Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

Moderator: Dietrich

DiBo
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Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Sonntag 2. Juni 2019, 12:57

Hallo und schönen guten Tag!
Mein erster Eintrag hier im Forum und ich hoffe, er wird nicht zu langweilig. 
Meine Frau ist Russin und ich bin Deutscher (beide um die 60 Jahre jung). 2007 haben wir in Moskau geheiratet und unsere Ehe hat neben Höhen natürlich auch einige Tiefen erlebt. Für uns beide ist es jeweils die zweite Ehe und in jeder ersten Ehe gab es Kinder, die jetzt erwachsen sind.
Nun zum eigentlichen Thema.
Durch die Privatisierung des „Volkseigentums“ sind viele Russen Eigentümer von Wohnungen geworden. So auch meine Frau und ihre zweite Tochter. Beide sind also Eigentümer einer 3-Raum-Wohnung in Moskau. Als meine Frau 2007 zu mir nach Deutschland zog, war die Tochter allein und unverheiratet in der Wohnung. Meine Frau hatte ihr Zimmer, in dem wir wohnten, wenn wir nach Moskau gereist sind. Später hat die Tochter geheiratet und mittlerweile gibt es drei Enkelkinder. Zwischen Mutter und Tochter gab es nie offizielle Absprachen oder Vereinbarungen bezüglich Nutzung etc. der Wohnung. Die Tochter hat die Zahlung der Betriebskosten übernommen. Seit etwa 5 Jahren hat meine Frau kein Zimmer mehr in der Wohnung und sie spricht davon, dass die Tochter nun die gesamte Wohnung okkupiert hat. Meine Frau ist sauer! Wir schlafen jetzt immer in einem Hotel, wenn wir nach Moskau fliegen. Mich hat das bisher nicht weiter interessiert und auch nicht gestört. Meine Frau allerdings würde jetzt gern für uns eine kleine 1-Raum-Wohnung in oder außerhalb Moskaus kaufen wollen. Ob das Sinn macht und realistisch ist, sollte hier nicht diskutiert werden. Letztendlich muss Geld fließen, um diesen Wunsch zu erfüllen. Die Tochter wurde jetzt mit dieser Tatsache konfrontiert. Sie ist der Meinung, das kann ihre Mutter nicht von ihr verlangen. Russische Mütter unterstützen ihre Kinder und müssen auf ihre eigenen Wünsche verzichten. Die „Pseudobegründungen“ sind selbstverständlich noch viel umfangreicher, aber ich will sie hier nicht alle aufzählen. Sie klingen sehr infantil und sogar nationalistisch! Die Tochter will die Wohnung also auch weiterhin kostenfrei (nur Betriebskosten, ohne Kredit) nutzen. Der Ehemann ist Alleinverdiener mit ca. 750 Euro im Monat (Tochter Hausfrau mit Hochschulabschluss!).
Die Wohnung hat einen Marktwert von 180.000 Euro. Meine Frau, als Mutter, pocht nicht auf die 90.000 Euro, die ihr zustehen. Sie möchte allerdings eine gerechte und faire Lösung! Im Moment herrscht absolute Funkstelle! Die zweite Tochter unterstützt moralisch ihre Schwester und möchte, dass die Mutter verzichtet, da sie in Deutschland lebt.
Mir geht es darum, ob es bei anderen Mitgliedern des Forums vielleicht schon ähnliche Konflikte gab und wie sie gelöst worden sind. Die harte juristische Tour würde sicherlich fatale Folgen haben, wie sich jeder denken kann. Trotzdem brauchen wir zeitnah eine Lösung! Die gegenwärtige Sprachlosigkeit ist nicht gut!
Würde mich freuen, von euch zu hören!
Dieter



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Wladimir30
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Wladimir30 » Sonntag 2. Juni 2019, 17:39

Ist Deine Frau auch in der Wohnung noch offiziell registriert? Ich vermute mal nicht?

So, wie Du es beschreibst, klingt es für mich, als ob hier nur die harte juristische Variante zum Erfolg führen wird. Einerseits meinst Du, dass Geld fließen muss, andererseits willst Du keine harte Lösung. Meinem Empfinden nach, nur ausgehend von Deiner Beschreibung, wird es auf die nette Tour nicht mehr gehen. Oder wir wissen zu vieles einfach nicht, was wann mit wem ausgemacht worden war.
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DiBo
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Sonntag 2. Juni 2019, 20:27

