Sotschi ein Jahr später...

Russlands beliebtestes Reiseziel und Austragungsort der Winter-Olympiade "sochi 2014"
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Jenenser
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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 11. Februar 2015, 12:52

Von unseren Freunden in Jekaterinburg erhielt ich schon mehrmals eine Einladung zum Skifahren in den Neujahrsferien im Kurort Bannoye. Leider musste ich zugeben, dass ich in der Beziehung wohl ein echter чайник bin. Vielleicht ist es für euch von Interesse:
http://www.ski-bannoe.ru/



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Norbert
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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Norbert » Donnerstag 12. Februar 2015, 08:18

Okonjima hat geschrieben:Ist es aber wirklich so das die Leute aus Novosibirsk oder Krasnojarsk für ein langes Wochenende zum Skifahren nach Sheregesh kommen?
Stell ich mir schwierig vor. Da ist man doch 2 Tage nur für An- und Abfahrt unterwegs, oder?
Aus Novosibirsk machen das viele: Freitag nach der Arbeit mit dem Auto oder einem der vielen Tourenbusse hin, Ankunft kurz nach Mitternacht. Sonntag am späten Nachmittag zurück, Ankunft kurz vor Mitternacht.

Für mich wäre dies eine Tortour, deswegen haben wir (bis zur Geburt unserer Kinder) den Skizug vorgezogen - da kommt man am Samstagmorgen ausgeruht an und muss nur noch 12 km vom Bahnsteig zur Trasse mit dem Bus oder Taxi fahren.

Die Krasnojarsker haben ihr eigenes gutes Skigebiet direkt am Stadtrand. Und angesichts der Tatsache, dass von da mehrere Olympia-Gewinner kommen, hat dies offensichtlich von den Trassen her auch eine gute Vielfalt.

Die Krasnojarsker fahren nur als echten Urlaub nach Sheregesh. Es gibt für die auch noch Skigebiete im Sayan-Gebirge (Ergaki) - aber davon rate ich Dir ab! Lahme Lifte, extremes Wetter, vereiste Schneezungen, ... so war meine Erfahrung vor sechs Jahren.

(Das direkte Einzugsgebiet von Sheregesh sind die Großstädte Novosibirsk, Barnaul, Kemerowo, Nowokusnjezk, Tomsk - alles über 300.000 Einwohner. Dazu noch die 100.000er Städte Bijsk, Leninsk-Kusnezki, Prokopevsk, Kiselevsk, Belovo, Berdsk. Eher als echte Ferien ist es eine Option für Krasnojarsk, Omsk, Abakan und das nordöstliche Kasachstan - ich kenne aber Leute, die von da aus jährlich vorbeikommen.)
Von Moskau stell ich mir das dann richtig Klasse vor. Mit diesem Sonderzug sind die Jungs doch ne gefühlte Ewigkeit unterwegs.
Für den gemeinen Moskauer ist Sochi dann wohl die bessere Alternative.
Die fliegen bis Nowokusnjezk und nehmen einen Mietwagen. Im Grunde genauso wie nach Sotschi. Der Skizug fährt ja nur ab Novosibirsk, nicht ab Moskau.

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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Okonjima » Donnerstag 12. Februar 2015, 13:08

Die Krasnojarsker haben ihr eigenes gutes Skigebiet direkt am Stadtrand. Und angesichts der Tatsache, dass von da mehrere Olympia-Gewinner kommen, hat dies offensichtlich von den Trassen her auch eine gute Vielfalt.
Aber nicht in den alpinen Disziplinen - das wär mir neu ;) (auch wenn Choroschilow gerade ein richtig Guter ist)
Ausnahme Svetlana Gladyschewa 94 in Lillehammer - ist meines Wissens die einzige olympische Medaille der Russen
im Alpinski.
Die fliegen bis Nowokusnjezk und nehmen einen Mietwagen. Im Grunde genauso wie nach Sotschi. Der Skizug fährt ja nur ab Novosibirsk, nicht ab Moskau.
achso - jaa nee is klar, wär ja sonst auch Blödsinn :D
Aber dann sind alle östlich des Ural vielleicht mit Sochi besser dran, weil von Sochi bis Krasnaja Poljana dauert ca. 90 min mit dem Zug.
Manchmal denk ich wir wissen gar nicht zu schätzen wie wunderschön zentral wir hier in D leben (so aus der Sicht des Skifreaks betrachtet ;) )
Die Alpen vor der Haustür & dazu noch jede Menge Mittelgebirge um dei Ecke.
Ich darf gar nicht dran denken wenn ich mich mal dauerhaft in Velikij Novgorod niederlassen sollte... da is Schluß mit "Hänglrutschn" :shock:
Da muß ich auf Langlauf umsteigen [frust]
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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Okonjima » Donnerstag 12. Februar 2015, 13:38

Aber dann sind alle östlich des Ural
westlich mein ich natürlich :lol:
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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Norbert » Donnerstag 12. Februar 2015, 14:40

