Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

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Haya
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Haya » Samstag 29. November 2014, 01:07

Moin Moin,

Liebe ma_sophie,
die Foristen wollen Dir sicherlich nichts böses. Im Gegenteil hat jeder seine eigene Erfahrung bzgl. Russland und führt nun mal Rückschlüsse heran, wie es wohl in Deinem Fall aussehen würde.
Keiner wird und kann Dir irgendwelche Garantien geben.
Es kann natürlich, wie sooft im Leben, alles anders kommen und sich zum Gegenteil wenden, was Wir Dir erzählen.
Das einzige was Wir können, ist Dir nur persönliche Ratschläge bzw. Tipps geben. Die Entscheidung wirst letztendlich Du selbst treffen und ggf. auch dessen Konsequenzen tragen müssen.

Wie schon erwähnt, finde Ich es schön, wenn jemand einen solchen Ehrgeiz und Interesse an Russland hat. Solches kann aber ggf. durch Alternativen gedeckt werden, wie bspw. Estland, wenn es Dich ebenfalls interessiert.

Das letzte mal war Ich August/2012 dort gewesen.
Ist halt mehr ein eher westlich geprägter Staat. Es hat zwar hin un wieder Menschen, die russisch sprechen (ca 25%) und wo auch teilweise noch die Spuren der Sowjetunion sichtbar sind, aber dennoch sieht man deutlich, dass der Euro in Estland angekommen ist. Vieles wurde längst erneuert und auf europäischen Standards angepasst.
Ich würde Estland eher zu den skandinavischen Staaten, wie Dänemark oder Schweden, zählen.
Nichts desto trotz hat mir persönlich das Land sehr gefallen.

Gruß
Haya



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zimdriver
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von zimdriver » Samstag 29. November 2014, 07:23

ma_sophie hat geschrieben:Estland würde mich noch interessieren, wobei ich Russland eher bevorzugen würde.
Da ich zur Zeit in China lebe und hier im Alltag ohne chinesisch Kenntnisse gut zurecht komme, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass es in Russland ähnlich sein wird.
Das ist einer der Grundirrtümer unserer Zeit.
In China ewartet niemand von einer Landnase irgendein Wort Landessprache.
In Russland ist es eben umgekehrt.

OFFTOPIC
Übrigens genauso, wie von Russen erwartet wird, dass sie mitteleuropäische Werte und Normen schätzen.
/OFFTOPIC

Zum CV- Punktesammeln ist Russland auch nicht geeignet. Als angehende/r Architekt/in würde ich mir wenigstens ein Land suchen, wo bemerkenswert gebaut wird, wie z.B. mit China. Russland hat dergleichen nicht.
Auf die Schnelle fällt mir unserem Dunstkreis noch Kazakhstan ein, wo in Astana eine Reihe internationaler Architekten sich verwirklichen durften. Derzeit sind Grossbauten für die Expo2017 in Planung.

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Wladimir30
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Wladimir30 » Samstag 29. November 2014, 07:43

zimdriver hat geschrieben:Auf die Schnelle fällt mir unserem Dunstkreis noch Kazakhstan ein, wo in Astana eine Reihe internationaler Architekten sich verwirklichen durften. Derzeit sind Grossbauten für die Expo2017 in Planung.
Warst Du schon mal in Kasan?
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zimdriver
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von zimdriver » Samstag 29. November 2014, 09:18

ja

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Norbert
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Norbert » Montag 1. Dezember 2014, 07:15

zimdriver hat geschrieben:Zum CV- Punktesammeln ist Russland auch nicht geeignet. Als angehende/r Architekt/in würde ich mir wenigstens ein Land suchen, wo bemerkenswert gebaut wird, wie z.B. mit China. Russland hat dergleichen nicht.
Da würde ich deutlich widersprechen!

Wenn man in einem Architekturbüro unterkommt, welches in Moskva Citi mitwirkt oder an den WM-Stadien, dann wäre mit dem CV alles in Ordnung. Aber nicht nur dort - im Unternehmen meiner Frau wirken Praktikanten an 24-Geschossern mit. Sicher keine architektonischen Meisterstücke, aber eine wichtige Erfahrung. Man sollte beachten, dass nur ein kleiner Teil der Architektur weltweit bekannte Prestige-Bauten sind. Der große Teil ist Standardware. Und auch Architekten mit Erfahrung in diesem Bereich werden benötigt.