Ja, meine Frau ist offiziell noch in der Wohnung registriert.
Mit "Geld muss fließen" meine ich, dass eine andere Lösungsvariante mir nicht möglich erscheint. Meine Frau und ihre Tochter haben einfach niemals über die Wohnung gesprochen, weil beide wußten, dass daraus schlagartig Probleme enstehen würden. Und bisher hat wohl auch niemand eine Notwendigkeit gesehen. Eskaliert ist die Situation jetzt im letzten April, als meine Frau für 6 Wochen in Moskau zu Besuch war und und sie wieder aufgrund von Schlafmangel sehr krank geworden ist. Sie musste sich das Zimmer mit den Kindern teilen. In den letzten Jahren ist sie immer krank geworden, wenn sie zu Besuch bei ihrer Tochter war. Die Wochenenden hat sie bei einer Freundin auf dem Lande verbracht, um sich wieder zu erholen. Diesen Zustand will sie so nicht mehr hinnehmen. Respektloses Verhalten der Tochter gegenüber ihrer Mutter verstärkt den Wunsch, die Eigentumsverhältisse und die dauernde Nutzung der Wohnung durch die Tochter endgültig zu klären.
Wladimir30, wie würde eine "nette Tour" denn ausehen? Wir als Eltern sind ja auf der Suche nach einer gerechten Lösung! Muss sie aber immer so aussehen, dass die Kinder alles geschenkt bekommen und somit ein leistungsloses Einkommen dadurch erhalten?

Vielleicht hat jemand in seiner Familie ähnliche Erfahrungen machen müssen und kann Empfehlungen geben?

Magdeburg-Moskva
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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Sonntag 2. Juni 2019, 21:10

Als Mensch, der seine Mitmenschen kritisch sieht, fallen mir folgende Ansätze ein:

1. Halte Dich aus dem Konflikt heraus. Egal, was Du sagst oder tust, Du wirst es falsch machen und dann die Schuld an den Folgen dessen tragen, was Deine Frau getan oder unterlassen oder falsch verstanden hat, gleich, ob Dein Ansatz falsch oder richtig war, ob die Prognose sich bewahrheitet hat oder nicht. - Ich habe es Dir doch gesagt. - Ja, aber Du warst nicht nachdrücklich genug.
Sie ist der Meinung, das kann ihre Mutter nicht von ihr verlangen. Russische Mütter unterstützen ihre Kinder und müssen auf ihre eigenen Wünsche verzichten. Die „Pseudobegründungen“ sind selbstverständlich noch viel umfangreicher, aber ich will sie hier nicht alle aufzählen. Sie klingen sehr infantil und sogar nationalistisch!
Die zweite Tochter unterstützt moralisch ihre Schwester und möchte, dass die Mutter verzichtet, da sie in Deutschland lebt.
2. Beim Geld und / oder wenn Alkohol im Spiel ist, hört die deutsch-sowjetische Freundschaft auf (Anspielung auf die Ges. für DSF in der DDR). Bei vielen herrscht die Meinung, in Deutschland wüchse das Geld auf den Bäumen und der in Deutschland lebende (dessen deutscher Partner), müsse Geld geben, auf Rechte/Ansprüche verzichten und ansonsten die Fresse halten.

3. Die juristisch sauberste Regelung ist mMn in Eurer Konstellation, dass Frau Tochter von Frau Mutter den Anteil der Wohnung abkauft und alles offiziell gemacht wird. Aber, man kann mMn niemanden verklagen, etwas abzukaufen, höchstens eine Art Nutzungsentschädigung für das anteilige Zimmer. Im Gegenzug müsste Deine Frau aber der Frau Tochter dann rückwirkend ihren Anteil an den Kommunaldienstleistungen abdrücken. Ob es noch besondere Verfahren bei gemeinschaftlichem privatisiertem Wohnraum gibt, und welche, vermag ich nicht zu sagen.

Dann wäre auch dieses Wohneigentum Deiner Frau rechtlich weg.

4. Was eine Einraumwohnung in Moskau betrifft: Ich kann nachvollziehen, dass viele Russinnen eine Art Rückzug haben wollen, der ihnen gehört und über den sie nach Belieben verfügen können, wo sie offiziell registriert (dennoch abwesend) sind. Zwar haben jetzt Gebietsansässige und -fremde gleiche Rechte, was z. B. Rente usw., zukünftige Erbschaften, Eigentumsrechte angeht. Aber ich verstehe die Sorge, dass sich das ruck-zuck ändern kann.

--> Kann jemand etwas dazu beisteuern, zu den gleichen Rechten?

Aber, was habt Ihr noch in Moskau verloren, gerade, wenn die familiäre Bande auseinanderbrechen wird? Eine Wohnung, die überwiegend leersteht oder vermietet wird, macht mehr Arbeit, als dass Nutzen von ihr kommt.
Eskaliert ist die Situation jetzt im letzten April, als meine Frau für 6 Wochen in Moskau zu Besuch war und und sie wieder aufgrund von Schlafmangel sehr krank geworden ist. Sie musste sich das Zimmer mit den Kindern teilen. In den letzten Jahren ist sie immer krank geworden, wenn sie zu Besuch bei ihrer Tochter war. Die Wochenenden hat sie bei einer Freundin auf dem Lande verbracht, um sich wieder zu erholen.
Das klingt nach folgendem:

1. Druck ausüben, um jemanden hinauszuekeln, weiß der Deibel, wer dahintersteckt.
2. Mimimi von Deiner Frau. Wenn Sie krank wird, von der Situation, warum setzt sie sich dieser wiederholt aus?
3. Was haben Ehefrauen sechs Wochen auf Allein-Urlaub zu schaffen?


