Belgorod-Wolgograd

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Norbert
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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von Norbert » Mittwoch 23. August 2017, 15:45

Wandern in Russland ist selbst in touristischen Regionen wie dem Altai oder dem Kaukasus schwierig. Kein offizielles Wegenetz, Pfade nicht gepflegt, selten Wegweiser.

Auf dem Lande gibt es meist eine Hauptstraße zur nächsten größeren Siedlung / Stadt. Aber kaum Wege zum Nachbardorf, kein echtes Netz aus Feldwegen. Ein Bach, ein Fluss, eine Bahnstrecke können auf 30 oder 50 Kilometer ohne Querung sein.

Dazu die Frage der Übernachtung und Versorgung. Es gibt zwar Motels, aber nur direkt an den Hauptstraßen und nicht zwingend im Abstand von Tagesetappen eines Wanderers.



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m1009
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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von m1009 » Mittwoch 23. August 2017, 16:31

Ich habe schon einige Reisende getroffen, die Russland zu Fuss durchquerten. Oder mit dem Fahrrad.... Auch auf den grossen Trassen.... Soooo ungewoehnlich ist es also nicht.

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von zimdriver » Mittwoch 23. August 2017, 16:39

... bei den Entfernungenwürde ich mir Laufen komplett abschminken. Reche mal nach: Berlin- München ist schon mal nicht schlecht. Da braucht der Bus aber keine 13- 16 Stunden ...
Wenn, dann Fahrrad. Ist ebenso was für Lebensmüde, aber wenigstens was mit der Chance des Ankommens.

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von m1009 » Mittwoch 23. August 2017, 17:15

Ich hab es irgendwo schon mal geschrieben.... vor 3 oder 4 Jahren traf ich ein Paar. Sie 69, Er 74. Frankfurt - Peking mit dem Fahrrad... Dann weiter mit dem Flieger nach Tokyo... und zurueck nach FFM.... Sie leben noch, wir erhalten jedes Weihnachten eine Karte.... :D

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 23. August 2017, 17:26

Eine spannende Angelegenheit! Welche Wandererfahrungen hast Du, garde, wie viele Kilometer am Tag? Die Strecke Belgorod – Wolgograd ist recht flach. Im Street View kannst Du mal schauen, wie es so in der Gegend aussieht. Grundsätzlich würde ich das Grenzgebiet Ukraine – Russland großzügig meiden. Wenn die Reise im nächsten Frühjahr beginnt, bleibt ja noch Zeit, ein bisschen Russisch zu lernen... ;)



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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von m1009 » Mittwoch 23. August 2017, 17:28

Grundsätzlich würde ich das Grenzgebiet Ukraine – Russland großzügig meiden.
Weil?

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von garde » Mittwoch 23. August 2017, 17:52

Danke für die vielen Amregungen und Tipps.
Viel Wandererfahrung hab ich nicht. Ich bin aber sehr fit, betreibe professionel Sport, bin auch erst 21.
Ja das Konfliktgebiet will ich auch grossräumig meiden.
Ja ich denke auch das es wichtig wäre wenigstens ein bisschen russisch zu können.
Wie wäre das denn mit dem im Freien übernachten? Kann man sich da einfach ins Gras legen. Und ja die ganze Strecke ist mir schon zu weit, darum will ich auch wenn möglich immer wieder ein Stück mit dem Bus fahren falls möglich. So per anhalter wäre wahrscheinlich auch nicht ganz sicher oder was meint ihr?

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 23. August 2017, 18:03

m1009 hat geschrieben:
Grundsätzlich würde ich das Grenzgebiet Ukraine – Russland großzügig meiden.
Weil?
Als Stichpunkt gebe ich mal dieses Projekt an, übrigens umgesetzt durch das Militär. Würde auf dem Weg liegen:
https://de.sputniknews.com/politik/2017 ... ne-vorbei/
Russland hat, und vermutlich auch die Ukraine, eine Grenzzone, die nicht ohne Passierschein betreten werden darf. Allein im Kaliningrader Gebiet, wie "domizil" oft schreibt, kommt es oft zu Verstößen.

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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Mittwoch 23. August 2017, 23:42

Ich erinnere mich an ein Buch, Büscher, meine ich, hieß der Autor, worin er seinen Fußmarsch von Berlin nach Moskau beschrieb.

In Russland hielt er sich stets an die Hauptstrecke (M1) und bereute, wenn er von ihr abwich. An den Hauptstrecken findest Du allemal Läden, Motels oder es kommen irgendwann mal Polizei und Krankenwagen, wenn Du Hilfe brauchst.

Auch mied man ihn, weil man ihn für einen Penner hielt.

Zwischen Orten, gar Städten zu wandern ist in Russland eher was für Penner, Drogis und Verbrecher (Knastausbrecher).
Auch fürchte ich, wirst Du an der Trasse eher schwieriges Kolorit treffen. Wladimir hat mit der Kriminalitätsgefahr Recht.

Es gibt in Russland sehr viele schöne Gegenden zum Wandern, aber das ist eher ein bestimmter Gebirgszug, sind bestimmte Wander-Pfade. Region Krasnodar bietet z. B. so einiges.

Eh Du Dich in das ungewisse Abenteuer Wandern in Russland stürzt, ist es m. E. für Dich sinnvoller, Dich in Deutschland auszuprobieren: Wandere meinetwegen die B1 oder die B96 entlang.

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Norbert
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Re: Belgorod-Wolgograd

Beitrag von Norbert » Donnerstag 24. August 2017, 08:08

Einfach im Gras schlafen ... nein, schon allein, weil Du frieren wirst und es regnen könnte. Einfach so ein Zelt aufstellen geht sicher irgendwo in der Natur, aber das müsstest Du wiederum tragen. Das Problem bleiben die Entfernung, die fehlenden Wege und die Versorgung!

Trampen ist in Russland sehr selten. Ich habe es probiert und teilweise stundenlang an der Straße gewartet. Die Fahrer erwarten auf langen Strecken oft eine Bezahlung, die in etwa dem Preis der Busfahrkarte entspricht.

Grundsätzlich halte ich Kriminalität für kein großes Problem in Russland, jedoch konkret in diesem Fall hätte ich auch meine Zweifel, ob dies so optimal ist. Im ländlichen Bereich kann man sehr herzliche Leute treffen, aber irgendeine Gruppe Halbstarker kann unter dem Einfluss von Alkohol auch auf komische Gedanken kommen (Wer ist das? Hat er vielleicht Geld? Wollen wir vielleicht einen ordentlichen Streit anfangen?)



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