Propaganda vs. Volksverhetzung

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Bluewolf
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Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Bluewolf » Freitag 16. Oktober 2015, 00:45

Ich trenne mal das Thema ab, da mein Einwand bzgl. der Flüchtlinge nichts mit dem Thema Absturz zu tun hat, in dem es teilweise behandelt wird.

@Berlino
Ich habe langsam von Deiner offensichtlichen, und ja ich nenne es so, Volksverhetzung, die Nase voll.
Neben sehr ausgewogenen Reportagen, wie z. B. heute Abend den Bericht von Monitor, in dem Amerika offen angegriffen wird ob des Angriffs auf das Krankenhaus in Kundus, gibt es immer noch die Realität in Deutschland, die Du komplett verleugnest.

Wer lässt sich denn von den Berichten die Du immer anführst wirklich beeinflussen? Hartz4 Empfänger? Womöglich, weil sie von Haus aus nicht gebildet sind. Studenten? Wohl kaum, die stellen alles in Frage? Der Mittelstand? Mit Sicherheit nicht, da sie andere Probleme haben. Also wer zum Geier glaubst Du lässt sich beeinflussen?

JEDER in meinem Umfeld hat Zweifel und weiss, das wir das über kurz oder lang nicht schultern werden können. Trotzdem gilt es erst mal Hilfe zu leisten, für traumatisierte und verängstigte Menschen. Was SPÄTER kommt, dafür finden wir Lösungen wenn es soweit ist, und wir haben schon oft bewiesen, das es gelingen kann. Der Unterschied ist, früher waren wir überzeugt, heute überwiegen die Zweifel.

Und schenk Dir Deine Links und Auszüge aus irgendeiner Presse. Wenn ich Deine Kommentare lese erkenne ich jedesmal "Ups, es scheint als wäre ich an einer Front" und in der gleichen Zeit in der Du Deine Befürchtungen über das "verdummte deutsche Volk" vom Stapel lässt, könntest Du vielleicht mal anfangen mit anzupacken. Aber ausser didaktischen Ausfällen lese ich von Dir seit Monaten nichts mehr Substantielles.

Menschen nehmen Ihren Urlaub um Flüchtlingen zu helfen, versuchen vor dem Winter Unterkünfte zu bauen, Schulen bieten unentgeltlich Sprachunterricht an und Dein Einwand ist, das Du keine dokumentierte Umfragen erhälst? Jedes Bundesland fertigt Statistiken über die Interviews bei der Aufnahme in die LEAs an und Du zweifelst das an? Für wie wichtig hälst Du Dich eigentlich? Diese Umfragen werden per Standard immer erst nach Jahren ausgewertet und für Dich zählt die Erfahrung der Sachbearbeiter vor Ort nicht? Wie verblendet muss man eigentlich sein?
Bei einer schnellen Entscheidung gibt es zwei Möglichkeiten: sie ist richtig oder falsch. Im Normalfall stellt sich das dann erst nach Jahren heraus. Aber Du weisst heute schon was richtig war?

ich lebe in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Karlsruhe mit 24000 Einwohnern und seit letzte Woche 820 Flüchtlingen. Natürlich gibt es Spannungen und natürlich Bedenken und Zukunftsängste. Aber das resultiert aus der Situation hier und nicht aus einem BILD Bericht oder irgendeiner Berichterstattung im Fernsehen, die niemand interessiert. Mag sein, dass das in einer Stadt wie Berlin ganz anders ist, aber da ist wohl auch das Desinteresse gegenüber dem Nachbarn wesentlich grösser. Hier weiss jeder wer nebenan wohnt, die Omis, die aus dem Fenster schauen passen auf die Kids auf, in gutem als auch manchmal in schlechtem Sinn. Aber in Deiner Welt habe ich noch nie gelebt, so verbittert, und die 15 Minuten für diesen Beitrag musste ich mir bei meiner Frau schon aus den Rippen schneiden ...

Viel Spass noch mit Deinen Recherchen statt Taten

Gruß
Uwe



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Alex KA
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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Alex KA » Freitag 16. Oktober 2015, 01:19

ja, ich denke auch das ein paar hunderttausend Flüchtlinge für Deutschland noch nicht schlimm, im Irak oder Libanon setzen laut Berichten Millionen.. Da müssen schon nach Deutschland mehrere Millionen kommen, damit es vergleichbar wäre. Man kann sogar vermuten, die Flüchtlinge werden sogar erwünscht, vielleicht für die unqualifizierte und schlecht bezahlte Arbeit, es wird Konkurrenzfähigkeit -deutschlands verbessern.
Schlimm ist das die Medien offensichtlich ein Feindbild von Russland bilden, und das kann zum Krieg führen.

