Workuta

Erlebinsse einer Wolga-Kreuzfahrt und Abenteuer-Reisen nach Kamtschatka können hier diskutiert werden. Aber natürlich auch, ob Aeroflot die wirklich günstige Flugverbindung nach Moskau ist.
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Saboteur
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Re: Workuta

Beitrag von Saboteur » Sonntag 17. Dezember 2017, 23:19

Tonicek hat geschrieben: Ja, stimmt, ich wollte es eben mal probieren u. dann halte ich durch, für Weicheier ist das nichts.
absolut! Ich bin mal von Riga nach Moskau gefahren und von Kiew nach Berlin. Also mit Bus. Ich bin geheilt. Wenn ich dran denke fängt der A*** wieder an zu brennen :)
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...



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Workuta

Beitrag von Tonicek » Montag 18. Dezember 2017, 11:32

Ich glaube, manchmal brauch ich solche "Abenteuer": Das erste Mal den Namen WORKUTA am 05. Juni 17 hier gelesen, kurz überlegt u. recherchiert, und Ende November konnte ich zu mir selber sagen: Klasse, Tonicek, gut gemacht, Abenteuer "Workuta" bestanden + absolviert.

Vor allem, wenn kein Anderer vor mir den Hut zieht, kann ich eben diesen Hut vor mir selber ziehen, in Spiegel gucken und sagen: "Gut gemacht, Tonicek! - Abenteuer 'Vorkuta' gut erledigt - Neugier auf die Tundra befriedigt" !

Dazu kommt ja auch die Tatsache, daß ich alles alleine, individuell organisiere, also ohne jegliches Reisebüro, Booking-Agenturen usw. [abgesehen von der VISA-Agentur]
Bin auch froh, daß alles so geklappt hat: Ausgesuchte Hotels gut getroffen, Zugbuchungen, Transfers = alles o.k.
Auch wichtig: Nichts Kriminelles passiert - nichts geklaut worden - auch das finanz. Budget wurde eingehalten [bin auch ein armer Hund !!!].

Es gilt weiterhin: "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben kann!"

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Re: Workuta

Beitrag von m1009 » Dienstag 19. Dezember 2017, 00:27

Ich bin geheilt.
Alles eine Frage des Alkoholspiegels....

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Re: Workuta

Beitrag von zimdriver » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:17

Saboteur hat geschrieben:. Wenn ich dran denke fängt der A*** wieder an zu brennen :)
... so harte Sitten herrschen in den Fernbussen? Ich ahnte schon Schlimmes. Soweit reichte meine Phantasie jedoch nicht. Dann doch lieber mit Auto, Flugzeug oder RZhD...

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Re: Workuta

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:17

Ich habe alle gängigen Methoden der Überbrückung der Entfernug zwischen DEU und RUS ausprobiert. Also auch mit dem Bus. Hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Mein einziges Problem dabei war und ist, dass ich etwas zu groß bin und deshalb das Schlafen recht unbequem ist. Entweder die Beine sind zu lang, oder der Kopf fällt auf die Rückenlehne anstatt sich daran anzulehnen. Hier hat dann der Vorschlag von m1009 sehr gute Dienste geleistet...

Die Sitze selber waren ok, und mir hat es gefallen, stundenlang am Fenster zu sitzen, aus dem Fenster zu schauen, zu sehen, wie ewig lange gerade Straßen durch lange Wälder gehen, wie sich die Landschaft langsam ändert. Im Zug ging das nicht, weil die Ablenkung hier zu groß war, da hab ich dieses langsame Vorbeigleiten der Landschaft nicht so erlebt. Manchmal Musik hören, oder einfach stundenlang nur schauen, die Gedanken mit der Landschaft mitfliegen lassen.

Mir hat's gefallen.
You know nothing Jon Snow.....



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Re: Workuta

Beitrag von m1009 » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:40

Bin auch schon mit dem Bus nach RUS gefahren..... das potentiell deutlich hoehere Risiko eines Unfall (gegenueber Bahn/Flug) laesst mich solch Reisen ablehnen.

Gut, die Busse aus/nach Europa sind keine, gerade noch am Leben gehaltene Saerge, wie die Karren Richtung Mittelasien.... aber trotzdem... Uebermuedung der Fahrer, Unvermoegen anderer Verkehrsteilnehmer....

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Re: Workuta

Beitrag von Jenenser » Dienstag 19. Dezember 2017, 12:23

Tonicek hat geschrieben:Ein Bericht "Tonicek fährt zum ersten Mal" russische Eisenbahn [russkaya sheleznaya doroga] - und damit auch zum letzten Mal" folgt in Kürze
Da bin ich doch schon gespannt. Vor ein paar Jahren habe ich den Zug nach Workuta am Jaroslawer Bahnhof abfahren gesehen. Es waren nicht die neuesten Waggons. Aber Nostalgie im schokoladenbraunen Ammendorf hat auch was.

