Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Die russische Küche ist einfallslos und fettig? Hier könnt Ihr das Gegenteil beweisen oder Klischees rahmen. Na sdorovje!???

Moderator: Wladimir30

arghmage
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Re: Russische Supermärkte, Restaurants etc. in Rhein-Main

Beitrag von arghmage » Freitag 25. März 2011, 15:05

Axel Henrich hat geschrieben:
bella_b33 hat geschrieben:Auch sieht man mehr Obst und Gemüse auf den Tischen.
Yep, immer einen Teller mit Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Petersilie, Brot und Wodka auf dem Tisch ... ;)

-ah-
Im Winter sehe ich Gurken und Tomaten (überhaupt frisches Gemüse) eher selten. Wenn die Vorräte von der Datscha aufgebraucht sind, heißt es wieder warten oder Eingelegtes essen. russen, die im Winter frisches Obst/Gemüse kaufen, habe ich sehr selten erlebt (und wenn ich dran denke, wie hier in D im Winter die frischen Tomaten schmecken, ist das auch gut so).
Was bei den Russen anders ist, die essen so, als ob jede Mahlzeit die letzte wäre, allein das Frühstück ist mir doch oft zu üppig (und wehe, man ißt nur wenig, dass gibt Mecker :D)

Weiß eigentlich jemand, ob es in D irgendwo diese "russischen Pfannen" mit abnehmbarem Stiel gibt? Wir haben uns hier schon einen Wolf gesucht aber sowas will hier anscheinend fast niemand. Wird wohl besser sein, beim nächsten Rußlandbesuch so ein Teil mitzunehmen.



pippie

Re: Russische Supermärkte, Restaurants etc. in Rhein-Main

Beitrag von pippie » Freitag 25. März 2011, 15:52

arghmage hat geschrieben: Weiß eigentlich jemand, ob es in D irgendwo diese "russischen Pfannen" mit abnehmbarem Stiel gibt? Wir haben uns hier schon einen Wolf gesucht aber sowas will hier anscheinend fast niemand. Wird wohl besser sein, beim nächsten Rußlandbesuch so ein Teil mitzunehmen.
Schau mal bei Tante Google, weiß leider nicht, was du genau mit "russischen Pfannen" meinst.

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bella_b33
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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von bella_b33 » Freitag 25. März 2011, 17:12

arghmage hat geschrieben: russen, die im Winter frisches Obst/Gemüse kaufen, habe ich sehr selten erlebt
Wir kaufen immer Gemüse....egal woher und welche Jahreszeit gerade draußen herrscht ;).....andere Leute tun das eigentlich auch(sonst wäre ja die Gemüseabteilung in den Märkten leer).
Apollo hat geschrieben:Ein richtig geiles Schweineschaschlik...nicht immer nur Baran...
Da hast, meiner Meinung nach, was richtig russisches getroffen ;)
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
-Wolfgang Amadeus Mozart, Österreichischer MC (1756-1791)

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Axel Henrich
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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von Axel Henrich » Samstag 26. März 2011, 17:55

Dietrich hat geschrieben:Wenn man etwas brät, dann füllt man spätestens nach ein paar Minuten Wasser ein, damit es dann auch noch mal richtig durchgekocht wird...
Diese "Unart" konnte ich zum Glueck weitestgehend aus unserer Kueche verbannen ...

-ah-

Nikolaus
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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von Nikolaus » Samstag 26. März 2011, 20:57

Hm, ob Schmoren von Fleisch typisch fuer Russland ist und man Braten nicht kennt, da habe ich grosse Zweifel. Ich habe es eigentlich nur so in Moskau kennengelernt, dass geeignetes Fleisch genauso gebraten wird, wie bei uns. Es gab freilich in der Sowjetzeit sehr wenig solches hochwertiges Fleisch (Quantitaet vor Qualitaet), und fuer das minderwertige war es eben notwendig, es zu kochen oder zu schmoren oder fuer Kotlety, ... zu haeckseln. Und "Kantinenessen" war natuerlich hierauf beschraenkt. Aber wenn man sich Gutes leisten konnte... Und das konnten in Russland eigentlich immer etliche Leute ...
Bei russischer Kueche denke ich besonders noch an Piroschki aus Hefeteig mit verschiedenen Fuellungen, an eingelegte oder gesalzene Pilze und feine kleine Guerkchen, selbstgemachte gut gewuerzte Pelmeni, Suppen mit frischem Gruenzeug (ich liebe z.B. Sauerampfer), im Sommer kalte Suppen mit Kvas,...
Frueher habe ich mir regelmaessig tolle Fischsuppen aus Stoer mit kleinen Pastetchen munden lassen, ist irgendwie jetzt problematischer geworden, vielleicht wegen des Artenschutzes?! Obwohl es ja jetzt reichlich Fischzuechtereien gibt... Naja, ne richtige gewoehnliche Ucha in freier Natur find ich auch immer noch toll, die Zubereitung kostet freilich maechtig viel Zeit ...
Na und Wodka gehoert nun wirklich dazu. Ich mag ab und zu auch einen Auszug aus Moosbeeren, angeblich ungeheuer gesund... :)
Ganz typisch russisch ist natuerlich Kascha, die russischen Volkshelden sind ja damit aufgewachsen, aber das ist (bis auf Ausnahmen) nicht so meine Sache ...



