FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Hier findest Du Insiderinformationen zum mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Russland die Dir helfen das Leben in Russland zu meistern. Du lebst (noch) nicht in Russland? Dann könnte dieses Unterforum für Dich besonders interessant sein, damit Du von unseren Erfahrungen profitierst. Expats are welcome!
Jochen
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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Jochen » Donnerstag 16. Oktober 2014, 12:26

Die Rechtschutz ist die einzige Versischerung, die bei mir ihr Geld mehr als wieder reingeholt hat. Alles andere nie gebraucht.
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .



pushkin
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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von pushkin » Montag 29. Juli 2019, 15:53

DKV verlangt mittlerweile ca. 80 € pro Monat (Betrag für Kaliningrad Region) und dazu haben sie die Dauer von 3 Jahre auf 1 Jahr verkürzt. Weiß jemand noch möglichen Versicherer?
fremantle hat geschrieben:
Montag 5. November 2007, 22:38

Krankenversicherung
Man sollte eine Krankenversicherung in Deutschland abschliessen, die den Aufenthalt im Ausland über die gesamte Zeit deckt. Viele Versicherungen bieten Tarife an, die überwiegend auf Expatriates zugeschnitten sind, deren Versicherungen von den entsendenden Firmen bezahlt werden. Ist das Budget klein und man noch jung, empfielt sich nach mehreren Erfahrungen vom Preis her die Auslandskrankenversicherung der DKV. Hier zahlt man im Monat ab 35 EUR (je nach Geschlecht und Alter). Das Besondere bei dieser Versicherung ist, dass sie über drei Jahre gilt, und man in dieser Zeit auch beim "Heimaturlaub" in Deutschland für bis zu sechs Wochen versichert ist. Die herkömmliche Krankenversicherung kann abgemeldet werden. Nach diversen Auskünften z.B. der Techniker Krankenkasse (TK) ist es seit April 2007 auch nicht mehr notwendig, die "Anwartschaft" weiterzuführen (Kosten: ca. 35 EUR im Monat), wenn man sich im Ausland aufhält. Neue Gesetze verpflichten die Versicherung, die eine Person zuletzt versichert hatte, bevor die Person nicht mehr krankenversicherungspflichtig war (privatversichert oder eben im Ausland), bei Wiedereintreten der versicherungspflicht wieder aufzunehmen. Damit besteht also keine Gefahr, dass man bei der Wiederkehr nach Deutschland Probleme bei der Suche nach einer Krankenversicherung bekommt.

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Norbert
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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Norbert » Dienstag 30. Juli 2019, 06:00

pushkin hat geschrieben:
Montag 29. Juli 2019, 15:53
DKV verlangt mittlerweile ca. 80 € pro Monat (Betrag für Kaliningrad Region) und dazu haben sie die Dauer von 3 Jahre auf 1 Jahr verkürzt. Weiß jemand noch möglichen Versicherer?
Nachdem mich die DKV rausgeworfen hatte, habe ich Alternativen gesucht - unter 200 Euro habe ich nichts gefunden.

Du kannst in Russland eine DMS abschliessen, da bist Du je nach Leistungsumfang bei 30 bis 60 Euro. Jedoch bist Du da jeweils an konkrete Kliniken in der Stadt, wo die DMS abgeschlossen wurde, gebunden.

Ich habe am Ende weder noch abgeschlossen, sondern einfach die Leistungen der normalen russischen OMS genutzt. Wenn diese nicht reichten, habe ich privat gezahlt. Dies ist in meinen Augen in Russland deutlich günstiger als eine Versicherung. Denn selbst eine sehr komplexe OP kostet im Bereich 2.000 Euro.

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von andreask020361 » Mittwoch 18. September 2019, 00:14

Und wie sieht es mit der Rente aus. Für junge Leute die den Plan haben auszuwandern ist es wahrscheinlich besser eine Alternative zu suchen als ins marode deutsche Rentensystem einzuzahlen. Anders sieht es mit denen aus ,so wie mich die fast 45 Jahre eingezahlt haben. Wir sind auch am überlegen auszuwandern , haben noch einen Wohnsitz in D. Spielen mit den Gedanken unser Haus in D zu verkaufen. Ich bin sowieso abgemeldet da kaum in Deutschl. KK versicherung in D zahle ich und Rente auch da halt in Russl für eine dt firma arbeite. Meine Unsicherheiten sind, bekommt man die Rente genauso überwiesen auch wenn man nicht mehr in D lebt, ohne Abstriche, und kann man sich trotzdem in Deutschl weiter KK maessig weiter versichern für alle Faelle.
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Bobsie » Mittwoch 18. September 2019, 09:55