Fernreisen im Bus sind nicht so meins. So um die 200 km gehen noch in Ordnung. Im Süden durfte ich im vergangenen Jahr in einem nagelneuen, schneeweißen WOLGA-Bus mitfahren.

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Beitrag von Tonicek » Dienstag 19. Dezember 2017, 12:28

m1009 hat geschrieben:... das potentiell deutlich hoehere Risiko eines Unfall (gegenueber Bahn/Flug) laesst mich solch Reisen ablehnen... aber trotzdem... Uebermuedung der Fahrer, Unvermoegen anderer Verkehrsteilnehmer....
No risk - no fun!
Hatte auch teils das Glück, vorn in der 1. Reihe zu sitzen, die Fahrer machten eigentlich einen fitten. professionellen Eindruck; waren auch immer zwei Fahrer an Bord, anders als bei den LKW's, wo sich die Unfälle häufen:

https://www.gmx.net/magazine/panorama/a ... t-32708016

Auch eine 25-jährige Polizisten ist getötet bei ihrer Tätigkeit am Unfallort.

@ Jenenser
: Die Waggonbude in Ammendorf ist glaube ich abgewickelt worden . . . 10 min davon entfernt wohnt der Rest meiner buckligen Verwandtschaft . . .
Zuletzt geändert von Tonicek am Dienstag 19. Dezember 2017, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Tonicek » Dienstag 19. Dezember 2017, 12:39

zimdriver hat geschrieben:... so harte Sitten herrschen in den Fernbussen? ...
Naja, so hart sind sie auch nicht, keinesfalls härter als woanders. Problematisch ist aber, daß man nicht mal aufstehen kann und herumlaufen wie im Zug z.B. - Auch die Haltestellen unterwegs, meist nur 5 min ein Stop, man darf aus dem Bus nicht heraus - dann wird's kritisch. -
Wenn lt Buchungsliste keine Passag. ein- oder aussteigen, wird gar nicht angehalten, dann sitzt man schon mal 3 - 5 Std nonstop.

In Riga, 2 Std. Stop-Over m. Buswechsel, aß ich in einem Bistro, trank Kaffee [kaffee] , sah einen Supermarkt, kaufte ganz schnell 3 Do Bier [nach 3 Bier kann ich besser schlafen, auch im Sitzen :alc: ], ging zum Bus, die Stewardess sah meinen Plastikbeutel, nahm mir das Bier weg m. d. Bemerkung: "You get in back in Prag" - Sche ... e !!! Harte Sitten!

Ich betone: Für mich war es ein Test! Auch um das Transitvisa BY zu umgehen. - UND: Auch hier gilt mein Grundsatz: I must kill my time - entfliehen der desaströsen Einsamkeit zu Hause - etwas anderes sehen, hören + erleben. "Learning by doing" - nicht etwas beurteilen vom Hören + Sagen . . .

Nebeibei: Ein Flug Prag - Moskau return wäre nicht viel teurer gewesen, hab' mich trotzdem f. d. Bus entschieden, die Gelegenheit, 2000 km per Bus zu fahren, hat man nicht alle Tage . . .
Zuletzt geändert von Tonicek am Dienstag 19. Dezember 2017, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Tonicek » Dienstag 19. Dezember 2017, 12:50

Wladimir30 hat geschrieben: ... Die Sitze selber waren ok, und mir hat es gefallen, stundenlang am Fenster zu sitzen, aus dem Fenster zu schauen, zu sehen, wie ewig lange gerade Straßen durch lange Wälder gehen, wie sich die Landschaft langsam ändert. Im Zug ging das nicht, weil die Ablenkung hier zu groß war, da hab ich dieses langsame Vorbeigleiten der Landschaft nicht so erlebt. Manchmal Musik hören, oder einfach stundenlang nur schauen, die Gedanken mit der Landschaft mitfliegen lassen.
Das sind sehr schöne Sätze - ich habe stundenlang vom Gang des Zuges auf die verschneite Tundra gesehen, durch lange Wälder, manchmal ein kleines Stellwerk, manchmal paar Gebäude, wenn man die so nennen kann.-
Was mir aufgefallen ist, waren die extrem schief stehenden Strommasten. Daß die überhaupt noch stehen konnten bei der Schräglage, wunderte mich. Hab' dann mit mir selber gewettet, daß ich nicht einen Mast absolut vertikal stehend zu Gesicht bekomme - die Wette hab' ich gewonnen, und dann freuten wir beide uns wie die Kinder zu Weihnachten . . .



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