Fast wie eine Bombe.

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leonidas
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Fast wie eine Bombe.

Beitrag von leonidas » Dienstag 17. November 2015, 01:10

eigentlich bin ich ja francophil, dennoch gab es bei mir auch klägliche Versuche in la cuisine russienne
Quass war so ein Versuch: Schwarzbrot mit heißem Wasser übergossen, gefiltert, etwas Mehl mit Zucker verrührt, Hefe dazu, auf dünne Glasflaschen von TZWALDI gefüllt, die Rosine in die Flasche, stehen lassen.
Nach 3 Tagen nachgesehen, wenig Kohlensäure , doch zu wenig Stärke/Zucker ? 1Teelöffel sollte reichen
Nachts 3 x ein ein ohrenbetäubender Knall, Tack, Tack., Tack und ein Schweinkram sondergleichen. Nun wird die Renovierung der Küche 1 Jahr vorverlegt.

Mir gefällt an der russischen Küche der Verzicht auf Essig zum Haltbarmachen wie in Westeuropa, , Milchsäure ist bekömmlicher. das langsame Kochen bei geringer Hitze, die Suppen, 5 Liter am Sonnabend auf Knochen gekocht, entweder als Ucha oder mit Gemüse. durch die Mühle, nie mit Mixstab, denn damit kann man später Häuser bauen.
Sirniki, Blinis mit Lemberg Kaviar, und meine Spezial-Soljanka, Rezepz aus dem Restaurant Warschau im früheren Ostberlin: klein geschnetzeltes Rindfleisch auf Tomatenbasis, Zitronenscheiben, mitkochen lassen, Hackbällchen aus Rind , frischen grünen Pfeffer dazu geben.,
oder die salate mit Rote Beete , weichkochen, abziehen und raspeln, und mir salz und knoblauch unds Öl vermischen.

Sauerkohl mit Pellkartoffen und zwiebeln, UND hier ein Rezept, dass ich einmal in der Ukraine aufschappte:
eine Scheibe Butter- Brot mit gekochten Kartoffelscheiben belegen, russischen Gartschitza drauf, den, für den man einen Waffenschein haben muss . salz, Pfeffer, und Zwiebelwürfel drauf, etwas Öl.
bonne appetite, wie wir auf russisch sagen.
Zuletzt geändert von leonidas am Dienstag 17. November 2015, 01:44, insgesamt 2-mal geändert.



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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von domizil » Dienstag 17. November 2015, 01:26

... meine erste Erfahrung mit Kwaß war zum Glück nicht so bombastisch. Ich habe mich nie an dieses braune Etwas herangewagt - es sah mir einfach zu eklig aus. Aber während einer Übung im Gebiet Kaliningrad 1982 bei brütender Hitze und leerer Feldflasche wurde uns dann frischer Kwaß (direkt aus der mobilen Feldbäckerei) vorgeschlagen. Dazu frisch gebackenes Brot und Salar mit junger Zwiebel. Seit dem Zeitpunkt bin ich Fan, sowohl von Kwaß, wie auch gut gemachtem Salar. Wobei der Kwaß, der aus der militärischen Feldbäckerei kommt, nicht zu vergleichen ist mit dem Kwaß, der heute im Straßenverkauf angeboten wird - der vom Militär schmeckt wesentlich besser - ist zumindest meine subjektive Ansicht.

Uwe Niemeier
Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal geschenkt, und er muß es so verbringen, dass ihn später die zwecklos verlebten Jahre nicht qualvoll gereuen...
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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von Saboteur » Dienstag 17. November 2015, 01:44

Den besten Kwas macht sowieso meine Schwiegermutter ;)
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von Alex KA » Dienstag 17. November 2015, 02:53

Nein, so bekommen sie kein квас, es ist ein falscher Rezept. Fuer квас braucht man "квасное сусло"
55421189.jpg
-diese Dose reicht für 25 Liter квас

ein Konzentrat das bei uns in Russland in Fabriken hergestellt wird. Man kann es auch selber machen, ist aber zeitraubend..

http://protprom.ru/koncentrat-kvasnogo-susla.html
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leonidas
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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von leonidas » Dienstag 17. November 2015, 03:18

Alex KA hat geschrieben:Nein, so bekommen sie kein квас, es ist ein falscher Rezept. Fuer квас braucht man "квасное сусло"
55421189.jpg
-diese Dose reicht für 25 Liter квас

ein Konzentrat das bei uns in Russland in Fabriken hergestellt wird. Man kann es auch selber machen, ist aber zeitraubend..

http://protprom.ru/koncentrat-kvasnogo-susla.html
o Gott, das ist ja wie ukrainischer Sekt aus Konzentrat.
Doch, meine Methode funktioniert, wenn vorher das Brotwasser vorgegärt wird und dann auf Plastik Flaschen gefüllt wird, die NICHT explodieren.
Generell sckmeckt Selbstgemachtes immer besser als von der Stange.



