Wieder mal sind die Russen die Bösen

Egal, ob olympische Spiele, Welt- oder Europameisterschaften, Fuss- oder Basketball - Russland ist ein Land mit sportbegeisterten Menschen. In diesem Unterforum wird sportlich über Sport in Russland und russische Sportler im Ausland diskutiert.

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paramecium
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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von paramecium » Dienstag 29. Mai 2018, 19:28

Berlino10 hat geschrieben:
paramecium hat geschrieben:Die italienische, französische und us-amerikanische Antidoping-Kommission haben in ihren Ländern bei Trainings- und Wettbewerbskontrollen beispielsweise jeweils mehr als dreimal so viele Proben untersucht wie der russische Verband. Die Positivquoten (also die Zahl der Dummen die mit Steinzeitmethoden dopen und auffliegen) liegen länderübergreifend üblicherweise bei etwa 0,5-1,5%. Wenn man also mehr testet wird man also auch häufiger fündig.
Ist die RUSADA nicht suspendiert? Alle Proben sammelt mMn seit 2016 UKADA (GB), ... Russland, der russische Verband oder RUSADA haben nichts mehr damit zu tun, keine Möglichkeit zu manipulieren
Nein, die RUSADA hat seit 2016 die Kontrollen unter Aufsicht der UKAD durchgeführt. Die RUSADA erstellt also weiterhin die Testpläne und verwaltet ihre Daten. Die UKAD hat vollen Zugang zu den Datenbanken der RUSADA. Die Proben selber werden von beauftragten Personen (private sample collection providers) eingesammelt. Also weder von Rusada noch Ukad. Der Transport und die Analyse der Proben werden allerdings von der UKAD koordiniert.
Berlino10 hat geschrieben:...und dieses lächerliche "systematisch", "staatlich" ... gerade auch wenn man den Bericht über systematisches Staats-Doping DEU-West kennt ...
Ich sehe darin wie Saransk schon einen großen Unterschied ob mit Staatshilfe systematisch gedopt wird, oder ob das Privatpersonen organisieren. Für systematisches staatlich organisiertes Doping in (West)deutschland gibt es im letzten Jahrzehnt glücklicherweise keine Hinweise.

Doping kann man nur bekämpfen indem man es unprofitabel macht. Meiner Meinung nach gehören daher keinerlei Staatsmittel (auch nicht in Form von Rundfunkgebühren) in den Profisport. Das Geld ist im Breitensport (Bolzplatz für Jugendliche, gute Schwimmbäder) besser angelegt. Profisport sollte ausschließlich privat organisiert sein und von Angebot und Nachfrage abhängen.



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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von m1009 » Mittwoch 30. Mai 2018, 00:05

Für systematisches staatlich organisiertes Doping in (West)deutschland gibt es im letzten Jahrzehnt glücklicherweise keine Hinweise.
Frage...

Wer ist gleich der groesste Sportfoerderer Deutschlands?
Profisport sollte ausschließlich privat organisiert sein
Seit wann ist die Bundeswehr privat? ;)

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 30. Mai 2018, 01:36

Es ist so lachhaft, einen Unterschied zwischen "privat" und "staatlich" generieren zu wollen, gerade wenn UNIs, oder andere off. Institute beteiligt sind. Allein, dass die USA priavt 400 "legale" Sondergenehmigungen zum Doping erhalten haben (2016) RUS 15, zeigt wie aberwitzig das Ganze ist, ...und die ganzen armen norwgischen Asthma-Skilangläufer ... :cry: ... aber die RUS-Hetzer halten auch die Williams-Hulks für natürliche Entwicklungen :lol: .. man man man ... gehen mir diese Propagandaaffenn auf den Zieger ... dümmer als die Hitlerjungen seinerzeit

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von m1009 » Mittwoch 30. Mai 2018, 01:45

und die ganzen armen norwgischen Asthma-Skilangläufer ..
An Asthma leidet tragischerweise JEDER Hochleistungssportler der Freien Welt. Da ist findet sich bestimmt auch noch ein Russe, der schuld ist. Aber! Das wird mit guten Arzneien von der sauberen, westlichen, Sportmedizin behandelt. Alles also kein Problem...

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von paramecium » Mittwoch 30. Mai 2018, 10:08

m1009 hat geschrieben:
Für systematisches staatlich organisiertes Doping in (West)deutschland gibt es im letzten Jahrzehnt glücklicherweise keine Hinweise.
Frage...

Wer ist gleich der groesste Sportfoerderer Deutschlands?
Kannst du mir eine Quelle für systematisches staatliches organisiertes Doping in Deutschland nennen? Also beispielsweise Beschaffung von Dopingmitteln durch die Bundeswehr und Verabreichung der Mittel durch einen Stabsarzt.
m1009 hat geschrieben:
Profisport sollte ausschließlich privat organisiert sein
Seit wann ist die Bundeswehr privat? ;)
Genau das habe ich oben angesprochen. Es sollte meiner Ansicht nach keinerlei staatliche Förderung geben. Also keine Sportsoldaten/Polizisten, keine Beteiligung an Infrastruktur für Olympia, keine Politikerreisen auf Staatskosten zu Profi-Sportveranstaltungen und keine Spitzensportförderung.
m1009 hat geschrieben:Es ist so lachhaft, einen Unterschied zwischen "privat" und "staatlich" generieren zu wollen, gerade wenn UNIs, oder andere off. Institute beteiligt sind.
Natürlich ist das ein Unterschied. Das Treiben eines Institutes an der Freiburger Uni war im Übrigen gesetzeswidrig und wird vom Staat rechtlich verfolgt.



