Migration - wohin einfacher?

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bella_b33
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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von bella_b33 » Freitag 23. Juni 2017, 15:37

inorcist hat geschrieben:Nach nationalem Recht ja, nach EU-recht nein. So zumindest mein Verständnis.
Sehr interessant, Danke!
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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von inorcist » Freitag 23. Juni 2017, 15:48

bella_b33 hat geschrieben:
inorcist hat geschrieben:Nach nationalem Recht ja, nach EU-recht nein. So zumindest mein Verständnis.
Sehr interessant, Danke!
Zur Ergänzung: nationales Recht kommt zur Anwendung, wenn du zB als Deutscher deine Nicht-EU Partnerin nach Deutschland zu dir holst. EU-Recht kommt zur Anwendung, wenn du als EU-Bürger deine Familie in ein EU-Land nachholst, das nicht dein Heimatland ist. So war's zB bei uns, als wir nach Luxemburg gezogen sind. Ausser dem Nachweis, dass wir verheiratet sind, brauchten wir keinerlei zusätzlichen Unterlagen für meine Frau.

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von m5bere2 » Freitag 23. Juni 2017, 16:12

Meine Frau musste in Deutschland nie einen Sprachtest machen, hat den Aufenthaltstitel mit voller Arbeitserlaubnis einfach so ratz-fatz bekommen, das waren 15 Minuten Aufwand... gar nicht gewöhnt in Berlin, dass da irgendwas schnell geht.

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von Berlino10 » Freitag 23. Juni 2017, 16:41

m5bere2 hat geschrieben:Meine Frau musste in Deutschland nie einen Sprachtest machen, hat den Aufenthaltstitel mit voller Arbeitserlaubnis einfach so ratz-fatz bekommen, das waren 15 Minuten Aufwand... gar nicht gewöhnt in Berlin, dass da irgendwas schnell geht.
Das muss schon länger her sein?
2015/16 war der Sprachtest+ für Nicht-EU-Bürger erforderlich.
fugen hat geschrieben:Nein, du brauchst keinen Sprachtest!
Die medizinischen Untersuchungen sind die geringsten Probleme ABER machen musst du sie.
In Deutschland musst du nichts von dem machen
Darum ist es ja auch einfacher.
Wie oben: 2015/16 war der Sprachtest+ für Nicht-EU-Bürger erforderlich.

In DEU habe ich das eben mit ihrem Kind als ganz und gar nicht einfach erlebt,
langwierig, kompliziert, aufwendig ... mit umfangreichen sozialen, finanziellen Überprüfungen,
Bescheinigungen über Wohnraum, Finanzamt, Sozialversicherungen, Steuerbüro, ...

In Wolgograd haben sie für die Migration alles zentralisiert, inkl. der mediz. Untersuchungen, Tests ...
deshalb vielleicht finde ich es nicht so kompliziert ... zumindest nicht so wie Norbert das vor 10 Jahren durchlaufen musste ;)

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von Saboteur » Freitag 23. Juni 2017, 17:17

m5bere2 hat geschrieben:Meine Frau musste in Deutschland nie einen Sprachtest machen, hat den Aufenthaltstitel mit voller Arbeitserlaubnis einfach so ratz-fatz bekommen, das waren 15 Minuten Aufwand... gar nicht gewöhnt in Berlin, dass da irgendwas schnell geht.
bei uns auch - es war bei uns aber Kulanz, da sie ja schon damals sehr gut deutsch sprach. War auf jedenfall entspannt und keine unangenehme Erfahrung.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...



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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von m5bere2 » Freitag 23. Juni 2017, 17:36

Berlino10 hat geschrieben: Das muss schon länger her sein?
2015/16 war der Sprachtest+ für Nicht-EU-Bürger erforderlich.
Es war 2013. Aber wie bei Saboteur war es für die Ausländerbehördenfrau offensichtlich genug, dass meine Frau deutsch spricht. In Russland gibt es so eine Kulanz halt nicht, selbst wenn ich selber zum FMS, äh GUWM MWD, gehe und dort auf russisch mit denen diskutiere.

