Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Erlebinsse einer Wolga-Kreuzfahrt und Abenteuer-Reisen nach Kamtschatka können hier diskutiert werden. Aber natürlich auch, ob Aeroflot die wirklich günstige Flugverbindung nach Moskau ist.
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Norbert
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Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Norbert » Dienstag 27. November 2018, 21:24

Wie schon einmal vor zwei Jahren bekomme ich soeben per Bandansage mitgeteilt, dass mein Flug von Dresden nach Moskau morgen ersatzlos gestrichen sei. Nicht einmal einen Transfer nach Berlin oder Prag bieten sie an.

Die Hotline bietet auf Rückruf einzig eine Umbuchung auf übermorgen an. Wenn ich aus Berlin oder Prag fliegen wolle, müsse ich den Transfer selbst zahlen. Aber es wäre ja schon ein Service, dass die Umbuchung kostenlos wäre. (Die Flüge ab Berlin oder Prag sind 30 oder gar 150 Euro günstiger!)

Auf die EU-Fluggastrechte angesprochen sagt man: Kennen wir nicht. Fragen sie am Flughafen den Aeroflot-Mitarbeiter. Wo jedoch ein solcher Mitarbeiter in Dresden sein solle, weiß man auch nicht.

Hat irgendwer von Euch schon mal bei Aeroflot etwas erreicht über (EC) №261/2004? Immerhin sind 600 Euro vorgesehen bei Flügen aus der EU raus.



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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Dienstag 27. November 2018, 22:01

Hi, Norbert,

ich empfehle:

- Umbuchung fordern
- wenn erst übermorgen, dann umrouten auf ex SXF oder PRG
- dabei Transfer nachdrücklich fordern und ggf. unter Zeugen feststellen, dass das Callcenter keinen Transfer stellt (SU muss die chance haben, euch durch Sachleistungen zu helfen)

- dann selbst (kostensparend) nach SXF oder PRG reisen

- Rechnungen einreichen

===>>> bis hier Ersatzbeförderung, die mit dem Einverständnis des Fluggastes von oder zu einem anderen Flughafen derselben Region erfolgen darf -->> das ist keine großzügige Geste der SU

- müsstest du länger warten - hotel und Verpflegungsgutscheine fordern, wenn sie nicht gestellt werden - sparsam auslegen und einreichen - das gilt für die Zeit ab Eintritt der Flugunregelmäßigkeit (hier planmäßiger Abflug bis letztendliche Ankunft am Zielort, das ist nicht zu verachten)

===>>> das wären Betreuungsleistungen

- on top die Ausgleichsleistung nach Verordung (EG) 261/2004 fordern, über 3500 km sind es 600 tacken pro pax

- dies alles am besten unter Fristsetzung von 30 Tagen ab Zugang (echtes Datum setzen, ein paar Tage für den Postweg kalkulieren) im Büro in Berlin-Adlershof oder im Departament nazemnogo obsluzhivania, wenn es das noch gibt

- herrscht schweigen, Nachfrist von weiteren 30 Tagen ab Zugang

Sind zwei Monate ab der ersten Beschwerde vergangen und hat es sich nicht um eine Geschäftsreise gehandelt, Schlichtungsstelle Luftverkehr beim Bundesamt für Justiz einschalten. Auch ist eine Anzeige beim LBA möglich. Die SÖP in Berlin bearbeitet SU wohl nicht. Dasselbe gilt, wenn SU ablehnt.

Dann kommt nach langer Zeit eine Schlichtungsempfehlung, die entweder heißt: Enthaftung / keine Ausgleichsleistung oder einen Teil der Forderung oder alles. SU und Passagier können die Empfehlung annehmen, jede der parteien kann die Empfehlung auch ablehnen. Nach Abschluss der Schlichtung kann geklagt werden; die Gerichte sind recht verbraucherorientiert.


Weitere Details

Wenn Wetter (Abflug, Zielort, unterwegs, ein bis zwei Vorflüge im Fluggeräteinsatzplan), Einschränkungen der Flugsicherung oder Streik offenkundig sind, dann gibt es keine Ausgleichsleistung. Ersatzbeförderung und Betreuungsleistungen muss es in jedem Fall geben.