Wenn man die Investitionssumme in Kasachstan (Astana) mit dem Bauvolumen in Russland vergleicht oder selbst nur in Moskau - dann wird man feststellen, dass Russland schon bedeutender ist. Lass Dich nicht von dem einen Prachtboulevard in Astana täuschen. Da könnte man genauso auf Grosny zeigen.



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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Wladimir30 » Montag 1. Dezember 2014, 09:56

Norbert hat geschrieben:Da könnte man genauso auf Grosny zeigen.
Für einen angehenden Archtiekten sicherlich ein Paradies. Da kann er/sie wohl noch all seine/ihre Vorlieben und Ideen verwirklichen.
Wenn man die Investitionssumme in Kasachstan (Astana) mit dem Bauvolumen in Russland vergleicht
Ich bin mir nicht sicher, inwieweit die Höhe der Investitionen einen direkten Umkehrschluß auf das Wirken der Architekten zuläßt. Eine inhaltlich zufriedenstellende Ausbildung zum Architekten wird sich wohl nicht direkt am Budget der Bauten ablesen lassen.

Aber das sind schon Fragen, die unsere Studentin selber für sich entscheiden muß. Ich denke, Stoff zum Nachdenken hat sie jetzt wohl erstmal hinreichend.
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Norbert » Montag 1. Dezember 2014, 11:46

Wladimir, ich habe mir die Bauqualität in Astana zwei Jahre nach Fertigstellung dieses Boulevards angesehen ... da glänzt auch nur die Fassade. Dort, wo sie noch nicht abgefallen ist.

Wie gesagt, der größte Teil der Architekten entwirft banale Massenware, und keine Prestigebauten. Und da kann man selbst in der russischen Provinz gute Erfahrungen sammeln ... falls man die Sprache kann. (Die braucht man übrigens allein deswegen, weil auch die Pläne und Programme nicht in Englisch sind.)

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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Wladimir30 » Montag 1. Dezember 2014, 11:50

Norbert hat geschrieben:Wladimir, ich habe mir die Bauqualität in Astana zwei Jahre nach Fertigstellung dieses Boulevards angesehen ... da glänzt auch nur die Fassade. Dort, wo sie noch nicht abgefallen ist.
Das ist wohl eher eine Frage der Ausführung seitens der Baufirmen und weniger der Architekten?
Norbert hat geschrieben:Wie gesagt, der größte Teil der Architekten entwirft banale Massenware, und keine Prestigebauten. Und da kann man selbst in der russischen Provinz gute Erfahrungen sammeln ... falls man die Sprache kann. (Die braucht man übrigens allein deswegen, weil auch die Pläne und Programme nicht in Englisch sind.)
Da stimme ich Dir ohne Wenn und Aber zu!
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von Jochen » Dienstag 2. Dezember 2014, 12:29

Der Architekt bestimmt die Materialien, nicht die Baufirma. Na ja, eher schwatzt der Architekt es dem Bauherrn auf. So ist es richtiger. Die Architektur ist auch in Astana Standardkost: immer die gleichen hässlichen Sandwichpaneele mit hässlicher blaugrauer Farbe.
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Re: Architekturstudentin sucht Praktikumsplatz in Russland

Beitrag von manuchka » Mittwoch 3. Dezember 2014, 11:13

Norbert hat geschrieben:Wenn man in einem Architekturbüro unterkommt, welches in Moskva Citi mitwirkt oder an den WM-Stadien, dann wäre mit dem CV alles in Ordnung. Aber nicht nur dort - im Unternehmen meiner Frau wirken Praktikanten an 24-Geschossern mit. ...
Die haben aber sicher ausreichende Sprachkenntnisse - und nur dann bringt es wirklich was. Sonst wird der CV auch nur Fassade, man war halt mal da.
Du erntest, was du säst.



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