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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von m5bere2 » Dienstag 17. November 2015, 06:19

Auf die Glasflaschen einfach einen Glasdeckel legen, da kann die Luft drunter entweichen, oder die Glasflaschen einfach mit Gummihandschuh verschließen:

Bild

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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von m1009 » Dienstag 17. November 2015, 07:06

I like :D ...

louise
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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von louise » Dienstag 17. November 2015, 12:09

TE erinnert mich an den hochintelligenten/sauschwäbischen Macho und dessen heroischen Kampf mit einem älteren Sicomatic Dampfkochtopf:
"Des Deng gooht it uff!!".......und dann kam der Rettungswagen.
:lol:
Die letzte authentische Geschichte wurde mir von einem WMF Repräsentanten vor 4 Jahren erzählt.
Es ist kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist, sagte einst Goethe.

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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von Jenenser » Dienstag 17. November 2015, 15:44

louise hat geschrieben:TE erinnert mich an den hochintelligenten/sauschwäbischen Macho und dessen heroischen Kampf mit einem älteren Sicomatic Dampfkochtopf:
"Des Deng gooht it uff!!".......und dann kam der Rettungswagen.
:lol:
Die letzte authentische Geschichte wurde mir von einem WMF Repräsentanten vor 4 Jahren erzählt.
Man lernt eben nie aus. Kurz habe ich überlegt, ob ich den Smiley mit dem Bahnhof anklicke. Das ist aber bitte jetzt nicht persönlich gemeint. ;) Ich habe nun nach Schwaben überhaupt keine Beziehung. Von WMF war auch noch keiner bei uns...

Meine Kwaß-Geschichte:
Ja, der erste Kwaß, das war in Kiew und ist schon wieder fast 30 Jahre her. Zu Beginn, etwas gewöhnungsbedürftig. Aber die Hitze in der Stadt. Überall standen diese gelben Fässer auf Rädern. Und eine ältere Frau oder ein Herr füllten dieses Gebräu in ein Glas. Naja, es schmeckte jedenfalls besser, als das Bonbonwasser aus dem Getränkeautomat. Auch die traf man in der Innenstadt zahlreich.

So ein Konzentrat habe ich damals schon mit nach Hause genommen, das gab es im kleinen Pappkarton im Lebensmittelladen im Wohngebiet. Dabei dachte ich an eine echte „Kwaß-Party“ im Garten! In einer Nacht kam es in der Küche meiner Eltern dann ebenfalls zu den beschriebenen Geräuschen. Eine riesige Sauerei...

Kwaß habe ich nie wieder selber angesetzt. In Russland und der Ukraine freue ich mich immer auf einen großen Becher am Stand, mittlerweile professionell aus Edelstahlfässern. In DE gibt es eine große Auswahl an Kwaß im Russenladen. Der Lidski aus Belarus schmeckt mir dabei am besten...

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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von louise » Dienstag 17. November 2015, 16:36

Jenenser hat geschrieben:
louise hat geschrieben:TE erinnert mich an den hochintelligenten/sauschwäbischen Macho und dessen heroischen Kampf mit einem älteren Sicomatic Dampfkochtopf:
"Des Deng gooht it uff!!".......und dann kam der Rettungswagen.
:lol:
Die letzte authentische Geschichte wurde mir von einem WMF Repräsentanten vor 4 Jahren erzählt.
Man lernt eben nie aus. Kurz habe ich überlegt, ob ich den Smiley mit dem Bahnhof anklicke. Das ist aber bitte jetzt nicht persönlich gemeint. ;) Ich habe nun nach Schwaben überhaupt keine Beziehung. Von WMF war auch noch keiner bei uns...
Das thread Thema lautet "Fast wie eine Bombe" und beinhaltet fehlendes physikalisch-chemisches Verständnis z.B. warum bei einer Gährung Gase entstehen, die in geschlossenen Systemen Druck erzeugen, und wie man z.B. durch ein Gährröhrchen (Brauerei) die Technik in Griff bekommt. Dass ein Dampfkochtopf unter Druck steht, was manche Zeitgenossen auch übersehen, fand ich als Randnotiz ganz nett.....Entschuldige vielmals!

Falls der harte Kern dieses Forums, der fast übereinstimmend eine ostdeutsche Vita hat, (pseudo)-sozialistisch sozialisiert wurde und nun auch ganz gut in Russland klar kommt, der Ansicht ist, dass nur diese Ansichtsweise und Lebensform zum Forum passt, dann ist das für mich völlig OK. Dann würde ich aber davon absehen, das Forum für alle an Russland Interessierten anzubieten (Clickbaiting?). Wer nicht passt, der wird öffentlich hingerichtet, siehe Herr Klaupe, Herr Leonidas und besonders schlimm fand ich das bei Herrn AlexKA aus St.Petersburg, den einzigen echten Russen.

Man könnte z.B. in den Forumsrichtlinien klar hervorheben, wer und was gewünscht ist.
Es gibt auch die Möglichkeit, ein privates Forum einzurichten.

Und bis man mich beleidigen kann (Bahnhof!), da könnt Ihr lange warten..... :lol:
Es ist kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist, sagte einst Goethe.



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