In Wolgograd haben sie für die Migration alles zentralisiert, inkl. der mediz. Untersuchungen, Tests ...
deshalb vielleicht finde ich es nicht so kompliziert ... zumindest nicht so wie Norbert das vor 10 Jahren durchlaufen musste ;)
Also 2015 war es noch relativ hässlich in Nsk. Alle Untersuchungen konnte man in einer Privatklinik machen außer HIV, da musste man eine halbe Stunde vor Öffnungszeit zum HIV-Zentrum kommen, um wenigstens Platz 100 in der Schlange zu sein, dann den ganzen Tag in der Schlange stehen, die periodisch von der Polizei auseinandergetrieben wurde.

Jetzt ist es besser, jetzt gibt es ein Migrationszentrum, wo man alle Tests machen kann und auch ein Notar mit Übersetzer ist. Da habe ich für den Vid alle Untersuchungen im Schnellschritt in unter 30 Minuten absolviert, ganz ohne Schlange, inklusive HIV. Kostet eben etwas mehr.

Übersetzer, Notar und Sprachtests habe ich aber weiterhin extern gemacht, da war extrem viel Andrang im Migrationszentrum, während bei meinen Stammübersetzern und Spammsprachtestern alles locker ist. An und für sich ist aber so ein Migrationszentrum schon was Tolles!

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Re: Ich bin neu

Beitrag von fugen » Freitag 23. Juni 2017, 18:01

bella_b33 hat geschrieben:
fugen hat geschrieben: Nein, du brauchst keinen Sprachtest!
Moment, für FZF nach DE braucht man doch nen Sprachtest....oder hat sich da was geändert.
Mit Kind(beide Staatsbürgerschaften) braucht man definitiv keinen Sprachtest. Ohne kann ich es mir aber vorstellen.
Hat bei uns keine 10minuten gedauert und ist jetzt ziemlich genau 3 Jahre her
Da hat meine Frau ihren Aufwnthaltstitel erhalten ohne medizinische/sprachliche Tests.
Wenn ich in die RF will läuft es eben nicht so einfach.

Nächsten Monat steht bei und die Verlängerung an:
Haben uns erkundigt und O-Ton ist: rufen sie an wenn es soweit ist(27.6) dann machen wir es kurzfristig und alles ist ok, auch wenn es ein paar Tage drüber ist.
Probiere es mal in der RF mit einem abgelaufenen "wasauchimmerausweis" was zu erhalten ;-)

Da kommst du ja erst nach 45Tagen an dein Geld wenn deine Bankkarte abgelaufen ist und du am Schalter Geld abheben willst- ist aber eine andere Story :-D

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von Berlino10 » Freitag 23. Juni 2017, 22:43

Oh ja, das kann natürlich sein, dass wenn man persönlich vorspricht, dass sie es einem dann ohne Sprachtest+ ermöglichen...

Wie gesagt, waren meine persönlichen Erfahrungen damals in Berlin, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise und der dadurch behördlichen Überforderung, durch den gewünschten Zuzug der Tochter einfach katastrophal. Monatelange Wartezeiten auf Termine und Bearbeitungen, umfangreichste und aufwendige Überprüfungen, nicht funktionierende Zusammenarbeit der Behörden, ... mehr als 1 Jahr ohne Fortschritt ...
aber das mag ja tatsächlich an der Ausnahmesituation und vor allem auch an dem zusätzlichen Zuzug der Tochter gelegen habe. Ohne wäre es sicher einfach(er) gegangen.

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von fugen » Freitag 23. Juni 2017, 23:42

Leibliche Tochter von dir, oder von wem?
Fakt ist: mit deutschem Kind ist es egal was Sache ist, du kannst rüber.
Und in die RF kannst du ein russisches Kind haben es interessiert einfach keinen dass die Familie zusammen ist.

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Re: Migration - wohin einfacher?

Beitrag von Berlino10 » Samstag 24. Juni 2017, 00:16

IHR Kind.
Wenn es mein leibliches wäre, hätte es ja keine Probleme gegeben.



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