlange vor dem Gebäude wir aber rein mit der Aussage ins Archiv zu wollen.
Dann zur Abteilungsleiterin mit der Bitte um eine schnellstmögliche Heirat ohne wartezeit!
Dokument vorgelegt die belegt das wir ein Inseminationsprogramm vohaben und deswegen so schnell wie möglich heiraten müssen.
Verständnissvolle Mitarbeiterin.
Sofort gab sie uns die Anträge die ich ja auf Russisch in eigenhändiger Schrift ausfüllen muss.
Hatte so meine schwierigkeiten und so hat es meine Frau für mich gemacht. Waren ja alleine und niemand hat es interessiert. Die Heiratsgebühr am Automaten bezahlt.
So nun Kontrolle der ausgefüllten Dokumente und meinen übersetzten Apostillen und pass.
Dann fragte Sie und wann wir denn heiraten wollten? Es Wäre sogar möglich 2 Tager Später zu heiraten. Aber wir hatten einen strengen Terminplan und haben uns für den 28.05.09 entschieden.
Das war´s! :D Noch ein angemessenes " Geschenk " übergeben und gegangen. Konnte es nicht glauben das es so einfach ist!
Dann am 28.05.09 an dem Eingang zur trauung erschienen und geheiratet!
So und nun sind wir dran an dem Ehegatten Nachzug. Wem es auch interessiert dann bitte ich um feedback.
Gruß Rico



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bella_b33
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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von bella_b33 » Freitag 10. Juli 2009, 11:19

Na das liest sich doch mal geschmeidig! Unsere Hochzeit 2008 in Saransk war aber ähnlich problemlos ;)

Gruß
Silvio
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
"Es gibt keinen Haken..."

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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von Axel Henrich » Freitag 10. Juli 2009, 13:56

rico hat geschrieben:Lange Schlange vor dem Gebäude wir aber rein mit der Aussage ins Archiv zu wollen.
Das war´s! :D Noch ein angemessenes " Geschenk " übergeben und gegangen.
Ich hatte bei deinen bisherigen Aeusserungen schon Angst, dir wuerde in Russland ueberhaupt nix gefallen ...

Auf jeden Fall Euch alles Gute und viel Glueck! ;)

-ah-

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!

Beitrag von Lesja » Dienstag 8. September 2009, 00:44

Hallo allerseit,

ja das ist ja mal ein Zufall. Ich war gerade auf der Suche nach dieser Spravka die ich benötige, um in Moskau Sags Nr. 4 bei einer freundlichen Dame zu Heiraten. Vielen vielen Dank für die Info - ich hatte schon Angstperlen auf der Stirn!

Bei mir ist die Situation folgende: Ich habe in Moskau einen Freund, mit dem wir uns im August verlobten. Jetzt möchten wir im Dezember gerne heiraten und gleich danach die Anträge für den Ehegattennachzug stellen.

Es wäre wirklich sehr nett und lieb, wenn du auch so super kurz und knackig alles schildern und schreiben könntest.

Find ich super!


Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Glück! Endlich zusammen - wie schön!!!
Menschheit: einige wenige Vorläufer, sehr viele Mitläufer und eine unübersehbare Zahl an Nachläufern. (Jean Cocteau)

rico

Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von rico » Donnerstag 22. Oktober 2009, 09:24

