Geburt in RU oder D

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paramecium
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Geburt in RU oder D

Beitrag von paramecium » Freitag 14. Juni 2019, 17:06

Abtrennung aus: viewtopic.php?f=13&t=20472, Norbert, Vize-Admin
Wladimir30 hat geschrieben:
Freitag 14. Juni 2019, 14:02
Wenn es denn kein Geheimnis ist, warum soll das Kind in DEU zur Welt kommen? Viele viele Kinder kommen in Russland zur Welt, und in privaten Kliniken oder in gesonderten Abteilungen der staatlichen Institutionen ist auch die Versorgung vollkommen zufriedenstellend?
m5bere2 hat geschrieben:
Freitag 14. Juni 2019, 14:04
Überflüssige Probleme ... wenn das Kind in Russland geboren wird, kriegt es automatisch sowohl die russische als auch deutsche Staatsangehörigkeit und du ersparst dir diese ganze Bürokratie. Wir haben ein Kind in Deutschland bekommen und eines in einem staatlichen Krankenhaus in Nowosibirsk. Ja, in Berlin war der Wandanstrich etwas gemütlicher, aber sonst... ;) Es gibt auch in Russland gute Geburtskliniken.
"Zufriedenstellend" ist relativ. Mir persönlich war es wichtig, dass im Geburtskrankenhaus (in Deutschland) meiner Tochter eine sehr gute Kinderintensivstation zur Verfügung stand. Kinderintensivstationen sind nicht in jeder Geburtsklinik selbstverständlich - vermutlich auch nicht in Russland. Deshalb wäre ich diesbezüglich, unabhängig vom Geburtsland, sehr wählerisch.
Wir hatten im erweiterten Bekanntenkreis einen Fall bei dem das Kind (ohne vorherige Anzeichen von Komplikationen) direkt nach der Geburt von einem hochgelobten Krankenhaus mit tollen Zimmern und Betreuung auf die Intensivstation eines anderen Krankenhauses verlegt werden musste.



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m1009
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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von m1009 » Samstag 15. Juni 2019, 09:44

4 Geburten, 2 in Deutschland und 2 in Russland. Unterschiede? Marginal. Wie m5bere2 schon schrieb, nettere Farben, auf den ersten Blick vielleicht gemuetlicher oder moderner.
Mehraufwand in Russland, wenn der Vater der Geburt beiwohnen will. Ueberpruefung der Gesundheit, Mann wird erst "eingelassen", wenn die Geburt schon unmittelbar bevorsteht, "danach" vielleicht noch 1 oder 2h, dann wird man schon wieder hinaus komplementiert.
Alles andere, im Grossen und Ganzen keine Unterschiede. Fuer mich als Laien. Die Geraetschaften zur Kontrolle der Mutter und des Kindes schienen mir identisch, Ausstattung ebenso. Professionalität der Hebamme und Aerzte.... keine Unterschiede. Entnahme Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur wurde uns in Deutschland und in Russland angeboten.

Um die Probleme der RUS Staatsbuergerschaft zu umgehen, wuerde ich immer eine Geburt in RUS vorziehen. Nach Entlassung aus der Klinik ist man sofort in gewohnter Umgebung, zur Nachsorge kommt (bei entsprechender Absprache) die Hebamme, die vor und bei der Geburt anwesend war, nicht unwichtig, besonders beim 1.Kind, die Mutter braucht einfach eine Vertrauensperson die jederzeit per Telefon zu erreichen ist. Und natuerlich die Mama der Kindsmutter. Fuer die ein 3-Monats-Visum besorgt, so ist die Betreuung und wirklich wichtige Unterstuetzung gesichert.

Die DE Staatsbuergerschaft kann dann spaeter bequem beim Deutschen Konsulat beantragt werden....

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Wladimir30
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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von Wladimir30 » Samstag 15. Juni 2019, 11:25

