Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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DiBo
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Montag 3. Juni 2019, 01:29

Warum ist eigentlich für vier Personen Geld für Flugscheine da, bei 750 € Haushaltseinkommen? Etwa, weil

Ihr Teilzeit-Job lässt es zu und ich muss den Rest an Kohle in Vollzeit ranschaffen! :)
Für den Flug hat meine Frau wohl nichts zugeschossen!? Manchmal staune ich auch nicht schlecht, wenn ich so manche Fotos aus der "Freizeitgestaltung" meiner (Stief)Tochter in Moskau sehe! Das angegebene Haushaltseinkommen kann und will ich ja auch gar nicht überprüfen. Wird schon ausreichend da sein. Ist ja auch gut, wenn es so sein sollte.

Ich selber habe vor vielen Wochen schon einen Hotelaufenthalt für die Tochter, den zwei älteren Enkelkindern und für mich gebucht, damit die Kinder etwas von Deutschland sehen und erleben können. Das jüngste Enkelkind bleibt so lange bei der Oma. Ich will damit nur sagen, geizig und gierig sind meine Frau und ich sicherlich nicht. Nur sich alles wegnehmen lassen und zuschauen, das geht auch nicht!



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Dietrich
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Dietrich » Montag 3. Juni 2019, 11:41

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Sonntag 2. Juni 2019, 23:07
In der Konstellation kann es - nach etwas weiterem Nachdenken meinerseits - nur auf folgendes hinauslaufen:
Wenn Deine Frau nach Moskau reist, ist IHR Zimmer sauber, frei von Personen und aufgeräumt, ebenfalls sind Küche mit allen Geräten, Waschmaschine und Bad benutzbar. Sie kommt, wann sie will und reist ab, wann sie will, mit wem sie will, sie behält einen Schlüsselsatz und es werden keine Schlösser ausgetauscht.
DAS würde ich auch als vernünftigste Lösung ansehen.
Für 3 (lass es 6 sein) Wochen Besuch im Jahr eine Wohnung in Moskau zu kaufen halte ich für Quatsch. Kosten tut die Wohnung dann auch die anderen 46 Wochen im Jahr und vermieten kann man sie auch nicht vernünftig, wenn der Mieter dann 6 Wochen im Jahr ausziehen soll. Ganz zu schweigen von den anderen Problemen die sowas mit sich bringt.
Die Tochter wird sich mit ihrer Familie wohl 4-6 Wochen im Jahr mit 2 Zimmern begnügen können, wie es viele andere Russen 52 Wochen im Jahr tun. Von denen die mit Familie in einer 1-Zimmer-Wohnung wohnen ganz zu schweigen.
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Montag 3. Juni 2019, 12:04

Ja, das mit der Wohnung ist wirklich Quatsch! Sehe ich absolut genauso.
Magdeburg-Moskva hat geschrieben: ↑
Sonntag 2. Juni 2019, 21:07
In der Konstellation kann es - nach etwas weiterem Nachdenken meinerseits - nur auf folgendes hinauslaufen:
Wenn Deine Frau nach Moskau reist, ist IHR Zimmer sauber, frei von Personen und aufgeräumt, ebenfalls sind Küche mit allen Geräten, Waschmaschine und Bad benutzbar. Sie kommt, wann sie will und reist ab, wann sie will, mit wem sie will, sie behält einen Schlüsselsatz und es werden keine Schlösser ausgetauscht.
Das ist eine gute Variante, die ich meiner Frau so vorschlagen werde. Ob die Tochter ebenfalls damit klarkommt, werden wir sehen.

Eine finanzielle Klärung für die Zukunft steht jedoch weiterhin im Raum! :-(

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Dietrich
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Dietrich » Montag 3. Juni 2019, 13:38

DiBo hat geschrieben:
Montag 3. Juni 2019, 12:04
Das ist eine gute Variante, die ich meiner Frau so vorschlagen werde. Ob die Tochter ebenfalls damit klarkommt, werden wir sehen.
Als Alternative könnt ihr ja vorschlagen, die 3-Zimmer Wohnung in eine 2- und eine 1-Zimmer Wohung zu tauschen.
Dann hat sie das ganze Jahr ein Zimmer weniger ;-)
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Wladimir30 » Montag 3. Juni 2019, 14:29

Diese Variante ist nicht ganz problemlos. Eine Dreizimmerwohnung kostet eben nicht so viel wie die Summe aus 1-Zimmerwohnung plus 2-Zimmerwohnung. Hier gibt es ein recht großes Loch, das zu finanzieren wäre.
Wenn Deine Frau nach Moskau reist, ist IHR Zimmer sauber, frei von Personen und aufgeräumt, ebenfalls sind Küche mit allen Geräten, Waschmaschine und Bad benutzbar. Sie kommt, wann sie will und reist ab, wann sie will, mit wem sie will,
Diese Variante halte ich für unrealistisch. Ein Zimmer wird nicht 46 Wochen im Jahr unbenutzt bleiben. Es wird zunächst als Abstellraum benutzt, dann kommt dies, dann jenes hinzu. Das Zimmer wird mit Sicherheit nicht sauber und aufgeräumt bleiben. Deine Frau könnte das selber abschließen und den Schlüssel mitnehmen. Dann wird es nach 46 Wochen ordentlich müffeln, wenn nicht mit Schimmel in den Ecken etc.