Ich schreibe auch deswegen in so einem harschen Ton, weil es mich selbst mal aus den Socken gehauen hat: Der zum fraglichen Zeitpunkt Kandidat zum Ex-Freund meiner SchwieMu war der Meinung, SchwieMu und Kandidat hätten gemeinsam eine Immobilie gekauft. Da er nunmehr seine Rolle als Ex-Freund-Anwärter begriff, wollte er eine Entschädigung für Arbeiten an dem Haus. Soweit, so widerlich. Und dann sehe ich eine SMS "Soll Dir doch der Deutsche [Machteburch-Moskau] finanziell unter die Arme greifen." Den Ex-Freund-Anwärter habe ich nicht einmal kennengelernt. Wollte ich auch nicht. Das Geld wächst in Deutschland auf Bäumen. Dreistigkeit siegt. Bei mir seltenst.

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Sonntag 2. Juni 2019, 21:31

BTW

Wenn das Haushaltseinkommen deiner Schwiegertochter nur 750 € beträgt, worauf hofft ihr?

Das Zimmer langfristig absperren zu wollen, ist auch keine echte Lösung. Ruck zuck zerfällt ein Türschloss infolge von Herstellungsmängeln in seine Einzelteile, wenn Sie verstehen, was ich meine.



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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Sonntag 2. Juni 2019, 22:01

Hallo "Magdeburg-Moskva"!
Super, danke für deinen ausführlichen Beitrag.
1. Halte Dich aus dem Konflikt heraus. Egal, was Du sagst oder tust, Du wirst es falsch machen und dann die Schuld an den Folgen dessen tragen, was Deine Frau getan oder unterlassen oder falsch verstanden hat, gleich, ob Dein Ansatz falsch oder richtig war, ob die Prognose sich bewahrheitet hat oder nicht. - Ich habe es Dir doch gesagt. - Ja, aber Du warst nicht nachdrücklich genug.
Ja, heraushalten möchte ich mich schon sehr gern! Auch meine Lebenserfahrung empfiehlt mir das sehr! Werde auch sehr versuchen, das zu berücksichtigen.
2. Beim Geld und / oder wenn Alkohol im Spiel ist, hört die deutsch-sowjetische Freundschaft auf (Anspielung auf die Ges. für DSF in der DDR). Bei vielen herrscht die Meinung, in Deutschland wüchse das Geld auf den Bäumen und der in Deutschland lebende (dessen deutscher Partner), müsse Geld geben, auf Rechte/Ansprüche verzichten und ansonsten die Fresse halten.
Wurde so natürlich nie direkt gesagt, aber manchmal empfinde ich das ebenfalls so.
3. Die juristisch sauberste Regelung ist mMn in Eurer Konstellation, dass Frau Tochter von Frau Mutter den Anteil der Wohnung abkauft und alles offiziell gemacht wird. ...
Ich denke, zu einem direkten Verkauf an die Tochter wird es nicht kommen, da der finanzielle Spielraum nicht da ist. Das würde sich erst dann ändern, wenn die Tochter wieder arbeiten gehen wird. Ambitionen sehe ich allerdings nicht!
4. Was eine Einraumwohnung in Moskau betrifft: Ich kann nachvollziehen, dass viele Russinnen eine Art Rückzug haben wollen, ...

Aber, was habt Ihr noch in Moskau verloren, gerade, wenn die familiäre Bande auseinanderbrechen wird? Eine Wohnung, die überwiegend leersteht oder vermietet wird, macht mehr Arbeit, als dass Nutzen von ihr kommt.
Meine Frau hat viele sehr enge Freunde und Bekannte in Moskau, die sie gern besucht. Aber sehr richtig von dir, was haben wir dort dann eigentlich noch verloren!? Das macht keinen wirklichen sinn!
1. Druck ausüben, um jemanden hinauszuekeln, weiß der Deibel, wer dahintersteckt.
Das kann sein, möchte ich aber nicht zu 100% unterstellen.
2. Mimimi von Deiner Frau. Wenn Sie krank wird, von der Situation, warum setzt sie sich dieser wiederholt aus?
:) Ja, Mimimi! Als Mutter kann sie einfach nicht anders! Wir Männer sind da anders gestrickt!
3. Was haben Ehefrauen sechs Wochen auf Allein-Urlaub zu schaffen?
In erster Linie möchte sie die Enkelkinder sehen. Dann kommen ihre Freundinnen etc., ist eben ihre Heimat.
Ihr Teilzeit-Job lässt es zu und ich muss den Rest an Kohle in Vollzeit ranschaffen! :)

