Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

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Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von ma_sophie » Donnerstag 27. November 2014, 10:14

Hallo,

ich studiere im 5. Semester Architektur und suche einen 6 monatigen Praktikumsplatz in St. Petersburg oder Moskau für den Zeitraum vom 01.10.2015 - 01.04.2016.
Wenn jemand Architekturbüros kennt, die Praktikanten suchen, oder selber in einem arbeitet würde ich mich über Antworten freuen.

Liebe Grüße,
Maria



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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Norbert » Donnerstag 27. November 2014, 11:06

Russischer Pass vorhanden? (Wenn nicht, ist ab 4 Monaten ein Arbeitsvisum notwendig. Oder irgendwelche Tricks mit 2 Visa, parallelen Sprachkursen, etc.)

Welche Vorstellungen bestehen bezüglich Entlohnung und Unterkunft?

(Ich könnte nur in Sibirien weiterhelfen - aber diese Fragen wären auch für Moskau und Petersburg grundlegend.)

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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von ma_sophie » Donnerstag 27. November 2014, 13:11

Nein, habe keinen russischen Pass.
Das Gehalt sollte so hoch sein, dass ich davon leben kann, ohne zu viel eigenes Geld dazusteuern zu müssen.
Von der Unterkunft her habe ich auch keine all zu hohen Ansprüche,gerne ein Zimmer in einer WG. Am besten wäre es natürlich, das Büro würde eine Unterkunft zur Verfügung stellen.

Gibt es in Sibirien ein Büro, welches Praktikanten sucht?

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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Norbert » Donnerstag 27. November 2014, 13:54

Ich kenne hier etliche Architekturbüros, aber die haben bis auf eine Ausnahme alle keine Erfahrung mit Praktikanten. Kannst Du Russisch, wenn ja, wie gut?

Die Frage der Entlohnung ist ferner nicht ganz so einfach. WGs im europäischen Sinn sind selten, eine unsanierte Einraumwohnung kostet in Nowosibirsk beispielsweise 250 Euro aufwärts plus eine Monatszahlung für den Makler. Lebensmittel kosten eher wie beim Edeka als bei Aldi. Den Flug müsstest Du auch noch finanzieren. Ein ausgebildeter Architekt mit einigen Jahren Berufspraxis, aber ohne Führungsaufgaben, bekommt in der Firma meiner Frau beispielsweise 600 Euro brutto (minus 13 % Lohnsteuer). Mit anderen Worten: Unwahrscheinlich, dass Dir irgendwer wirklich die vollen Kosten refinanzieren kann - denn das sind zwei Drittel eines normalen Mitarbeiterlohns, für eine Person die man maximal als Kurzzeithilfe einsetzen kann.

Frag mal bei Tilke an, die haben mehrere Büros in Russland. Ich kann auch gern hier mal rumfragen - aber wie schon angedeutet, sehe ich wenig Chancen, mehr als ein Taschengeld zu bekommen.

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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von ma_sophie » Donnerstag 27. November 2014, 13:58

Ich spreche kein Russisch, nur Englisch.
Das mit dem Flug ist kein Problem. Auch hätte ich so monatlich noch ein wenig eigenes Geld zur Verfügung. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob das reichen wird.
Danke schonmal für die Informationen.



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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Jochen » Donnerstag 27. November 2014, 14:31

ma_sophie hat geschrieben:Ich spreche kein Russisch, nur Englisch.
Dann hast du ein großes Problem in Russland. Auf Arbeit werden einige Englisch sprechen, aber im Alltag wirds sehr schwer. Erwarte nicht, dass im Alltag irgendwer auch nur einen Brocken Englisch kann.

Während meines Praktikums in Russland gabs einen deutschen Studenten, der sprach kein Wort Russisch. Der war sehr unglücklich, da niemand mit ihm reden konnte, obwohl es sogar eine dt. Firma war. Er war nach 6 Monaten froh, heim zu fahren.

Unterschätz das nicht. In Russland monatelang leben, ohne ein Wort zu sprechen, ist absolut unromantisch.
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Wladimir30 » Donnerstag 27. November 2014, 15:12

Jochen hat geschrieben:
ma_sophie hat geschrieben:Ich spreche kein Russisch, nur Englisch.
Dann hast du ein großes Problem in Russland. ... gabs einen deutschen Studenten, der sprach kein Wort Russisch. Der war sehr unglücklich, da niemand mit ihm reden konnte. Er war nach 6 Monaten froh, heim zu fahren.
Unterschätz das nicht. In Russland monatelang leben, ohne ein Wort zu sprechen, ist absolut unromantisch.
Kann ich nur 100% bestätigen. Ein Jurastudent aus Erlangen wollte hier auch ein Praktkum machen, sogar mehr sprachlich als fachlich orientiert. Ich hatte ihm einen Platz im Studentenwohnheim (billig!!!) besorgt, da es WGs hier keine gab. Die anderen Studenten haben sich gefreut, weil es viele Gründe für eine Feier (= Umtrunk) gab. Sprich er war dann fast nur besoffen und ist nach knapp 2 Monaten vollkommen frustiert wieder nach hause gefahren. Das wird bei einem Praktikum in einer Firma wohl anders sein, aber das Problem, das Jochen da anspricht, würde ich keinesfalls unterschätzen.
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von ma_sophie » Donnerstag 27. November 2014, 15:30

Ich bin momentan in China und mache hier ein Praktikum.
Hier spricht auch so gut wie niemand englisch. Komme aber eigentlich gut im Alltag klar.
Kann man sich Grundkenntnisse in Russisch leicht aneignen und wie sieht es mit den Studenten aus? Sprechen sie englisch?

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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Wladimir30 » Donnerstag 27. November 2014, 15:35

ma_sophie hat geschrieben:Kann man sich Grundkenntnisse in Russisch leicht aneignen
Hängt natürlich von jedem einzelnen ab. Also bei mir ging es alles andere als schnell, bis ich so den ersten vernünftigen Satz rausgebracht habe. Ich persönlich empfinde Russisch als nicht leicht für einen Deutschmuttersprachler.
ma_sophie hat geschrieben:und wie sieht es mit den Studenten aus? Sprechen sie englisch?
Kommt darauf an, wo Du bist. In Moskau, St.-P und wohl auch Novosibirsk vermutlich ja. @All: Korrigiert mich, wenn ich mich hier irre. In der Provinz sieht es damit eher mau aus.
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von ma_sophie » Donnerstag 27. November 2014, 15:43

Und wie ist das mit den Lebenshaltungskosten?
Also Lebensmittel sind ja eher teuer. Wie sieht das mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus?
Und 250€ für eine Wohnung ist ja eigentlich recht günstig. Was versteht man unter einer unsanierten Wohnung?



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