Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Die russische Küche ist einfallslos und fettig? Hier könnt Ihr das Gegenteil beweisen oder Klischees rahmen. Na sdorovje!???

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bella_b33
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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von bella_b33 » Freitag 26. Februar 2010, 11:49

Gaz-Gerd hat geschrieben:"Mitbringparties" sind so schrecklich asozial. Da gibt es tatsächlich Leute, die bringen ihr eigenes Essen mit und verzehren es dann auch wirklich allein.
Na DAS ist wirklich irgendwie daneben! Im Sinne von "Ihr Bringt den Kartoffelsalat, wir das Fleisch" find ich so eine "Bring your Bottle" Party sehr gut! Wenn man sich mit Freunden trifft soll nicht irgendwelche kostspieligen Menüs im Vordergrund stehen. Ein paar Getränke und Snacks als zwischenmenschliches Schmiermittel, die halt von allen zusammengetragen werden, ist doch Nett :)
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
-Wolfgang Amadeus Mozart, Österreichischer MC (1756-1791)



Gaz-Gerd

Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Gaz-Gerd » Freitag 26. Februar 2010, 12:03

Norbert hat geschrieben:
Gaz-Gerd hat geschrieben:"Mitbringparties" sind so schrecklich asozial.
Lieber Gerd, musst Du denn in jedem Thread gleich mit Kampfwörtern um Dich schlagen?! Kann man seine Meinung nicht etwas friedlicher ausdrücken?
Was ist daran ein Kampfwort? Die deutsche Sprache ist klar und präzise.
Norbert hat geschrieben:Du verwendest übrigens "asozial" im völlig falschen Zusammenhang, Zitat aus der Wikipedia: "Asozialität ist eine Zuschreibung für Verhaltensweisen von Individuen oder Gruppen, die von den gesellschaftlichen Normen abweichen. [...] Der Begriff [...] wird [...] oft im Sinne von „antisozial“ (= gemeinschaftsschädigend) verwendet."
Deine unsachgemäße Belehrung kannst du für dich behalten, auch wenn du hier der Vize-Admin bist. Und dann auch noch mit einem Wiki-Zitat. Lächerlich. Die Verhaltensweise, sein auf Mitbringparties mitgebrachtes Essen selbst zu verzehren, ist sehr wohl von der gesellschaftlichen Norm abweichend. Denn in diesem Falle ist die gesellschaftliche Norm: alle bringen mit-alle essen gemeinsam das Mitgebrachte. Und nicht jeder für sich allein. Wenn schon belehren, dann auch richtig.
Norbert hat geschrieben:Mitbringen ist ja durchaus eine Norm in Deutschland. Und Mitbringen ist definitiv nicht gemeinschaftsschädigend, weil es alle gemeinsam machen.
Mitbringen und selbst verzehren! Bitte nicht meinen kompletten Beitrag nur in die Stücke zerpflücken, die dir gerade zum kommentieren am angenehmsten sind.
Gaz-Gerd hat geschrieben:Da gibt es tatsächlich Leute, die bringen ihr eigenes Essen mit und verzehren es dann auch wirklich allein.
Norbert hat geschrieben:Das ist nun wirklich ein albernes Verhalten - aber solche Leute kenne ich zum Glück auch nicht.
Siehe eins höher. Ich habe es oft erlebt, besonders in der Studienzeit. Und sogar in Russland, als der deutsche Praktikant alles nur für sich kaufte. Die Russen haben sich schon gefreut, das jemand mitdachte, da einige Sachen vergessen wurden. Aber falsch gedacht. Der Junge hat einen bleibenden Eindruck bei den Russen hinterlassen. Und das fand ich sehr wohl asozial.

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Dietrich
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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Dietrich » Freitag 26. Februar 2010, 12:21

Norbert hat geschrieben:
Gaz-Gerd hat geschrieben:Da gibt es tatsächlich Leute, die bringen ihr eigenes Essen mit und verzehren es dann auch wirklich allein.
Das ist nun wirklich ein albernes Verhalten - aber solche Leute kenne ich zum Glück auch nicht.
Das kenne ich nur von Grillparties und dann auch nur beim Fleisch. Gerade weil einige Leute unbedingt "KEINE Würstchen" wollen, andere "nur Rindfleisch" oder "ja kein Bauchfleisch" etc. etc.
Gerade wenn es eine "offene Party" ist, man also keine Ahnung hat wer und wieviele denn kommen, ist das eine gute Sache. Denn ordentliches Fleisch geht ganz gut ins Geld und wenn man nun mal einen großen Garten und Grill hat, dann kann man zwar ohne Probleme jedes sonnige WE eine Party machen, aber jedesmal dann auch für alle das Fleisch bezahlen.... nein danke.
Mitgebrachte Salate, Brot etc. sind natürlich für alle da.
Gaz-Gerd hat geschrieben:Ich habe es oft erlebt, besonders in der Studienzeit. Und sogar in Russland, als der deutsche Praktikant alles nur für sich kaufte. Die Russen haben sich schon gefreut, das jemand mitdachte, da einige Sachen vergessen wurden. Aber falsch gedacht. Der Junge hat einen bleibenden Eindruck bei den Russen hinterlassen. Und das fand ich sehr wohl asozial
Das ist natürlich wirklich daneben....
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Gaz-Gerd » Freitag 26. Februar 2010, 12:26

Aber so ein Rumgemäkele kann auch die Stimmung versauen. Der eine will dies nicht, der andere das nicht. Der eine mag keine Oliven im Salat, der andere kein Dressing. Grillen ist nunmal Fleisch und Wurst.