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von lausi » Freitag 16. Oktober 2015, 01:22

Bluewolf hat geschrieben:@Berlino...
Ich habe langsam von Deiner offensichtlichen, und ja ich nenne es so, Volksverhetzung, die Nase voll.
Vielleicht hast Du etwas falsch verstanden?
Bei @berlinos Beiträgen kann ich nur die Kritik an der gleichgeschalteten Presse sehen, er hat kein Wort gegen Flüchtlinge geschrieben, oder ich hab es übersehen?
“Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!”
- Immanuel Kant

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Berlino10 » Freitag 16. Oktober 2015, 02:46

Bluewolf hat geschrieben:Ich trenne mal das Thema ab, da mein Einwand bzgl. der Flüchtlinge nichts mit dem Thema Absturz zu tun hat, in dem es teilweise behandelt wird.

@Berlino
Ich habe langsam von Deiner offensichtlichen, und ja ich nenne es so, Volksverhetzung, die Nase voll.
Kannst Du eigentlich lesen und denken? Ich will ja gar nicht, dass Du so denkst wie ich, aber bitte denke überhaupt mal.

Monitor zu Kunduz habe ich auch gesehen. Es gibt nach wie vor wertvollen Journalismus - wir haben ja keine gleichgeschalteten Medien - in der Peripherie für 10% Interessierte - 2 Mio Zuschauer haben solche Sendungen maximal. Aber es gibt ihn nicht in den Hauptnachrichten für täglich 15-25 Mio Zuschauer. Da konnten die Sprecher zu Kunduz gar nicht schnell genug von "Fehler", "aus Versehen" sprechen, während sie noch am Tag zuvor gegen Russische Massaker an Zivilisten hetzten ... Es gibt auch bei SPON, ZEIT, FAZ in der Peripherie tolle Artikel, aber nicht vorne in der Hauptlinie, da steht die Propaganda für die 90%.
Monitor zB deckte wie die BBC auf, dass zumindest sehr viele der Scharfschützen des Maidans aus den Reihen der damaligen Opposition kamen (10-20% wissen das jetzt maximal). Das hinderte aber die Tagesschau und Tagesthemen, ZDF, RTL ... nicht daran, 2014/2015 immer noch die Scharfschützen ausschließlich Janukowitsch in die Schuhe zu schieben.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Was hat die Abwehr von Kriegspropaganda und das Aufdecken systematischer Manipulationen in unseren Leitmedien mit Hetze gegen Flüchtlingen zu tun????? 0,0 ... gar nichts. Untersteh dich, noch einmal solch unverschämte Diffamierungen zu äussern, nur weil du es nicht blickst.

Im Gegenteil kritisiere ich, dass Flüchtlinge für Propaganda mißbraucht werden, dass unsere Verantwortung und vor allem die der USA und der Verbündeten, der Türkei, der Golfstaaten, an dem Flüchtlingselend, an den Kriegen und Destabilisierungen in dieser Region - Irak, Afghanistan, Libyen, Libanon, Zentralafrika damit systematisch vertuscht werden. So ändern wir nichts an den tatsächlichen Ursachen des Elends. Wir haben sogar unsere Waffenexporte nach Saudi-Arabien verdreifacht, damit die den Jemen bombardieren können.

Unsere Propaganda versucht gerade von unserer eigenen Verantwortung und der von USA/IS abzulenken, stattdessen Assad zum Schuldigen der Flüchtlingskrise in unserem Land zu machen, obwohl bis Sept15 überhaupt nur 21% der Flüchtlinge aus Syrien kamen und die USA den IS stark gemacht haben und den Bürgerkrieg in Syrien anfangen ließen. Macht es dich nicht stutzig, dass plötzlich niemand mehr über IS-Greul berichtet, sondern nur noch von Assad, seitdem RUS dort interveniert???
Hunderttausende Flüchtlinge seien schon wegen des "weltweit grössten Massenmörders" Assad zu uns gekommen! (tatsächlich waren es 93.000 Syrische Flüchtlinge in den letzten 24 Monaten bis Sept.) Das ist mediale Volksverhetzung und zwar zB von ZDF Berlin direkt: "Derzeit ist Syriens Diktator Assad der weltgrößte Massenmörder. Sein Giftgas und seine Fassbomben haben eine Viertelmillion Menschen getötet. (auch seine rund 80.000 eigenen toten Soldaten?) Elf Millionen Syrer sind auf der Flucht. Die meisten fliehen vor Assad. Hundertausende sind schon in Deutschland. Die Furcht, dass noch mehr kommen, scheint grösser als die Furcht vor Assad."