andreask020361 hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 00:14
Meine Unsicherheiten sind, bekommt man die Rente genauso überwiesen auch wenn man nicht mehr in D lebt, ohne Abstriche, und kann man sich trotzdem in Deutschl weiter KK maessig weiter versichern für alle Faelle.
Lass Dir die Rente auf ein deutsches Konto zahlen, in RUS holst Du dann mit der Visakarte aus dem Automaten oder zahlst mit der Karte. Weiterhin kannst Du mit Paysend für 1.50€ Geld vom deutschen aufs russische Konto überweisen. Das Geld ist innerhalb von 10 Minuten auf dem russischen Konto.
So funktioniert das bei uns und alle sind zufrieden. :D
Die duetsche Rentenversicherung will aber jährlich eine "Lebensbescheinigung" von Dir, mit russischem Stempel drauf.
Wenn Du kein deutsches Konto mehr hast, benötigst Du für die Neueröffnung einen deutschen Hauptwohnsitz..
Aus der GKV (AOK) bin ich automatisch "stillgelegt" worden, da kein gemeldeter Wohnsitz in D. Wenn ich mal wieder nach D zurückkehren sollte, wird der Versicherungsschutz wieder aktiviert.
In den 30 Monaten meines bisherigen Russlandaufenthaltes hat sich da ein Betrag von 3700 Euro angesmmelt, etwa 1000€ wurden für private Arztbehahndelungen ausgegeben, darunter eine "Grauer Star" OP. Rentner sind in in RUS kostenlos versichert.



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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Norbert » Mittwoch 18. September 2019, 10:55

Bobsie hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 09:55
Aus der GKV (AOK) bin ich automatisch "stillgelegt" worden, da kein gemeldeter Wohnsitz in D. Wenn ich mal wieder nach D zurückkehren sollte, wird der Versicherungsschutz wieder aktiviert.
Wenn Du aber keine Anwartschaft zahlst, drohen insbesondere bei Rentnern sehr hohe Strafzahlungen für die beitragslosen Jahre. Ich meinte, dass dies nicht sein dürfte, aber einer nahen Verwandten ist dies leider wirklich passiert. (Ich habe mich versucht, in die Thematik einzulesen und bin nicht ganz schlau daraus geworden, ob es reicht, wenn man für den Zeitraum einen Aufenthalt außerhalb der EU nachweisen kann.)

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Bobsie » Mittwoch 18. September 2019, 13:12

Ich wollte in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, am Tag derr Abmeldung in Deutschland meldete mich die Rentenversicherung automatisch bei der AOK ab. Nach Rücksprache mit der Rentenversicherung und der Krankenkasse wurde mir gesagt, dass es ohne Wohnsitz in Deutschland keine gesetzliche Krankenversicherung gibt. Bei Wiederaufnahme eines Wohnsitzes in Deutschland kann die Versicherung wieder aktiviert werden.
Das funktioniert aber nur. wenn man bei Ausreise schon das Rentenalter erreicht hatte

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von m1009 » Mittwoch 18. September 2019, 15:28

Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 10:55
drohen insbesondere bei Rentnern sehr hohe Strafzahlungen für die beitragslosen Jahre. Ich meinte, dass dies nicht sein dürfte, aber einer nahen Verwandten ist dies leider wirklich passiert. (Ich habe mich versucht, in die Thematik einzulesen und bin nicht ganz schlau daraus geworden, ob es reicht, wenn man für den Zeitraum einen Aufenthalt außerhalb der EU nachweisen kann.)
Droht das NUR bei Rentnern?

Ich hatte 12 Jahre in DE nichts. Keine Rentenzahlung, keine (in meinem Fall) Zahlung an AOK, keinen DE Wohnsitz.

Seit letztem Jahr wieder normal bei der AOK versichert....

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von Norbert » Mittwoch 18. September 2019, 16:20

Ich hatte auch keine Probleme, aber war außerhalb der EU. Die betroffene Person war innerhalb der EU und ist nun 61. Sie musste eine vierstellige Summe zahlen, um wieder aufgenommen zu werden. Ich war ebenso sehr erstaunt.

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Re: FAQ: Nach Russland übersiedeln - Behördengänge in Dtl.

Beitrag von werner » Dienstag 1. Oktober 2019, 22:10

Hallo,
in Bezug zum Thema dt. Rente in Russland tauchte hier einmal die Frage auf,
ob man sich die dt. Rente auszahlen lassen kann.
Heute schrieb mir die Deutsche Rentenversicherung:
Nachdem man anfangs 5 Jahre in die deutsche Rentenversicherung eingezahlt hat,
kann man sich die dt. Rente nicht mehr auszahlen lassen. Punkt.
Ergo muss man Wege suchen, wie man in Russland an seine dt. Rente herankommt.
Dazu ist hier schon viel geschrieben worden.

Alles Gute für Euch von Werner
https://www.tripadvisor.de/members/Baranowka

"Uns findet man in jedem Winkel der Erde, wir sind im Auftrag des Herr`n"



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