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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Norbert » Freitag 26. Februar 2010, 12:33

Gaz-Gerd hat geschrieben:Deine unsachgemäße Belehrung kannst du für dich behalten, auch wenn du hier der Vize-Admin bist. Und dann auch noch mit einem Wiki-Zitat. Lächerlich. Die Verhaltensweise, sein auf Mitbringparties mitgebrachtes Essen selbst zu verzehren, ist sehr wohl von der gesellschaftlichen Norm abweichend. Denn in diesem Falle ist die gesellschaftliche Norm: alle bringen mit-alle essen gemeinsam das Mitgebrachte. Und nicht jeder für sich allein. Wenn schon belehren, dann auch richtig.
Norbert hat geschrieben:Mitbringen ist ja durchaus eine Norm in Deutschland. Und Mitbringen ist definitiv nicht gemeinschaftsschädigend, weil es alle gemeinsam machen.
Mitbringen und selbst verzehren! Bitte nicht meinen kompletten Beitrag nur in die Stücke zerpflücken, die dir gerade zum kommentieren am angenehmsten sind.
Lies doch einfach noch einmal Dein eigenes Posting durch. Der Satz lautet eindeutig: "'Mitbringparties' sind so schrecklich asozial." Mit Punkt und ohne Einschränkung. Sorry, wenn ich Dich falsch verstanden habe und Du dies nur auf einzelne unsoziale Teilnehmer beziehst.



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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Dietrich » Freitag 26. Februar 2010, 12:35

Also wenn ich ein oder zwei andere Paare zu meinem Geburtstag oder so einlade, dann kaufe ich natürlich auch Fleisch und Wurst für alle.

Aber wenn ich sage "Samstag wird das Wetter gut. Wer Lust hat: Wir grillen bei uns im Garten! Wer kommt bringt sich Fleisch und einen oder zwei Salate mit" dann bleibe ich immer noch auf dem Auf- und Abbauen, Aufräumen und ggf. an den Getränken hängen.

Die Getränke "auf alle umlegen" hälst du dann wohl auch für asozial... oder?
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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Gaz-Gerd » Freitag 26. Februar 2010, 12:39

Norbert hat geschrieben:Lies doch einfach noch einmal Dein eigenes Posting durch. Der Satz lautet eindeutig: "'Mitbringparties' sind so schrecklich asozial." Mit Punkt und ohne Einschränkung. Sorry, wenn ich Dich falsch verstanden habe und Du dies nur auf einzelne unsoziale Teilnehmer beziehst.
Na klar mitbringen und selber essen. Mitbringen und stehen lassen wäre ja dann nicht asozial sondern albern. :D

Schon gut, ist alles tutti.Nix passiert.

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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von teddybear » Freitag 26. Februar 2010, 19:48

Ob und wie viel jeder mitbringt hängt natürlich immer auch vom Anlass der Party ab.
Wenn ich zu einer Geburtstagsparty eingeladen bin, reicht eine Flasche Schampus (oder Wodka :alc: ). Um den Rest sollte sich dann der Gastgeber kümmern. Bei einer Grillparty ohne besonderen Anlass halte ich es für vollkommen unproblematisch, wenn man sich abstimmt, wer was organisiert. Wenn jemand den größten Garten oder den schönsten Partykeller hat und deshalb öfter mal Gastgeber ist, muss er doch nicht gleich auch alles organisieren und bezahlen. Und da sehe ich auch keinen großen Unterschied zwischen russischen und deutschen Partys.

Silvester habe ich zum Beispiel die Getränke organisiert, weil unsere Gastgeber kein Auto haben und nicht mehr die Jüngsten sind. Dafür machen sie den besten Pilaw weit und breit. Überhaupt kein Problem.

Schlimmer finde ich - und das ist mir schon zweimal passiert - wenn man eingeladen ist, sich um eine Stunde verspätet und dann nichts mehr da ist, außer ein paar Resten. Und dann kommen dann noch Kommentare wie "Selber schuld, wenn ihr so spät kommt", oder "habe nicht damit gerechnet, dass so viele kommen".

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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von bella_b33 » Freitag 26. Februar 2010, 20:24

teddybear hat geschrieben: Wenn jemand den größten Garten oder den schönsten Partykeller hat und deshalb öfter mal Gastgeber ist, muss er doch nicht gleich auch alles organisieren und bezahlen. Und da sehe ich auch keinen großen Unterschied zwischen russischen und deutschen Partys.
Sehe ich genauso :)

Aber wer unangekündigt zu spät kommmt(man kann ja vorher anrufen, dann könnte der Gastgeber ein wenig Essen zurückstellen) wird von mir nicht bemitleidet. Wofür macht man eine Zeit aus wenn sich keiner dran hält? Aber irgendwie ist auf unseren Parties eher am Ende noch soviel über, daß nur Die, Die zum Reste-Saufen am nächsten Tag zu spät kommen auf Flüssignahrung ausweichen müssen....hierbei gilt: 3Bier = 1 Schnitzel.....7Bier = 1 komplette Mahlzeit :lol:
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Re: Gastfreundschaft in Russland und in Deutschland

Beitrag von Romflens » Freitag 26. Februar 2010, 21:29

Also ich sehs und kenne es auch so, entweder man nimmt sein eigenes Fleisch mit und isst gemeinsam Salate oder wenn derjenige die Beilagen nicht mag, nimmt er sich seine Salate oder Beilagen selber mit. In Augsburg gibts so ein schönes Friedens-Frühstück am Tag des Augsburger Friedenfestes. Die Stadt bzw. das THW stellt die Bierbänke und Tische. Und jeder bringt was zum Essen mit, und es wird geteilt. Soll natürlich kein Fest zum Durchfressen und selber nichts beisteuern sein.



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