Technische Mängel ==>> SU muss Ausgleichsleistung zahlen, es sei denn, es war ein Vogelschlag oder ein Blitzschlag die Ursache

Das alles gilt nur für Flüge ex EU nach Russland, nicht für Inlandsflüge oder Flüge aus RUS nach EU. Dann bist Du nach Montrealer Übereinkommen und Vozdushny kodex geschützt.

Ist der Folgeschaden der Flugunregelmäßigkeit höher als die pauschale Ausgleichsleistung (250 - 600 €) und waren nicht Wetter, Flugsicherung usw. im Spiel, muss der Folgeschaden detailliert nachgewiesen werden und nach Montrealer Übereinkommen gibt es bis etwa 4500 Sonderziehungsrechte pro pax.

Theoretisch gilt: Die Airline muss auch bei Enthaftung (Wetter, Streik, Blitzschlag) alles getan haben, um den Flug durchzuführen oder die schäden zu verringern. Also, beim Blitzschlag darf die Reparatur nicht ewig dauern, Ersatzflugzeuge müssen her.

Man muss noch genau gucken, gegen wen sich genau die Beschwerde richtet: Reiner codeshare - ausführende Fluggesellschaft. Least die Fluggesellschaft aber die Dienste einer anderen Airline - die verkaufende Fluggesellschaft.


Das war die Kurzfassung im Fluggastrecht aus der Praxis. Allerdings bestehen keine Erfahrungen mit SU, nur mit anderen airlines.

Bei Fragen, bitte melden.

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Norbert » Mittwoch 28. November 2018, 01:47

Ich habe ein wenig gegoogled. Nachdem ich eine Bahnfahrt nach Berlin gebucht habe, hat Aeroflot prompt zwei Stunden später einen Transfer nach Berlin organisiert. Leider lässt sich mein Bahnticket nicht zurückgeben. So oder so, der Ersatzflug ist mehr als vier Stunden später in Moskau und auch Novosibirsk, insofern falle ich dennoch unter EC261/2004.

ABER es gibt zumindest russische Gerichtsurteile, die eine Zuständigkeit der EU für die Aeroflot komplett abstreiten, trotz bzw. explizit unter Verweis auf diese Verordnung.

Insofern habe ich zwei Varianten: Ich gehe die von Dir empfohlenen Wege via deutsche Behörden oder Gericht - wobei selbst bei einem positiven Gerichtsbescheid unklar ist, ob Aeroflot je zahlen wird. Oder ich verkaufe meine Rechte an eine Agentur. Das gibt dann noch 350 Euro statt 600 Euro. Da die Verjährung 3 Jahre ist, versuche ich wohl interessehalber erst einmal den ersten Weg.

Interessant ist, dass bei Aeroflot angeblich niemand diese Regelung kennt oder kennen will. Und dass Aeroflot nicht weiß, wo und wann der Transfer von Dresden nach Berlin denn startet.

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von m1009 » Mittwoch 28. November 2018, 07:31

@M-M

Danke fuer die Ausfuehrung.....!

Zum Glueck, Toitoitoi... Hatte ich in den letzten 15 Jahren mit Aeroflot nie einen Totalausfall.

Norbert, Dir starke Nerven!

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Norbert » Mittwoch 28. November 2018, 14:29

M-M, natürlich auch nochmals danke für die Informationen. In dieser Klarheit findet man das online kaum, denn was auch immer man eingibt, man landet bei diesen Agenturen, welche das für einen Durchfechten, aber 30 % Gebühren nehmen.

Aktueller Stand: Es soll nun einen Bus nach Berlin geben. Die Aeroflot Hotline weiß aber nicht wann, und verweist auf Aeroflot Berlin. Die wissen auch nicht wann und verweisen auf den Flughafen Dresden. Der Flughafen Dresden ist an sich gar nicht zuständig und verweist auf Aeroflot. Man ist dann aber so nett, zu sagen, dass der Bus gewöhnlich zur regulären Abflugzeit fährt.

