Von Bayern über Sachsen nach Russland

Hier findest Du Insiderinformationen zum mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Russland die Dir helfen das Leben in Russland zu meistern. Du lebst (noch) nicht in Russland? Dann könnte dieses Unterforum für Dich besonders interessant sein, damit Du von unseren Erfahrungen profitierst. Expats are welcome!
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bella_b33
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 23. Juni 2020, 19:04

Norbert hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 18:23
den einheimischen Ratgeber direkt am Abendbrottisch
:lol: Köstlich, aber ja....da ist auf jeden Fall was dran! Und der "Ratgeber" kennt hier jemanden und dort jemanden, der sich mit so etwas beruflich recht gut auskennt, hakt mal nach bezüglich Details oder beliest sich auf irgendeiner russischen Paragraphenplattform(hab vergessen wie die Seite heisst).

Okay, mit einer Aufenthaltsgenehmigung ist es schon recht okay(wenn man sie bekommen hat), das ganze Getüdel vorher war schon nervig.
Aber dann: Man macht seinen jährlichen Rapport(NDFL-2 + Passkopie und Tabelle der Auslandstage) + Kontenbericht und das wars eigentlich auch.
Okay, dieser Sprach/Geschichts/Politik-Test alle 5 Jahre würde mir aufn Zeiger gehen(ich habs 2 Mal durch, wüsste aber auch heute, zu welcher Prüfstelle ich gehen würde ;)

Gruß
Silvio
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von m1009 » Mittwoch 24. Juni 2020, 08:06

Stimmt, Kontoauszüge über die Bezüge. Das ist bei uns auch so ...

Piter90
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von Piter90 » Mittwoch 24. Juni 2020, 13:50

Da ich als Einzelunternehmer (IP) tätig bin, kriege ich (logischerweise) keine NDFL-2. Stattdessen reiche ich eine Kopie meiner Steuererklärung als IP ein. Hab irgendwo gelesen, dass man sich die Abgabe der Steuererklärungen eigentlich auch schenken kann, weil die Migrationsbehörde diese Auskunft theoretisch auch selbst beim Finanzamt einholen kann ... zwischenbehördlicher Austausch und so ... hab´s aber noch nicht drauf ankommen lassen :D

Ansonsten reichen in SPB die Passkopie (Datenseit, RWP-/VID-Stempel und Wohnsitz-Registrierung) und die ausgefüllte Uvedomlenije.
Kontenbericht und Tabelle der Auslandstage braucht man nicht (zumindest nicht im Januar 2020, als ich den "Rapport" das letzte Mal gemacht habe).

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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von bella_b33 » Mittwoch 24. Juni 2020, 15:53

Ich hab diese Auslandsreisetabelle immer zum besseren Verständnis angefertigt(auch einfach für mich, um meine Tage im Ausland zu zählen, damit ich nicht über 183 pro Jahr komme) und sie wurde immer dankend angenommen.
Ich hab zuletzt 2017 diesen Rapport abgegeben, seit Anfang/Mitte 2018 hab ich eine "Befreiung vom Rapport" ;)

Gruß
Silvio
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Saboteur
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von Saboteur » Donnerstag 25. Juni 2020, 08:20

m5bere2 hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 13:03
Norbert hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 12:40
Also in Dresden buche ich online einen Termin und bin nach 15 Minuten raus.
In Berlin gibt es Termine, kannst aber keinen buchen, weil alle sofort von Schwarzmarkthändlern gebucht werden, die die Termine dann weiterverkaufen. Und das hat sich in 5 Jahren, seit ich weg bin, nicht geändert. Und dann sitzte da auch Stunden im Bürgeramt. Oder du musst schneller sein, als die Schwarzmarkthändler und einen kurzfristig freigewordenen Termin am anderen Ende der Stadt buchen, dann musste nur noch in 30 Minuten irgendwie hinkommen...

Die Lösung wäre ja zu einfach: Termine an Name binden ... aber nee, dann können die Beamten ja nix mehr auf dem Schwarzmarkt nebenher verdienen...
:lol: geile Story... die Termine werden mit Anliegen und Namen gebucht. Kann mich nicht erinnern dass es mal
anders wah.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...