Solche hetzerischen und reißerischen Berichte machen in DEU Angst ... und lassen die Stimmung kippen ... bei mir übrigens nicht ... ich unterstütze die Anstrengungen zur Flüchtlingshilfe ... das sind Opfer, denen geholfen werden muss und denen es auch hier noch viel zu schlecht geht, wie ich vor dem LaGeSo sehen musste ... wenn Du ihnen persönlich hilfst, zolle ich Dir Respekt.

Und ich hetze nicht, ich kritisiere, was einige der Leit-Medien selbst für die Vergangenheit zugegeben haben.
Die ZEIT „Wahr ist aber auch, dass Journalisten in den vergangenen Jahren in entscheidenden Momenten versagt haben. Vor und während des US-Einmarschs im Irak etwa. Damals, 2003, gaben viele, vor allem amerikanische Medien im Grunde nur US-Regierungspropaganda wieder – und zogen mental mit in den Krieg.“
Schöne Grüsse in meine Badische Heimat
Michael

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Jenenser » Freitag 16. Oktober 2015, 12:23

Propaganda vs. Volksverhetzung:

Es läuft wohl einiges schief in DE. Eine Anzeige wegen Volksverhetzung hat sich nun auch unser Oberbürgermeister eingefangen:
http://www.otz.de/web/zgt/politik/detai ... o-71372380
Bei 15.000 Euro Strafandrohung sollte man sich also überlegen, überhaupt noch was zur aktuellen Politik zu sagen?!

Der Thüringer Beamtenbund fordert die gesamten Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes (d.h. nicht nur seine Mitglieder) auf, nicht mehr Veranstaltungen einer Oppositionspartei im Thüringer Landtag zu besuchen:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 1749384682

Im sächsischen Plauen, zu dem ich eine Beziehung seit meiner Kindheit habe, finden seit einigen Wochen sonntags wieder Großkundgebungen statt. Im Programm der Initiatoren der Bürgerbewegung, bestehend aus Hartz4-Empfängern, Studenten und Unternehmern..., geht es bei weitem nicht nur um die Flüchtlingskrise. Auch die Sanktionen gegen Russland werden thematisiert und offen kritisiert.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/T ... 326018.php

Der SPIEGEL hatte Plauen einst medial unterstützt bei der Berichterstattung zu den Ereignissen vor 25 Jahren: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66133641.html
Heute ist es in Bezug auf Plauen bei SPON ziemlich ruhig...



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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von GIN » Samstag 17. Oktober 2015, 22:51

Und ich denke ihr ganzen Flüchtlingshelfer haben einen echten Knall. Ihr seit nicht mehr fähig logisch zu denken.
Ihr setzt diese Wohlstands- und Wahlflüchtlinge gleich mit den Massen von Menschen die wirklich echte Probleme haben. Jemand der von Krieg und Hass flieht geht in das nächste Land wo er seine Ruhe hat. Also flieht jemand aus Ostafrika nach Kenia. Ein Syrer in die Nachbarländer. Einer vom Balkan bleibt auf dem Balkan.Er sucht sich nicht wahllos irgendwelche Länder aus und bricht am laufenden Band irgendwelche Gesetze.
Ihr haut euch selber Löcher in die Schiffswanne und das mit dem Argument das Wasser GESUND sei.
Wer gegen mich ne Anzeige machen will wegen § 130 Absatz 1 kann gerne das hier der Staatsanwaltschaft weiterleiten. Ich bleibe dabei das ihr einen KNALL habt und freue mich über lächerliche Strafanzeigen

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Bluewolf » Montag 19. Oktober 2015, 17:34

Und ich denke ihr ganzen Flüchtlingshelfer haben einen echten Knall
... spricht einer aus einem Nachbarland, um das Flüchtlinge gerade einen großen Bogen machen.
Lass das mal schön unsere Sorge sein und ansonsten gilt wie immer der Spruch "wenn man keine Ahnung hat einfach mal den Mund halten".
Die Schweizer könnten ja mal damit anfangen weniger rechts draußen zu wählen, vielleicht dürften sie dann auch wieder zum Thema Flüchtlinge mitreden ...
Aber wenn den Kroaten demnächst die Transitländer ausgehen, können Sie ja ne Luftbrücke in die Schweiz einrichten, damit die auch was davon haben ;-)
Bis dahin müssen halt Spendenaufrufe reichen
https://www.swiss-solidarity.org/de/spe ... AmD38P8HAQ

Mitleid ist also kein urdeutsches Problem mein Großer ;-)

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Sachse007 » Montag 19. Oktober 2015, 19:32