Ob darüber hinaus Waschmaschine etc. alles nutzbar sein wird, wage ich auch zu bezweifeln. Wenn sie nicht gerade kaputt ist, wenn Deine Frau kommt, wird nach ihrer Abreise eine Rechnung kommen über die Reparatur, da sie DURCH DIE BENUTZUNG DURCH DEINE FRAU kaputt gegangen sein wird.

Meiner Meinung nach wäre die sauberste Lösung ein Ausbezahlen des Anteils an der Wohnung. Jeder in Russland hat Kredite, da wird sich die Tochter auch einen nehmen können. Danach geht es auch mit Sicherheit auch wieder ruhiger zu im Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, nach dem Motto: sauberer Geldbeutel, saubere Beziehung.
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Dienstag 4. Juni 2019, 10:51

Hallo Wladimir30,

für mich war es sowieso immer viel zu unruhig in der Wohnung, wenn wir zu Besuch waren. Für meine Frau war alles „normalno“!

Meiner Ansicht nach, hat meine Frau nichts mehr in der Wohnung verloren. Die jetzt fünfköpfige Familie der Tochter sollte ungestört von der Mutter in der Wohnung leben können und natürlich alle Räume dauerhaft nutzen! Das ist so möglich und zeitgemäß. Einen abschließenden Schnitt zu machen, fällt offensichtlich allen Beteiligten aus den verschiedensten Gründen nicht leicht.

Die Tochter und meine Frau sollten sich darauf verständigen, dass die Tochter den Anteil der Mutter zu 100% übernimmt. Nur die Übernahme selber, das ist der Punkt, über den sich beide einig werden müssen.
Mittlerweile habe ich von ähnlichen Familienverhältnissen erfahren, wo alles sehr sauber und geregelt abgelaufen ist. Also Verkauf der Wohnung und Erlös zu gleichen Teilen an die jeweiligen Familienmitglieder / Eigentümer. Auch die Kinder haben langlaufende Kredite aufgenommen, wenn sie dann eine neue eigene Wohnung gekauft haben. Auch Ehepaare, welche sich haben scheiden lassen, denen eine Wohnung gemeinsam gehörte, finden gerechte Lösungen. Schmerzhaft, aber dann geht es auch oftmals nur über den Verkauf und Teilung.

Wir brauchen eine Lösung, bei welcher der jungen Familie auch noch Luft zum Leben bleibt. Leider sind von der „jungen Familie“ in dieser Richtung noch keinerlei Vorschläge gekommen. Man wartet ab und lässt weiter „köcheln“, man kocht die Mutter weich!

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Dietrich » Dienstag 4. Juni 2019, 11:39

Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, warum eine Familie in einer für russische Verhältnisse großzügigen Wohnung, nicht in der Lage sein soll, 4 oder 6 Wochen im Jahr ein Gästezimmer für die eigene (Schwieger)mutter frei zu machen.

Da wird ein halber Schrank freigeräumt für den Koffer der Mutter und die Kinder teilen sich so lange ein Zimmer.
Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 3. Juni 2019, 14:29
Diese Variante ist nicht ganz problemlos. Eine Dreizimmerwohnung kostet eben nicht so viel wie die Summe aus 1-Zimmerwohnung plus 2-Zimmerwohnung. Hier gibt es ein recht großes Loch, das zu finanzieren wäre.
Das war keine Möglichkeit zur Lösung, sondern nur als "Droh-Alternative" gedacht.
Dann sind es eben zwei 1-Zimmer-Wohnungen ;-)
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Dienstag 4. Juni 2019, 11:59

Dietrich hat geschrieben:
Dienstag 4. Juni 2019, 11:39
Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, warum eine Familie in einer für russische Verhältnisse großzügigen Wohnung, nicht in der Lage sein soll, 4 oder 6 Wochen im Jahr ein Gästezimmer für die eigene (Schwieger)mutter frei zu machen.
Das ist die Persönlichkeit der Tochter. Das hat meiner Meinung nach etwas mit Infantilismus zu tun.
:) Du bist scheinbar nicht davon betroffen, darum kannst du es nicht verstehen oder nachvollziehen!

Du sprichst hier die "Schwiegermutter" an. Vom Ehemann der Tochter hört man gar nichts! Er ist nur Zuschauer und lässt die Frauen mal machen.
Oder er ist sogar aufgefordert, sich herauszuhalten!?

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Dietrich » Dienstag 4. Juni 2019, 12:08

DiBo hat geschrieben:
Dienstag 4. Juni 2019, 11:59
Du bist scheinbar nicht davon betroffen, darum kannst du es nicht verstehen oder nachvollziehen!
So direkt nicht, das stimmt.
Bei uns ist es umgekehrt. In unserer 2-Zimmer-Wohnung in Moskau lebt meine Schwiegermutter mit ihrem Kater.
Wenn meine Frau und die Kinder nach Moskau fliegen (im Schitt 2- 3 mal im Jahr für jeweils eine Woche), dann schläft meine Schwiegermutter selbstverständlich im Wohnzimmer und meine Frau und Kinder im Schlafzimmer. Der Kater darf so und so nicht ins Schlafzimmer.

Ich bin die letzten Jahre zu Hause geblieben, da ich eine Katzenallergie habe und deshalb meine eigene Wohnung für mich momentan Tabu ist ;-)
Außerdem habe ich meist nicht so viel Urlaub wie meine Frau. Die arbeitet nur Teilzeit und da kann man eher mal ne Woche rausholen.
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Dienstag 4. Juni 2019, 12:18

:D

Zwei Katzen und viele, viele Katzenhaare gibt es in der Wohnung auch! :lol:



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