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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von Norbert » Donnerstag 25. Juni 2020, 11:26

Man kann wohl die Namen einer Buchung recht einfach ändern. Und das ist schon etwas unklar, warum diese Möglichkeit nicht einfach abgeschafft wird. In Dresden geht dies nicht.

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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von inorcist » Donnerstag 25. Juni 2020, 15:45

Norbert hat geschrieben:
Dienstag 23. Juni 2020, 18:23
Und genau das meine ich: Die meisten hier im Forum haben den einheimischen Ratgeber direkt am Abendbrottisch mit sitzen. Dies hat ein klassischer Auswanderer nicht. Und deswegen ist meine Prognose so pessimistisch.
Mein Eindruck sowohl hier im Forum als auch im Freundeskreis ist, dass Leute, die sich erfolgreich in Russland niederlassen, in der Regel nie per se die Absicht hatten, nach Russland auszuwandern. Meistens ist man eher zufällig über Arbeit oder russischen Partner dazu gekommen. Dadurch fällt dann natürlich die Integration leichter und man hat gleichzeitig ein gewisses Sicherheitsnetz in Form des Arbeitgebers oder der Familie des Partners. Und natürlich passiert das dann nicht mit der Absicht alle Zelte in Deutschland abzubrechen, sondern man hält sich im Gegenteil die Option offen, wieder zurückzukehren, falls es nicht klappen sollte.

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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 25. Juni 2020, 18:28

inorcist hat geschrieben:
Donnerstag 25. Juni 2020, 15:45
Mein Eindruck sowohl hier im Forum als auch im Freundeskreis ist, dass Leute, die sich erfolgreich in Russland niederlassen, in der Regel nie per se die Absicht hatten, nach Russland auszuwandern. Meistens ist man eher zufällig über Arbeit oder russischen Partner dazu gekommen.
Moin Inorcist,
Bei mir triffst Du mit dieser Behauptung voll ins Schwarze....ich hatte schon länger Lust auf was Anderes(vorher war es mehr Asien) und hab mich nach 1,5 Jahren Vietnam in Russland "heimisch wohl" gefühlt, bevor dann ganz zum Schluss meines 1-jährigen Aufenthaltes noch meine Frau in den Bekanntenkreis rutschte und eins zum Anderen kam.
Selbst danach war es nicht gleich Russland, was auf dem Plan stand....ich bin auch z.B. kein "unglücklicher Bürger" soll heissen in De fühlte ich mich bis zum Schluss auch wohl. Auch bin ich kein "Vodka+Schaschlik-Liebhaber".
Es war einfach nur günstiger für unsere Familie: Ich tingel seit Jahren um den Globus und hab (bis auf Freunde und Familie) kein Verlangen nach der Heimat. Meine Frau war damals in der Familie und Verwandtschaft sowie im Freundeskreis ziemlich gut verankert....warum sollte Sie das wegen mir einfach alles stehen und liegen lassen (so war damals mein Gedanke).

Gruß
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Norbert
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von Norbert » Donnerstag 25. Juni 2020, 18:42

Jetzt sind wir wieder fein abgekommen, aber der Themenersteller macht sich sowieso rar. Wird wohl doch nichts mit meiner Wette. :?

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Wladimir30
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Re: Von Bayern über Sachsen nach Russland

Beitrag von Wladimir30 » Donnerstag 25. Juni 2020, 22:01

Ja, das stimmt. Nachdem ich anfänglich recht rumgemault hatte, dass es nicht zu erwarten ist, dass bei der ersten Frage eines ganz neuen Mitgliedes gleich bei der ersten Antwort ein wasserdichtes Dossier abgeliefert wird, hatte ich doch ein schlechtes Gewissen, als auf einmal doch immer mehr und in der Tat sehr konkrete Aussagen kamen. Da hatte mich einerseits mein schlechtes Gewissen drangsaliert, andererseits hatte ich mich so richtig gefreut, dass hier eben doch viele Leute sind, die unermüdlich mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen.

Nun ist er weg. Ob er die vielen Ratschläge gelesen hat? Ich würde es mir wünschen und ihm viel Glück bei seinem Unterfangen.
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