Nachdem wir also geheiratet hatten sind wir einige Tage später zur Botschaft gegangen und haben uns direkt informiert welche Dokumente wirklich vorliegen müssen um ein Visa zur Familienzusammenführung zu beantragen. Wir waren wohl die ersten die das so gemacht hatten denn die waren erstaunt über diese Vorgehensweise von uns. Nun gut haben aber alle infos erhalten.
Darauf folgende Tage Heiratsurkunde Apostileirt und Übersetzung machen lassen. Da meine Frau meinen Namen angenommen hat musste auch ein neuer inland Pass sowie der Reisepass beantragt werden.
Aber das kann alles miteinander laufen!! D.h. Visa antrag mit altem Namen aber Visa erteilung auf den neuen Namen.
Also Telefonischen Termin bei Visastelle gemacht und dann ist meine Frau erschienen.
Da sie keinen Nachweiss vom Göthe Institut vorlegen konnte hat sie gesagt das sie gerne mündlich ihre Deutschkenntnisse nachweisen möchte. Kein Problem und das Gespräch wurde auf Deutsch vortgesetzt! Standart Unterhaltung.
Schwierigere angelegenheiten wie Passwechsel usw. dann wieder auf Russisch.Sie ist und bleibt in Moskau Registriert. Visaantrag wurde angenommen und das wars erstmal.
So und nun laufen die Mühlen der Deutschen Bürokratie!! ( dachte ich )
Aber schon 17 Tage nach Visaantrag in Moskau hatt mich die Ausländerbehörde eingeladen um offene Fragen zu klären.
Vorzulegen waren :
Arbeitsbescheinigung , Verdienstabrechnung , Mietvertrag , Unterhaltsnachweise , Pass usw.
Also alles normale halt.
Ich dachte das ich nun alles schildern muss wie wann und wo also unsere kommplette Geschichte. Aber nichts dieser Art!
Man fragte überhaupt nichts. So nun dachte ich wieder die Mühlen der Deutschen Bürokratie werden langsam laufen aber wieder falsch gelegen!
2 Tage später wurde Per mail zur Bootschaft nach Moskau von der Ausländerbehörde die Zustimmung zum Visaantrag gesendet.
:-P
Meine Krankenversicherung nachgeragt wegen vorab Zustimmung. Auch kein Problem und diese meiner frau gesendet zum vorlegen.
So und nun musste meine Frau auf ihren Reisepass warten und warten! Dies ging etwas über 2 Monate! :twisted:
Also nicht unsere Behörden machten es sich gemütlich.
Reisepass abgeholt und auf der Bootschaft angerufen das sie nun den Pass vorliegen hat und das Visa gerne abholen würde.
Gesagt getan Pass abgegeben und einen Tag später abgeholt natürlich mit Visa! Flugticket hatten wir schon gekauft.
Flug ging über Wien nach Zürich von dort habe ich sie dann abgeholt und sind nach lörrach( Deutschland ) gefahren. Aber es gab keinerlei Schwierigkeiten mit dem Schengenvisa aus Deutschland.
Nächten Tag zum anmelden hier und dann auf die Ausländerbehörde. Antrag ausgefüllt und 2 Tage drauf die Aufenthaltsgenehmigung abgeholt.
Das war es im großen und ganzen. Nun folgen Integrationskurs und Arbeitssuche. Und natürlich unser Glückliches zusammenleben! Nun endlich zusammen und nicht mehr eine Fernbeziehung!
Ich hoffe es gefällt einigen was ich hier geschrieben habe?!
Gruß



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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 22. Oktober 2009, 10:03

Hat ja nun doch etwas gedauert, aber letzten Endes hat ja alles geklappt. Glückwunsch!
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von Norbert » Donnerstag 22. Oktober 2009, 10:08

rico hat geschrieben:Ich hoffe es gefällt einigen was ich hier geschrieben habe?!
Danke, solche Erlebnisberichte sind immer hilfreich. Es wird unsere Forenteilnehmer aus dem AA freuen, dass sie mal lobend erwähnt werden. :)

Nur ein Tipp am Rande: Goethe mit ö ist eine Todsünde! 8)

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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 22. Oktober 2009, 10:15

Auch von mir Gratulation!!!!
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....

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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von harald63 » Donnerstag 22. Oktober 2009, 10:32

Glückwunsch!

Ist gut, auch mal positive Geschichten zu schreiben. Meist lässt man sich ja nur aus, wenn es Probleme gibt. Das verzerrt dann etwas den Blick auf die Realität.

In welcher Ecke von Lörrach lebt ihr?

Harald,

Alt-Lörracher

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Re: Eheschließung in Moskau meine Geschichte

Beitrag von CSB_Wolf » Donnerstag 22. Oktober 2009, 14:28

rico hat geschrieben:Nun endlich zusammen und nicht mehr eine Fernbeziehung! Ich hoffe es gefällt einigen was ich hier geschrieben habe?! Gruß
Sehr gut geschrieben, von mir auch herzlichen Glückwunsch und willkommen im Club der Lörracher 8) Wenn wir mal ein Bordietreffen machen würden, hätten wir nur einige Km zu fahren :lol:

Gruss
wolf



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