Ich werde den Bus nutzen, obwohl ich ja auch noch ein Bahnticket habe.

(Ich komme also in jedem Fall an, aber es ist ärgerlich: Dresden kostet immer mehr als Berlin, aber am Ende kommt man Stunden später an und wird nur im billigeren Flug ab Berlin befördert. Wenn sie sehen, dass der Flug nicht voll wird, sollten sie rechtzeitig stornieren und nicht 24 Stunden vorher. Und dann auch gleich sagen, dass es einen Bus geben wird. Ich vermute, sie wollten erst abwarten, bis genug auf den folgenden Tag umbuchen und dann erst dem Rest Berlin anbieten. Ich hatte aber gleich auf Berlin umgebucht, weil ich in Novosibirsk einen Termin habe.)
m1009 hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 07:31
Zum Glueck, Toitoitoi... Hatte ich in den letzten 15 Jahren mit Aeroflot nie einen Totalausfall.
Bei mir das zweite Mal, wie bereits beim letzten Mal SVO-DRS (bzw. zurück) an einem Mittwoch.



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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Norbert » Mittwoch 28. November 2018, 18:42

Interessant: Auf Nachfrage geben einem die Mitarbeiter der Aeroflot in Dresden sogar ein Blatt mit den Regeln für EC261/2004 inklusive Adresse für die Einsendung. Lausig kopiert und grenzwertig formuliert, aber immerhin. Der Transfer klappte dann auch relativ gut. Die Lounge in Berlin ist gefühlt zu 90 % besucht von Alfabank-Kunden. :lol:

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Okonjima » Mittwoch 28. November 2018, 18:44

Das ist wirklich ärgerlich. :?
Ich hab auch schon paarmal mit dem Gedanken gespielt von DRS über SVO zu fliegen. Der höhere Preis und vor allem die
Flugzeiten haben mich dann immer auf Berlin ausweichen lassen. Dein Beispiel ist jetzt ein Grund mehr.
Mir ist sowas Gott sei Dank bei Aeroflot auch noch nicht passiert. Denkst Du der Grund ist wirklich die fehlende Auslastung?
Dann wäre es eine Frechheit 1 Tag vorher zu stornieren!
Bei mir ist mal ein Flug ersatzlos gestrichen worden, weil die Pilotencrew nen Unfall hatte. Da wurde ich sofort umgebucht
( u.upgrade in Business) + 300 € Ersatz da ich trotzdem 3 Stunden zu spät ankam. War allerdings bei Swiss. Fand ich mehr als ok.
Ich dachte immer so oder ähnlich ist die Vorgehensweise bei ner ordentlichen Linenfluggesellschaft.

Toi Toi Toi
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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Mittwoch 28. November 2018, 19:14

Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 01:47
Ich habe ein wenig gegoogled. Nachdem ich eine Bahnfahrt nach Berlin gebucht habe, hat Aeroflot prompt zwei Stunden später einen Transfer nach Berlin organisiert. Leider lässt sich mein Bahnticket nicht zurückgeben. So oder so, der Ersatzflug ist mehr als vier Stunden später in Moskau und auch Novosibirsk, insofern falle ich dennoch unter EC261/2004.
Du hast einen Transfer gefordert, SU hat ihn erst verweigert, dann in letzter Sekunde doch gestellt und dich informiert. Reich den Bahnfahrschein bei SU in Berlin ein. Dieses hin-und Hergeschicke durch die Callcenter ist aus Verbrauchersicht nicht hinnehmbar.
Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 01:47
ABER es gibt zumindest russische Gerichtsurteile, die eine Zuständigkeit der EU für die Aeroflot komplett abstreiten, trotz bzw. explizit unter Verweis auf diese Verordnung.
Sind diese Urteile einsehbar? Für Links wäre ich dankbar. Denn deutsche Airlines bluten auch nach 261/2004 vor russischen Gerichten + "moralischer Schaden" (was ja eigentlich diese 600 EUR sind), das weiß ich zu gut. Nach GK RF und Montrealer Übereinkommen (dem Russland erst vor kurzem beitrat) ist das mMn nicht haltbar.
Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 01:47
Insofern habe ich zwei Varianten: Ich gehe die von Dir empfohlenen Wege via deutsche Behörden oder Gericht - wobei selbst bei einem positiven Gerichtsbescheid unklar ist, ob Aeroflot je zahlen wird. Oder ich verkaufe meine Rechte an eine Agentur. Das gibt dann noch 350 Euro statt 600 Euro. Da die Verjährung 3 Jahre ist, versuche ich wohl interessehalber erst einmal den ersten Weg.
Meine Hypothese: für die Agenturen sind EU-Airlines interessanter. Die haben straff durchorganisierte Prozesse und dürften auf Ärger mit nicht-EU-Airlines verzichten wollen. Mit den EU-Airlines und vllt. noch USA machen die genug Zaster.
Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 01:47
Interessant ist, dass bei Aeroflot angeblich niemand diese Regelung kennt oder kennen will. Und dass Aeroflot nicht weiß, wo und wann der Transfer von Dresden nach Berlin denn startet.
Die Callcenteragenten sitzen irgendwo in Russland oder in einem anderen europäischen Loch. Hohe Fluktuation. Mieser Lohn. Schlechte Ausbildung. Falsche Bearbeitungsvorgaben in solchen Fällen. Und meist echte Unkenntnis der EU 261/2004. Die mitarbeiter am Flughafen und in den echtenSU-Büros sind auf Abwehr trainiert. Da muss man hartnäckig sein.

Die meisten Airlines wollen sich übrigens Gerichtsprozesse, gerade mit unklarem Ausgang nicht im Lande des Hauptsitzes vom Leibe halten.

Zum Verhältnis der 261/2004 und des Montrealer Übereinkommens:

Auf Betreuungsleistungen (Erstattungen deswegen) (!) und die Ausgleichsleistung (?) dürfen Leistungen angerechnet werden, die nach anderen Rechtsverordnungen erbracht wurden (Hotelgutschein, Mealvoucher), da kommt der Vozdushny kodex und die Verordung dazu (§ 97 oder 127 dürfte das sein) ins Spiel. Das ist erstmal nicht so heiß.

Ist ein höherer Schadenersatz wegen Verspätung nach Mont.Übereink. zu zahlen, z. B. wegen Verdienstausfalls, dann dürfen davon die Ausgleichsleistungen abgezogen werden. Vorgenannte Forderungen sind schwerer durchzusetzen, in jedem Fall nachzuweisen, als Ausgleichsleistungen nach 261/2004 (125/250 - 600 €). Diese Ausgleichsleistungen kann man am besten als einen pauschalen Schadenersatz wegen aller Schäden, die so entstehen können (außer Ersatzbeförderung und Betreuungsleistungen). Dazu (Verspätungsfolgekosten) würde auch zählen, wenn man nach der (verspäteten) Ankunft am Zielort übernachten muss, weil anders als geplant kein Zug mehr fährt.

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Mittwoch 28. November 2018, 19:15

Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 28. November 2018, 18:42
Interessant: Auf Nachfrage geben einem die Mitarbeiter der Aeroflot in Dresden sogar ein Blatt mit den Regeln für EC261/2004 inklusive Adresse für die Einsendung. Lausig kopiert und grenzwertig formuliert, aber immerhin. Der Transfer klappte dann auch relativ gut. Die Lounge in Berlin ist gefühlt zu 90 % besucht von Alfabank-Kunden. :lol:
ist pflicht und wird im Buchungsvorgang vermerkt

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Re: Aeroflot streicht mal wieder kurzfristig

Beitrag von Norbert » Mittwoch 28. November 2018, 19:37

Wieso stürzen sich eigentlich immer alle sofort in die Schlange am Boarding, sobald sich da die Tür öffnet?! Haben die Angst, dass der Vogel ohne sie startet?



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