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Re: Russische Supermärkte, Restaurants etc. in Rhein-Main

Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 27. März 2011, 02:21

arghmage hat geschrieben:Weiß eigentlich jemand, ob es in D irgendwo diese "russischen Pfannen" mit abnehmbarem Stiel gibt?
http://www.amazon.de/gp/redirect.html?i ... tive=19454

http://shop.ebay.de/?_from=R40&_trksid= ... Categories

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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 27. März 2011, 02:33

Nikolaus hat geschrieben:Hm, ob Schmoren von Fleisch typisch fuer Russland ist und man Braten nicht kennt, da habe ich grosse Zweifel.
Natuerlich wird in Ru auch gebraten, aber Klops anbraten und dann noch kochen wird schon gerne gemacht, oder Kohlroulade anbraten und dann in die Bullion, oder auch gefuellte Paprika ... Wobei mich das bei Letzteren nicht stoert, aber Klops moechte ich nur gebraten und auch die Kohlrouladen.

Ansonsten stimmt natuerlich, Kаша гречневая und Пирожки (с капустой / с печёнкой и рисом), oder auch eingelegte Tomaten/Gurken duerfen nicht fehlen.
Obwohl ich Pilze sehr mag, aber an diese eingelegten Pilze mit dieser schleimigen Pampe brr werde ich mich wohl nie richtig gewoehnen. Nach all den Jahren bekomme ich sie in zwei Varianten inzwischen aber auch runter. ;) Lange abgetropft (!) mit viel Knoblauch und/oder direkt auf die heißen Bratkartoffeln.

-ah-

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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von Nikolaus » Sonntag 27. März 2011, 14:05

Da hatte ich nun so eine intelligente, ausgewogene, diplomatische, inhaltsvolle Antwort vorbereitet, und nun ist sie weg, weil ich mich unterbrochen habe, um einen Anruf entgegenzunehmen...
Deshalb knapp:
Deine Abneigung gegen "russisch" gekochte Klops und Krautwickel teile ich. Deshalb brate/schmore ich die Krautwickel immer selbst, allerdings auf "eigene Art", nicht einfach saechsisch... Klops mag ich auch "deutsch" nicht. Sind Koenigsberger Kloepse eigentlich etwas Russisches oder Deutsches oder ...?
Deine Abneigung gegen russische schleimige Pampen-Pilze wuerde ich auch teilen, aber die eingelegten Pilze sind bei "meinen Russen/Russinnen" klein und knackig, von einer angenehmen Wuerzfluessigkeit (zugegeben etwas schleimig) umhuellt. Ok, vielleicht trueben sich bei mir die Augen schneller ... :)

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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von Saboteur » Sonntag 27. März 2011, 23:05

Hanskuepper hat geschrieben:Viele meinen ja die russische Küche sei ein wenig zu fett und zu schwer. Gerade doch in der Küche der Sowjetunion gibt es vieles was gesünder als die vielen Importe aus dem Westen wäre.
Ja? Was denn?
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Wodurch zeichnet sich überhaupt Russische Küche aus?

Beitrag von m1009 » Sonntag 27. März 2011, 23:34

Hanskuepper hat geschrieben:Viele meinen ja die russische Küche sei ein wenig zu fett und zu schwer. Gerade doch in der Küche der Sowjetunion gibt es vieles was gesünder als die vielen Importe aus dem Westen wäre. http://www.rian.ru/%20ourservices_eng/o ... g/?lang=en
Und nebenbei machen wir noch etwas Werbung in eigener Sache..... [gaehn]
„Da leckt man einmal das Messer ab und gleich gucken alle komisch!“ – Jens, 32, Chirurg



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