Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Die russische Küche ist einfallslos und fettig? Hier könnt Ihr das Gegenteil beweisen oder Klischees rahmen. Na sdorovje!???

Moderator: Wladimir30

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CSB_Wolf
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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von CSB_Wolf » Donnerstag 27. November 2008, 13:32

Also ich esse jeden Tag einige Stücke zum Cafe und die hole ich hier von REWE, jetzt wollte ich gerade aus dem Baumarkt schreiben :lol: :lol: . Die sind eigentlich nicht schlecht.

Gruss
wolf



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Re: Melde mich ab!

Beitrag von Oletsch » Donnerstag 27. November 2008, 17:11

Norbert hat geschrieben: Kennt man nicht, auch nicht in ähnlicher Form. Ich muss es - wenn ich Freunden einen Stück des guten Importierten abgebe - immer erklären, was das ist. Und zwar von Grund auf, weil es kein vergleichbares Backwerk hier gibt. (Oder es hat mir noch niemand verraten.)
Stollen gibt es zwar tatsächlich nicht, aber ein ähniches Backwerk sehr wohl. Und des heisst "Кекс с изюмом". Ich weiss, ich weiss, ist schon ein sehr entfernter Verwandte, aber immerhin ;-)
Oder gibt es den nicht mehr? Früher hatte sowas jede Bäckerei.

Gruß
Oletsch

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Re: Melde mich ab!

Beitrag von 7punkt » Donnerstag 27. November 2008, 17:18

Oletsch hat geschrieben: "Кекс с изюмом"...Oder gibt es den nicht mehr?..
Doch doch, den gibt's noch, hiess frueher "Stolitschnyi". Schmeckt wie frueher ;)
"Ich weigere mich, einen Unterschied zwischen den Voelkern zu machen und von guten und schlechten Nationen zu sprechen, aber einen Unterschied zwischen den Menschen muss ich machen." F. Duerrenmatt "Der Verdacht"

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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von manuchka » Donnerstag 27. November 2008, 18:23

Schmeckt vielleicht wie früher, aber NICHT wie Stollen!
(Das wollte ich nur mal klarstellen hier.)
Du erntest, was du säst.

Paulchen

Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von Paulchen » Donnerstag 27. November 2008, 18:24

Ich hab mit meiner Frau schon 3 verschiedene Sorten Plätzchen gebacken [kochen] und das würde ich bestimmt auch fern der Heimat machen...oder sogar erst recht!

Die einen heißen - irgendwie passend - Husarenkipferl und waren schon als Kind meine absoluten Favoriten ...



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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von manuchka » Donnerstag 27. November 2008, 19:34

Paulchen - Rezept bitte...
Du erntest, was du säst.

Paulchen

Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von Paulchen » Donnerstag 27. November 2008, 19:54

Manuchka, hier isses! Der total Hit, ich verspreche es Dir !!! :D

140g Butter, 170g Mehl, 60g Zucker und 2 Eigelb verrühren. Am besten mit Knethaken am Mixer.
Den Teig eine Weile kalt stellen, damit er nicht so beim weiterverarbeiten klebt.
Dann mIt den Handflächen kleine Kugeln aus dem Teig rollen (etwa 2 bis 2,5 cm Durchmesser) und auf ein Blech legen.
In jede Kugel von oben mit einem bemehlten runden Holzlöffelende vorsichtig Löcher hinein stechen/drehen. Natürlich nicht bis ganz durchstoßen sondern so etwa bis zur Hälfte. Anschließend Hagebuttenmarmelade oder - gelee in die Löcher hineinfüllen (schmeckt absolut am besten, weil die ein bischen säuerlich ist aber andere Marmelade geht auch! Hagebutte ist nicht mehr so in Mode und schwer zu finden).
Meine Frau hat mir dieses Jahr so eine Spritztüte besorgt, mit der man die Marmelade einfach und schnell in die Plätzchenlöcher spritzen kann. Die letzten 25 Jahre hab ich das immer mühsam mit einem Löffel von Hand hineingefummelt, aber das ging auch ;)
So, schon fertig. Bei 170 - 190'C etwa 10- 20 Minuten backen (schön golden aber auf keinen Fall zu dunkel! Muß man im Ofen beobachten).

[kaffee] nen guten!

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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von Norbert » Freitag 28. November 2008, 07:31

manuchka hat geschrieben:Schmeckt vielleicht wie früher, aber NICHT wie Stollen! (Das wollte ich nur mal klarstellen hier.)
Allerdings. Ich meine, ich esse kern russischen кекс - aber eine Verwandtschaft zu Stollen kann ich, außer bei den Rosinen, überhaupt nicht feststellen. Stollenteig ist sehr schwer, freucht und hält Monate. Кекс-Teig hingegen ist lockerer und wird ganz schnell hart. Von den ganzen anderen Zutaten - dieses grüne Zeug und so - mal abgesehen.

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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von manuchka » Freitag 28. November 2008, 11:44

Paulchen, kollegialen Dank!

Ich liebe übrigens Hagebuttenmarmelade, und ich habe (teuer, teuer) sogar in Moskau schon welche kaufen können. Das Rezept wird uuunbedingt ausprobiert!
Du erntest, was du säst.

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Re: Deutsches Weihnachtsgebäck in Russland

Beitrag von 7punkt » Freitag 28. November 2008, 12:57

manuchka hat geschrieben:Schmeckt vielleicht wie früher, aber NICHT wie Stollen!
(Das wollte ich nur mal klarstellen hier.)
Ich wollte damit nur sagen, dass es Sachen gibt, die auch heute nach vielen Jahren wie zu Kindheistzeiten schmecken, Stollen hin oder her :roll:

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