m1009 hat geschrieben:
Samstag 15. Juni 2019, 09:44
4 Geburten, Unterschiede? Marginal.
So viele hab ich noch nicht mitgemacht, möchte dieses statement aber eneut bekräftigen.
Mehraufwand in Russland, wenn der Vater der Geburt beiwohnen will. Ueberpruefung der Gesundheit, Mann wird erst "eingelassen", wenn die Geburt schon unmittelbar bevorsteht, "danach" vielleicht noch 1 oder 2h, dann wird man schon wieder hinaus komplementiert.
Nicht verallgemeinbar. Ich wurde keinem medizinischen Test vorab unterzogen, war die ganze Zeit dabei. Rauskomplimentiert ja, aber zu einem Zeitpunkt, der mir vollkommen angemessen erschien. Und kaum kam Frauchen aufs Zimmer, war ich auch wieder dabei.
Alles andere, im Grossen und Ganzen keine Unterschiede.
Kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur vom subjektiven Wohlfühlfaktor ausgehen. Und der war bei meiner Frau und bei mir (den Umständen entsprechend natürlich) hoch. Die Atmosphäre war herzlich, vor allem wenn man den Umgangston im Lande gewöhnt ist. Nicht kühl-steril (wie ich es aus deutschen medizinischen Einrichtungen kenne), was uns beiden sehr geholfen hat.
Professionalität der Hebamme und Aerzte
War bei uns auch hoch.
Nach Entlassung aus der Klinik ist man sofort in gewohnter Umgebung, ... die Mutter braucht einfach eine Vertrauensperson ... natuerlich die Mama der Kindsmutter. Fuer die ein 3-Monats-Visum besorgt, so ist die Betreuung und wirklich wichtige Unterstuetzung gesichert.
Absolut richtig. Bei einer Geburt in Russland entfällt auch der ganze Stress mit dem Hin- und Herreisen sowie mit den ganzen Dokumenten, wie vom TE selber dargelegt. Dieser Stress wird sich unweigerlich auf das ungeborene Kind übertragen. Meiner Meinung nach ist die Konzentration auf das Kind viel wichtiger als Stress, der, erstens, vermeidbar ist und, zweitens, unverhältnis gross erscheint im Verleich zum Anlass.

Sprich, aus meiner Sicht spräche alles dafür, das Kind in Russland zur Welt zu bringen.
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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von m1009 » Sonntag 16. Juni 2019, 08:28

Nicht verallgemeinbar
Auf keinen Fall. Ich kann nur für Geburtshaus 1 und 6 in Nizhny sprechen. Bei einem Kollegen in Moskau war das Vorgehen jedoch ebenso.

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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von inorcist » Sonntag 16. Juni 2019, 12:38

m1009 hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 08:28
Nicht verallgemeinbar
Auf keinen Fall. Ich kann nur für Geburtshaus 1 und 6 in Nizhny sprechen. Bei einem Kollegen in Moskau war das Vorgehen jedoch ebenso.
In der Tat. Bei uns im Freundeskreis geht die Tendenz eher in die Richtung, dass man eine Geburt in der EU bevorzugen würde. Primär weil es problemloser ist, den Partner bei der Geburt dabei zu haben.



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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von m1009 » Sonntag 16. Juni 2019, 14:11

2009 war es in der Tat etwas problematisch. Einlass über Nebeneingang und schnelles "Durchschleusen". 2015 völlig entspannt. Haupteingang, keine neugierigen Blicke der Belegschaft.

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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von m5bere2 » Sonntag 16. Juni 2019, 15:08

Hier im staatlichen Krankenhaus im Novosibirsker Akademgorodok wird mittlerweile sogar aktiv dazu angehalten, dass der Partner bei der Geburt dabei sein sollte. Zugegeben, ich habe es nicht geschafft ... wir kamen so knapp an -- als ich die Formulare ausgefüllt hatte, war das Kind schon geboren. :lol: Eine rote Ampel mehr und er wäre im Taxi geboren.

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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von Norbert » Montag 17. Juni 2019, 10:09

Was uns 2009 in Novosibirsk auffiel: Einige der Ärzte der staatlichen Kliniken hatten Schulbuchwissen der 1960er Jahre. Bei einer Verspätung von 3 Tagen wurden sie panisch, erzählten uns: "Sollen wir Ihnen Fotos von toten Kindern zeigen?" (in meinen Augen völlig daneben), und wollten mechanisch die Geburt stimulieren.

Die private Klinik war damals schon vollkommen in Ordnung. Und die oben beschriebenen Probleme lösen sich mit der neuen Generation Ärzte auch langsam.

Erstaunlich: Es gab gerade einen Lieferengpass für die Spritzen gegen einen Rhesuskonflikt. War schlicht nicht erhältlich in der Stadt. Das fand ich schon ziemlich krass, weil es für nachfolgende Kinder schon wichtig ist, dass die Mutter diese Spritze bekommt.

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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von Dietrich » Montag 17. Juni 2019, 10:25

Also ich fand es bei meinen beiden Mädels 2005 und 2007 schon sehr befremdlich, dass man als Vater seine Frau und das Kind nur gegen Bezahlung und dann auch nur kurz besuchen durfte.
Wenn Russland da mittlerweile etwas moderner geworden ist... sehr schön.
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W. Churchill (1940)

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Re: Mutter hat ein RVP für Russland, Kind soll in Deutschland zur Welt kommen

Beitrag von bella_b33 » Montag 17. Juni 2019, 11:42

Besuch gegen Bezahlung....nie gehabt. Ich war zwar nicht bei der Geburt dabei(war verhindert und das wäre auch nicht möglich gewesen) aber konnte ansonsten meine Frau dort ganz normal besuchen. Wir hatten aber ein kostenpflichtiges Einzelzimmer im Roddom gebucht
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!



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