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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 30. Mai 2018, 13:02

paramecium hat geschrieben: Kannst du mir eine Quelle für systematisches staatliches organisiertes Doping in Deutschland nennen?

In der Bundesrepublik Deutschland ist offenbar spätestens seit Beginn der 70er-Jahre ein systematisches, organisiertes und vom Staat finanziertes Dopingprogramm betrieben worden.
welt.de


Wie aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Humboldt-Universität (HU) Berlin hervorgeht, wurde in der Bundesrepublik Deutschland spätestens seit Beginn der siebziger Jahre offenbar in zahlreichen Sportarten systematisch und organisiert gedopt.
..Mit unterschiedlichen Strategien sollen Institutionen wie das BISp, der Deutsche Sportbund oder das Nationale Olympische Komitee verhindert haben, dass gedopte Athleten enttarnt wurden.
...Politiker forderten offenbar den Dopingeinsatz
spiegel.de

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von kamensky » Mittwoch 30. Mai 2018, 14:51

Berlino10 hat geschrieben:
paramecium hat geschrieben: Kannst du mir eine Quelle für systematisches staatliches organisiertes Doping in Deutschland nennen?

In der Bundesrepublik Deutschland ist offenbar spätestens seit Beginn der 70er-Jahre ein systematisches, organisiertes und vom Staat finanziertes Dopingprogramm betrieben worden.
welt.de


Wie aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Humboldt-Universität (HU) Berlin hervorgeht, wurde in der Bundesrepublik Deutschland spätestens seit Beginn der siebziger Jahre offenbar in zahlreichen Sportarten systematisch und organisiert gedopt.
..Mit unterschiedlichen Strategien sollen Institutionen wie das BISp, der Deutsche Sportbund oder das Nationale Olympische Komitee verhindert haben, dass gedopte Athleten enttarnt wurden.
...Politiker forderten offenbar den Dopingeinsatz
spiegel.de
Süss, wie du über jedes Stöckchen springst, ...

Du glaubst auch jeden Scheiss, den die Propaganda dir auftischt?

Zitat von @ Berlino_10 aus einem anderen Thread hier im Forum:

" Berlino10 hat geschrieben:Die schon fast täglichen Meldungen sind doch nichts als lächerliche Zuckungen unsere SPON & Co Propaganda-Affen, damit sie mal wieder schreiben dürfen, wie böse der Russe doch ist ... grotesk und lächerlich, das auch noch ernsthaft zu bewerten. "

Doch exakt dieser @Berlino_10 postet angeblich gaubwuerdige Informationen aus einem Online Portal, welchem er stets die uebelste Propaganda vorwirft und nachsagt!

@ Berlino_10

Hast du den gar keine Linie, oder bist du und dein Gemuet " wetteranfaellig " ?

Es scheint doch eher so, dass du dich mit deiner wankelmuetigen Polemik selbst zum Affen machst!
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von Norbert » Mittwoch 30. Mai 2018, 15:00

Leutchen, Eure Diskussionen sind echt amüsant. Der eine stellt eine Frage, obwohl die folgende Antwort vollkommen erwartbar ist. Der nächste reagiert mit einer Antwort, auf welche die Gegenreaktion sowieso absolut vorhersehbar ist. Scheint Spaß zu machen!

(Also bei meinen Söhnen beobachte ich das auch immer und frage mich, woher die Energie für solche Diskurse kommt. Aber das frage ich mich bei Kindern im Vor- und Grundschulalter generell.)


Im Gegensatz zu vorher hat sich doch überhaupt nichts geändert. Die Russen reden die mehr oder weniger aufgeflogenen Dopingvorwürfe klein, der Westen verschweigt bewusst jegliche Zweifel an der Indizienkette. Die Norweger haben Asthma, die chinesischen Schwimmerinnen erinnern an IKEA-Schränke, in der DDR hatten Sportlerinnen Bartwuchs, die BRD konnte es lange etwas besser verstecken. Und ich esse gern Schokolade.

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 30. Mai 2018, 17:58

kamensky hat geschrieben: Doch exakt dieser @Berlino_10 postet angeblich gaubwuerdige Informationen aus einem Online Portal, welchem er stets die uebelste Propaganda vorwirft und nachsagt!
Stell dich nicht dämlicher als du ohnehin schon bist.
Es war/ist schon immer so, dass Propaganda-Portale wie RT, Sputnik, SPON, Welt & Co. immer dann zitierfähig sind, wenn sie sich kritisch über die eigene Seite äussern.

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Re: Wieder mal sind die Russen die Bösen

Beitrag von paramecium » Mittwoch 30. Mai 2018, 19:49

@Berlino: Offensichtlich war meine Frage falsch formuliert, da ich voraussetzte, dass wir über die heutige Zeit (letzten 10 bis 15 Jahre) reden und nicht über Vorfälle die 20 Jahre, 30 Jahre oder gar fast ein halbes Jahrhundert (70er Jahre) her sind und die nun wirklich jeder kennt, weil sie vielfach rezipiert wurden. Wie geschrieben kann man davon ausgehen, dass mindestens 30% der Leistungssportler in Deutschland dopen. Das aber deutsche Steuergelder heutzutage direkt von staatlichen Stellen im staatlichen Auftrag genutzt werden um Doping zu bezahlen, zu verabreichen und zu vertuschen bezweifele ich, da es hierfür keine Hinweise gibt.



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