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 2. Juni 2019, 22:22

Das sind so Dinge, die sollte man IMHO zusammen vorher absprechen......alles andere finde ich unanständig.
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von DiBo » Sonntag 2. Juni 2019, 22:45

Das sehe ich auch so! Das war von meiner Frau ganz einfach eine falsche Zurückhaltung bisher. Eine Lösung sollte es jedoch bald geben, denn lösen wird sich die Sache nicht von allein.
Kommende Woche kommt die Tochter mit den Enkelkindern für 3 Wochen Urlaub zu uns! Die Flugtickets wurden ja bereits vor 6 Monaten gekauft und dürfen also nicht verfallen! :D
Mutter und Tochter werden gezwungen sein, über das Thema zu sprechen. Ich werde mich sehr zurückhalten!

Mir sind darum andere Ansichten und Meinungen sehr wichtig!

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 2. Juni 2019, 22:54

DiBo hat geschrieben:
Sonntag 2. Juni 2019, 22:45
Ich werde mich sehr zurückhalten!
Ich wünsche Dir Stärke!
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

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Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Sonntag 2. Juni 2019, 23:07

2. Beim Geld und / oder wenn Alkohol im Spiel ist, hört die deutsch-sowjetische Freundschaft auf (Anspielung auf die Ges. für DSF in der DDR). Bei vielen herrscht die Meinung, in Deutschland wüchse das Geld auf den Bäumen und der in Deutschland lebende (dessen deutscher Partner), müsse Geld geben, auf Rechte/Ansprüche verzichten und ansonsten die Fresse halten.
Wurde so natürlich nie direkt gesagt, aber manchmal empfinde ich das ebenfalls so.
Dann vertraue mal Deinem Empfinden. Siehe mein Nachsatz zum "Kandidaten".

In der Konstellation kann es - nach etwas weiterem Nachdenken meinerseits - nur auf folgendes hinauslaufen:

Wenn Deine Frau nach Moskau reist, ist IHR Zimmer sauber, frei von Personen und aufgeräumt, ebenfalls sind Küche mit allen Geräten, Waschmaschine und Bad benutzbar. Sie kommt, wann sie will und reist ab, wann sie will, mit wem sie will, sie behält einen Schlüsselsatz und es werden keine Schlösser ausgetauscht. Nicht vergessen, sie hat Anteile an der Wohnung. Trägt dann aber auch Anteile an Renovierung, Ausstattung und Kommunalabgaben, gegen Vorlage und nach Prüfung der Rechnung. Es wird festgehalten, welche Einrichtungsgegenstände,wie Möbel und sonstiges Inventar ihres sind und ihr gehören. Macht das ruhig in einfacher schriftlicher Form.

Juristische Verfahren schaden in der Situation doch mehr als dass sie nützen, zumal der Tochterhaushalt keine Kohle hat.

Klappt das nicht, kommt die harte Tour, die ich öffentlich nicht beschreiben werde.

Sie sollte keine wertvollen oder ideell wertvollen Dinge in dem Zimmer haben. Denn alle Dinge wird man immer irgendwie anfassen usw. oder sie verschwinden.

Tatsächliche Wertsachen oder Unterlagen, die sie dort braucht, z. B. die Eigentumsnachweise, bleiben - auch während ihres Aufenthaltes vor Ort - in einem Bankfach. Ob sie die nach D. mitnimmt, sei dahingestellt.
Kommende Woche kommt die Tochter mit den Enkelkindern für 3 Wochen Urlaub zu uns! Die Flugtickets wurden ja bereits vor 6 Monaten gekauft und dürfen also nicht verfallen! :D
Mutter und Tochter werden gezwungen sein, über das Thema zu sprechen. Ich werde mich sehr zurückhalten!
Ich empfehle Dir, diese 3 Wochen in den Pyrenäen o. ä. zu verbringen. Die Bergluft ist sehr schön. Denn
Ihr Teilzeit-Job lässt es zu und ich muss den Rest an Kohle in Vollzeit ranschaffen! :)
Und (ideell) wertvolle / wichtige Dinge, Papiere, Deine Daten vom PC bzw. Deinen Schlepptopp hast Du am Mann oder manche Dinge im Bankfach und Deine Frau hat keinen Bankfach-/Kontenzugriff. Kannst ja zwei Tage eher zurückkommen und das Ergebnis abfragen.

Warum ist eigentlich für vier Personen Geld für Flugscheine da, bei 750 € Haushaltseinkommen? Etwa, weil
Ihr Teilzeit-Job lässt es zu und ich muss den Rest an Kohle in Vollzeit ranschaffen! :)
?



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