Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Hier findest Du Insiderinformationen zum mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Russland die Dir helfen das Leben in Russland zu meistern. Du lebst (noch) nicht in Russland? Dann könnte dieses Unterforum für Dich besonders interessant sein, damit Du von unseren Erfahrungen profitierst. Expats are welcome!
kamensky
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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von kamensky » Montag 6. Juni 2016, 12:23

@zimdriver
Mehrheitlich?


Ja, oder wie wuerdest du regelmaessige Treffen in Kontext mit Bowling spielen den benennen
Es ist ganz bestimmt nicht meine Aufgabe, an Demonstrationen teilzunehmen oder Vorträge über das westliche Demokratieverständnis zu halten.
Mache ich doch auch nicht, oder ist es verwerflich, an einem von der Eburg Duma zugewiesenen Platz, einem Verstorbenen mit einer Blume zu gedenken?
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.



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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von bella_b33 » Montag 6. Juni 2016, 12:49

zimdriver hat geschrieben: Ich denke, man sollte das Gastrecht nicht überziehen, wenn man nicht anschliessend eine Karriere als Russland- Spezialist im deutschen TV plant. Ich kam nach Russland, um ein Geschäft aufzubauen, nicht als Mitarbeiter einer NGO. Es ist ganz bestimmt nicht meine Aufgabe, an Demonstrationen teilzunehmen oder Vorträge über das westliche Demokratieverständnis zu halten.
Sehe ich genauso, wobei ich aber nicht wegen der Arbeit in RU bin, das ist bei mir nur das Sahnehäubchen ;)

Gruß
Silvio
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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von Norbert » Montag 6. Juni 2016, 13:02

zimdriver hat geschrieben:Es ist ganz bestimmt nicht meine Aufgabe, an Demonstrationen teilzunehmen oder Vorträge über das westliche Demokratieverständnis zu halten.
Absolut, genau dieser Meinung bin ich auch. Die Gesellschaft soll selbst entscheiden, wofür und wogegen sie sind. Da kann ich als ausländischer Gast eine Meinung zu haben, aber ich sollte diese nicht propagieren.

Aber ich werde nicht deswegen Freundschaften zu Leuten abbrechen, die an Demonstrationen teilnehmen oder kritische Vorträge halten. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass dies von mir erwartet wird.

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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von zimdriver » Montag 6. Juni 2016, 13:29

Norbert hat geschrieben:...Aber ich werde nicht deswegen Freundschaften zu Leuten abbrechen, die an Demonstrationen teilnehmen oder kritische Vorträge halten. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass dies von mir erwartet wird.
... genauso sehe ich das auch und bin in weniger demokratischen Gesellschaften der ex- SU gut zurecht gekommen.

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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von Wladimir30 » Montag 6. Juni 2016, 14:41

Möchte mich der allgemeinen Ansicht bezüglich des Verhaltens, Einmischens (bzw. eben gerade Nicht-Einmischens) usw. meiner Vorredner (Vorposter??? Klingt irgendwie merkwürdig) voll und ganz anschließen. Sehe das absolut genauso.
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Solstheim
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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von Solstheim » Montag 6. Juni 2016, 23:25

Zusammengefasst:

Wenn es um "reiche" Expats geht, müssen wir zuerst definieren, was in Russland "reich" ist. Mit 200.000 EUR pro Jahr ist man in den Metropolen keinesfalls reich (Zitat: Armut ist keine Schande). Mit 100.000 EUR pro Jahr ist man jedoch in Kaliningrad schon sehr wohlhabend, währe dort ein 1%-er).

Tipps:

1. Vernetzt Euch mit den örtlichen Unternehmern, und zwar nicht mit denen, die es "versuchen" und reden, sondern mit den erfolg"reichen"- Stellt die Frage nach der Herkunft des Vermögens nicht. Mag die Frage in der BRD normal zu sein, ist sie als Gast in einem anderen Land anmaßend und beleidigend.

2. Lernt unbedingt die Russische Sprache, und zwar sehr gut. Es ist eine der reichsten Sprachen der Welt, sie klingt wunderschön. Darüber hinaus werdet Ihr feststellen, dass keine Frau weltweit so schön fluchen kann, wir die russische Frau (eigene Erfahrung ;-) )

(2.1.) Stellt alle Eure technischen Geräte (Handy, Laptop, TV usw.) ausnahmslos auf russisch um.