Ich frage mich nur eines: Unsere Bundeskanzlerin stellt sich stets als große Europäerin dar. Wenn jetzt also sage: "Wir nehmen alle auf, wir schaffen das!", dann muß ich mir als Bundeskanzlerin darüber im klaren sein, dass die Leute mit ihren Booten eben nicht in Hamburg an der Reeperbahn oder in Bremen ankommen. Ein schneller Blick auf die Karte der Europäischen Union genügt, um die Ägäischen Inseln bzw. Istanbul (Konstantinopel, Byzanz) als erste europäische Station für Leute aus Syrien, dem Irak bzw. Afghanistan zu identifizieren. Oder ich frage meine Berater in diesem Falle, falls ich nicht weiß, was ein Atlas ist. Deutschland liegt in der Mitte Europas und nicht am südlichen Rand! War ihr das nicht klar??
Wenn ich mich also hinstelle und sage: "Wir nehmen alle auf!" (vielleicht schaffen wir wirklich eine Million Flüchtlinge, aber nicht so schnell, nicht ohne Plan und auch nicht jedes Jahr, an der Million haben wir zehn Jahre zu knabbern!), dann muß mir klar sein, dass ich damit Griechenland, den Balkanstaaten, Ungarn und Österreich gewaltig einen reinwürge! Kein Wunder, dass Ungarns Präsident Orban sagt: "Das ist ein deutsches Problem!" Die Vorwürfe, das sei nicht europäisch gedacht, verstehe ich überhaupt nicht. Wo war denn die Absprache mit Europa, als ich eine Million Leute dazu aufgefordert habe, zu Fuß durch die genannten Länder zu ziehen? An deren Stelle würde ich das Deutschland alles bezahlen lassen (Verpflegung, Busse, Ameeeinsatz etc...).
Was mich stört, sind nicht die eine Million Ausländer hauptsächlich aus Syrien (wieviele Türken leben in Deutschland und erhöhen fleißig das geliebte Bruttoinlandsprodukt?), es ist die offensichtliche Planlosigkeit und dieses "über die Köpfe der Leute hinweg entscheiden". Wenn ich in einem Dorf mit 850 Einwohnern und 2000 Rindern (und ca. 500 Schweinen, aber da bin ich mir nicht sicher) ohne Nachfrage 1000 Flüchtlinge unterbringe, gehen die Sympathien sehr schnell in den Keller. Wo kaufen die eigentlich ein, was essen sie, wo kommt das her, fangen die Kühe ein?? Aber wenigstens sind die Schweine in Sicherheit! Wenn in Dresden die Schüler in einem anderen Stadteil zur Schule gehen müssen, weil in deren alter Schule jetzt Flüchtlinge sind, wenn Schulsporthallen geschlossen werden, übrigens genau so.

Und ich höre jetzt Rammstein (Amerika), Scorpions und Ария, das baut auf... :)
Zuletzt geändert von Sachse007 am Montag 19. Oktober 2015, 19:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Sachse007 » Montag 19. Oktober 2015, 19:34

... und ja, man muß heute sehr vorsichtig sein, was man sagt und zu wem, um nicht gleich zum Rechten Rand geschoben zu werden...,Kritik ist eher unerwünscht...

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Berlino10 » Montag 19. Oktober 2015, 20:56

Rammstein ist immer noch Teil von Deutschland, oder? Sowohl die Stadt als auch die Musikgruppe.

Man kann sich ja berechtigt streiten und diskutieren über die Flüchtlingspolitik in DEU.
Und mir ging der Kampagnen-Journalismus der ersten Tage und Wochen auch gegen den Strich.
Aber ein "Flüchtlingshelfer haben einen echten Knall" finde ich zum Kotzen ...

Zunächst einmal sind diese Menschen - bis auf wenige Trittbrettfahrer und bewusst Berechnende - unschuldige Opfer schrecklicher Kriege und Terrors, die auch wir und besonders unsere Verbündete zu verantworten haben. Wir sind in bzw. über ihre Länder ein- bzw. hergefallen und haben diese verwüstet.

UND Millionen haben bereits viele Monate bis Jahre in Flüchtlingslagern der Nachbarschaft gehaust (95% tun dies noch immer), wo wir sie ohne ausreichende Nahrung, Medizin, Unterkunft geschweige denn Bildung für die Kinder oder Perspektiven für ein Kriegsende haben dahin vegetieren lassen.

Und da wundert ihr euch, dass die, die noch Geld aufbringen konnten, versuchen, dem Tod und diesem Elend zu entkommen?

Ich bin auch nicht dafür, dass wir hier alle aufnehmen, die kommen wollen, aber schon so lange den Opfern helfen, bis wir - die Verursacher - in den Lagern menschenwürdige Bedingungen hergestellt und endlich angefangen haben, unsere imperialistischen Interventionen aus reinem politischen Eigennutz zu stoppen.

Wer nicht will, dass zu viele Flüchtlinge nach DEU kommen, der sollte nicht weiter gegen die Opfer, sondern endlich gegen die Täter agitieren.



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