Okonjima hat geschrieben:
Die Krasnojarsker haben ihr eigenes gutes Skigebiet direkt am Stadtrand. Und angesichts der Tatsache, dass von da mehrere Olympia-Gewinner kommen, hat dies offensichtlich von den Trassen her auch eine gute Vielfalt.
Aber nicht in den alpinen Disziplinen - das wär mir neu ;) (auch wenn Choroschilow gerade ein richtig Guter ist)
Aljona Sawarsina und Vic Wild trainieren beide in Krasnojarsk. Ist Parallel-Riesenslalom auf dem Snowboard kein alpiner Sport? (Ja, zugegeben, ich belächle auch immer diese Typen, die sich nur ein Brett leisten können. Aber selbst in den Alpen soll es ja Snowboard-Fahrer geben.)
Aber dann sind alle [westlich] des Ural vielleicht mit Sochi besser dran, weil von Sochi bis Krasnaja Poljana dauert ca. 90 min mit dem Zug.
Soweit ich gelesen habe, wurde der Flughafenexpress aber inzwischen eingestellt. (Aber mit dem Mietwagen ist es natürlich immer noch sehr nahe. Und irgendeinen Bus gibt es bestimmt auch.)



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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Okonjima » Donnerstag 12. Februar 2015, 15:10

Aljona Sawarsina und Vic Wild trainieren beide in Krasnojarsk. Ist Parallel-Riesenslalom auf dem Snowboard kein alpiner Sport? (Ja, zugegeben, ich belächle auch immer diese Typen, die sich nur ein Brett leisten können. Aber selbst in den Alpen soll es ja Snowboard-Fahrer geben.)
Definitiv nicht!! Skibrettfahrer sind keine Menschen [protest] Und Sport ist das auch nicht... ;)
Nee mal ernsthaft - daran hab ich natürlich nicht gedacht. Haste recht.
Soweit ich gelesen habe, wurde der Flughafenexpress aber inzwischen eingestellt. (Aber mit dem Mietwagen ist es natürlich immer noch sehr nahe. Und irgendeinen Bus gibt es bestimmt auch.)
Der Flughafenexpress ging ja nur vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Von da gehen die Züge nach Krasnaja Poljana.
Man muß als "nur" vom Airport zum Bahnhof. Mit Bus oder Taxi kein Problem. Mietwagen geht natürlich auch.
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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Meisse » Donnerstag 12. Februar 2015, 22:39

Es fährt noch immer eine Elektritschka von Sochi nach Krasnaya Poliyana. Wenn auch nicht allzuoft.
Vom Bahnhof Sochi und vom Airport gibt es auch Busverbindungen.

Sogar Schnee liegt, wenn auch nicht unten im Tal, Jedoch ab etwa 1000 Meter.
Ende Januar waren es 1,5 Meter.
Ob der gut ist kann ich nicht beurteilen.

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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von inorcist » Montag 16. Februar 2015, 21:01

Wir waren gerade übers Wochenende in Krasnaya Polyana. Fazit, vergleichbar mit einem kleineren bzw mittleren Skigebiet in den Alpen.

Dass der Express-Zug vom Flughafen bis in die Berge eingestellt worden ist, ist schade, aber man kommt auch mit dem Taxi schnell hoch (knapp 2000 Rub für 40min Fahrt).

Die Schneesituation war ziemlich durchwachsen. Oben am Gipfel perfekt, weiter unten extrem sulzig. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet. Skipass und Ausrüstung kriegt man problemlos, wenn auch die Prozedur etwas umständlich ist. Allerdings kann ich kaum glauben, dass Rosa Khutor wirklich 70km Piste haben soll. Es kam uns deutlich kleiner vor.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass man nicht wirklich auf viele Touristen vorbereitet war. Das Hotelpersonal war vollkommen überfordert und in Esto-Sadok war die Auswahl an Restaurants und Bars äusserst bescheiden.

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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von kamensky » Montag 16. Februar 2015, 21:24

inorcist hat geschrieben:Wir waren gerade übers Wochenende in Krasnaya Polyana. Fazit, vergleichbar mit einem kleineren bzw mittleren Skigebiet in den Alpen.

Dass der Express-Zug vom Flughafen bis in die Berge eingestellt worden ist, ist schade, aber man kommt auch mit dem Taxi schnell hoch (knapp 2000 Rub für 40min Fahrt).

Die Schneesituation war ziemlich durchwachsen. Oben am Gipfel perfekt, weiter unten extrem sulzig. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet. Skipass und Ausrüstung kriegt man problemlos, wenn auch die Prozedur etwas umständlich ist. Allerdings kann ich kaum glauben, dass Rosa Khutor wirklich 70km Piste haben soll. Es kam uns deutlich kleiner vor.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass man nicht wirklich auf viele Touristen vorbereitet war. Das Hotelpersonal war vollkommen überfordert und in Esto-Sadok war die Auswahl an Restaurants und Bars äusserst bescheiden.
Nahezu identisch mit den Aussagen eines Kollegen, welcher vergangene Woche für sieben Tage Urlaub machte. In der Gastronomie muss da so einiges in den Argen liegen. Kann aber auch sein, dass er verwöhnt ist, denn seine Winter- bzw. Skidestination(en) liegt seit Jahren in den französischen Alpen.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Sotschi ein Jahr später...

Beitrag von Meisse » Montag 16. Februar 2015, 22:18

Tja, das hat leider seine Richtigkeit.
Gastronomie und Service sind im Raum Sochi nicht besonders ausgeprägt.
Gilt insbesondere für die Stadt Sochi.
Wobei es auch positive Ausnahmen gibt.



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