(2.2.) Bitte Deine Umwelt, ausschließlich in Russisch mit Dir zu kommunizieren. Verstehst Du Russisch im Restaurant nicht, dann musst Du eben hungern. Jammere nicht - lerne Russisch!

3. Akzeptiert das russische Wertesystem, was von Stolz, Konservatismus und Tradition geprägt ist (...und das ist gut so). :D

4. Fragt (um das alte Zitat von Henry Ford zu bemühen), was Ihr für Euer neues Heimatland tun könnt (und nicht umgekehrt).

5. Und bedenkt eines: Wenn ihr gut integriert seid, russisch sprecht, im besten Sinne gut vernetzt seid, wird Euch niemand angreifen oder anklagen, wenn Ihr an einem gestörten Idioten (Kriminellen, Einbrecher usw.) ein Exempel statuiert. Auch das ist eigene Erfahrung...

Letztendlich kann man sagen, dass Russland ein wunderschönes Land ist, mit allen guten und weniger guten Seiten, die eben einem Volk eigen sind. Es ist ein Geschenk, dieses Volk seine Familie zu nennen. Den Auswanderern wünsche ich genau dies.

Rückfragen (Wohnsitz, Hilfe, Job usw.) nehme ich gern per PN an.

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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von Bluewolf » Dienstag 7. Juni 2016, 14:31

?

oder auch

Was will uns der Verfasser mit seinen Zeilen sagen? ;) (auf jeden Fall ein netter Versuch)

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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von m5bere2 » Dienstag 7. Juni 2016, 14:46

Was der Vorposter mit seinen Zeilen sagen wollte, ist mir auch ein Rätsel. Für einen drogenabhängigen Räuber bist du mit 10.000 Rubeln in der Tasche reich genug, um notfalls umgebracht zu werden, egal wie gut man russisch spricht und das Volk mag. Das ist dann eben Pech.

Ansonsten: neuer fall aus Nowosibirsk, der ein Bißchen an die Geschichte von Simone erinnert: ein chinesischer Geschäftsmann wurde über längere Zeit ausspioniert ... wann verlässt er das Haus, wann kommt er nach Hause, usw. Dann wollte er zu üblicher Stunde das Haus (in dem er eine Wohnung mietete) verlassen, wurde am Ausgang abgefangen, die Leute zwangen ihn mit Waffengewalt die Wohnung zu öffnen, haben seine Freundin gefesselt, ihn zusammengeschlagen, und mitgenommen was ging...

Zum Glück habe ich keine regulären Arbeitszeiten...

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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 7. Juni 2016, 14:48

Bluewolf hat geschrieben:Was will uns der Verfasser mit seinen Zeilen sagen?
Also in der Literaturwissenschaft ist es verpönt zu fragen: "Was wollte uns der Autor sagen?" Ein literarisches Kunstwerk (so auch der Titel eines der Standardwerke zu diesem Thema) analysiert das literarische Werk unter wissenschaftlichen Aspekten, also wie wird der Effekt, dass ein Werk als "gut" bezeichnet wird, ein anderes aber als Schrott bezeichnet wird, erreicht, welche sprachlichen Mittel werden hierfür verwendet. Die Frage, was der Autor sagen wollte, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es gibt durchaus Fälle, wo der Autor gar nicht wußte, was er da für ein geniales Werk mit solch tiefgründigen Aussagen geschrieben hat.

Ich denke, hier gilt dasselbe. Ein nettes Essay, flott geschrieben, gespickt mit subjektiv wertenden Aussagen.
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Re: Wie schützen sich "reiche Expats" vor Räubern?

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 7. Juni 2016, 14:49

m5bere2 hat geschrieben:Was der Vorposter mit seinen Zeilen sagen wollte, ist mir auch ein Rätsel. Für einen drogenabhängigen Räuber bist du mit 10.000 Rubeln in der Tasche reich genug, um notfalls umgebracht zu werden, egal wie gut man russisch spricht und das Volk mag.
Siehe Punkt 5 ;)
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